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CULTURE

No pitch correction, please!
Sängerin und Songwriterin Lonnika im Gespräch

01 waterlightfestival

Veronika Ritsch alias Lonnika schreibt Songs. Die 26-Jährige stammt aus Afers, lebt und arbeitet aber seit drei Jahren im Vinschgau. Sie singt für ihr Leben gern und begleitet sich selbst dabei mit der Gitarre. Ihr größter Traum: eine eigene Band.

Lonnika ist ein lebensfroher Mensch, das hört und spürt man durch die Telefonmuschel. Wer ihre Songs auf YouTube anhört, der merkt sofort: Hier gibt es nichts Melancholisches, wie man es bei vielen Singer-Songwritern heutzutage antrifft. Ihre Lieder haben etwas eigentümlich Positives, die Stimme ist agil und kraftvoll zugleich. Lonnika sagt von sich selbst: „Musik hat es in meinem Leben immer schon gegeben.“

Wie bist du denn dazu gekommen, selbst Songs zu schreiben?
Wie gesagt, Musik war immer schon um mich herum und in mir drin. Als Kind habe ich ein paar Jahre Hackbrett und ganz kurz Querflöte gespielt. Die eigentliche Offenbarung aber war die Gitarre für mich. Ich besitze fünf Stück. Damit kann ich mich selbst beim Singen begleiten. Fällt mir eine Melodie ein, spiele ich später mit der Gitarre die Akkorde dazu. Die Musik ist für mich wie eine Art Abschaltknopf. Damit verarbeite ich alltägliche Vorkommnisse. Greife ich zur Gitarre und singe, ist alles wieder gut.

Du hast bisher zwei Songs veröffentlicht. Was hast du noch in der Schublade?
Jede Menge musikalische Ideen (lacht). Ich habe ständig Melodien im Kopf. Manchmal singe ich sie mir spontan aufs Handy, und später schreibe ich sie nieder und mache die Begleitung dazu. Manchmal bleibt das Liedfragment aber auch einfach so. Das Veröffentlichen eigener Songs ist ja nicht so einfach, wenn man einen gewissen Anspruch hat. Wobei ich präzisiere: Der Anspruch meinerseits besteht auf der technischen Seite. Eine technische Unterstützung bei der Aufnahme neuer Songs, wie ich sie bei meinen ersten zwei Liedern hatte, wäre super. Was die musikalische Perfektion betrifft, ist das eine andere Sache.

Wie meinst du das?
Mir ist die Authentizität in der Musik unheimlich wichtig, nicht nur bei meinen eigenen Songs. Das Publikum soll hören, dass es „handgemachte“ Musik ist. Man hört heutzutage viel bearbeitete Musik, die sogenannte „Pitch correction“, etwa mit dem Tonhöhenkorrektur-Programm Antares Auto-Tune. Das stört mich, es ist, als ob man sich als etwas anderes ausgeben möchte als man ist. Ich versuche dagegen zu steuern. Ich finde es cool, dass meine Musik nicht makellos ist, dass man auch meine Emotionen hört und spürt. Ich bin nämlich ein durch und durch positiver Mensch. Dazu habe ich mir auch einen Künstlernamen überlegt: the fakeup. Eine eventuell zu gründende Band könnte dann auch so heißen (lacht).

Du singst in englischer Sprache. Zufall oder gewollt?
Eher gewollt, würde ich sagen. Für mich lässt sich die englische Sprache am besten mit der Musik kombinieren. Die Texte sind aus dem Leben gegriffen, auch aus meinem Leben, alles querbeet (lacht).

Wie siehst du deine musikalische Zukunft?
Ja der Traum wäre, in einer Band zu singen. Also wer eine Sängerin braucht, nur zu! Ich stehe in den Startlöchern (lacht). Bis dahin werde ich weiter meinen Weg als Solokünstlerin beschreiten. Wobei ich es schon toll finde, gemeinsam zu musizieren. Dabei müssen nicht nur eigene Songs performt werden. Ich habe auch schon Covers gesungen. Hauptsache, die Freude an der Musik kommt rüber und es klingt authentisch!

[Sibylle Finatzer]

VERONIKA RITSCH – LONNIKA
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Instagram: @thefakeup_official
YouTube: Lonnika/Veronika Ritsch

 

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