Everybody calls me Giorgio
Eine internationale Konferenz über Giorgio Moroders Lebenswerk und seinen Einfluss. Diese Konferenz möchte Giorgio Moroders Rolle nun näher beleuchten und bringt den ladinischen Künstler, der seit Jahrzehnten in Los Angeles lebt, symbolisch in seine Heimat zurück. „Aus wissenschaftlicher Sicht eröffnet Moroders Werk vielfältige Perspektiven auf die Entwicklung und die gesellschaftlichen Funktionen der Popularmusik und der Filmmusik“, sagt Carlo Nardi, Forscher an der unibz und Mitorganisator des Events. „Es ermöglicht eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Musik, Kultur und Gesellschaft und fördert den Dialog zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.“ Organisiert wird die Tagung von zwei Sektionen der International Association for the Study of Popular Music (IASPM Italiana und IASPM D-A-CH) und bringt Forschende aus Europa, Nordamerika und Australien zusammen. Es werden aber auch lokale Akteurinnen und Akteure einbezogen, um den Austausch zwischen internationaler Forschung und regionalen Institutionen zu fördern. Im Mittelpunkt stehen aber nicht nur Themen wie elektronische Tanzmusik, Musikproduktion, Filmmusik, Remix-Kulturen, Intermedialität sowie Moroders Unternehmertum. Die Tagung möchte auch die soziolinguistische, semiotische sowie kultur- und zeithistorische Perspektive beleuchten und die Konstruktion, Neudefinition und Darstellung der Identität von Künstler:innen aus sprachlichen Minderheiten – insbesondere Ladinischsprachigen – untersuchen, die in Migrationskontexten leben und arbeiten. Zu den Hauptredner:innen gehören Prof.in Ewa Mazierska von der University of Central Lancashire und Prof. Tavia Nyong’o von der Yale University. Paul Harkins (Edinburgh Napier University), Julin Lee (Hochschule für Musik und Theater München) und Maria Perevedentseva (University of Salford) diskutieren in einer Podiumsdiskussion die Rolle von Synthesizern im Zusammenhang mit Themen wie digitaler Kultur, Automatisierung und verteilter Kreativität. Im Rahmen der Konferenz, die von der Landesabteilung Ladinische Bildungs- und Kulturverwaltung gefördert wird, findet am Samstag, 12. September außerdem das Symposium „SOUNDS LIKE THE FUTURE“ statt. In Kooperation mit dem Museion und dem Transart Festival treffen am Campus Bozen Zentrum von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr zwei herausragende Positionen experimenteller Klangkunst aufeinander: Xiu Xiu mit ihrer audiovisuellen Performance ERASERHEAD XIU XIU und Matthew Herbert mit seinem aktuellen Projekt theukhasmorefoodbanksthanbranchesofmcdonalds.com. Die Anmeldungen zur Konferenz (inkl. Symposium) sind noch bis zum 6. September möglich. Alle Infos und das Programm auf unibz.it













