Lana Meets Jazz - ROBERTO CIFARELLI "ROUND ABOUT MILES"
Zum hundersten Geburtstag der Jazzikone Miles Davis eine Fotoausstellung über die Mitmusiker des großen Trompeters von einem der bekanntesten italienischen Jazzfotografen.
Zum hundersten Geburtstag der Jazzikone Miles Davis eine Fotoausstellung über die Mitmusiker des großen Trompeters von einem der bekanntesten italienischen Jazzfotografen.
Eröffnung: Freitag, 05.06.2026 um 18:00 Uhr, im Kreis für Kunst und Kultur in St. Ulrich Einführung: Eva von Ingram Harpf Die gezeigten Arbeiten von Mirjiam Heiler und Arnold Holzknecht entfalten sich aus einem prozessualen Vorgehen, das auf Variation, Wiederholung und minimale Verschiebungen setzt. Ihre jeweilige Praxis bewegt sich zwischen konstruktiver Strenge und organischer Anmutung und steht in enger Beziehung zur konkreten und minimalistischen Kunst. Ausgangspunkt ist stets ein Akt der formalen Reduktion, der nicht als Verarmung, sondern als bewusste Verdichtung verstanden wird. Diese Haltung fordert ein verlangsamtes Sehen ein und macht komplexe Beziehungsgefüge sichtbar, die sich aus Reduktion, Ordnung und Wiederholung, aus Struktur und Abweichung sowie aus dem Spannungsverhältnis von Präzision und Unschärfe ergeben. Insbesondere bei Mirijam Heiler (geb. 1991 in Brixen, lebt und arbeitet in Bozen) zeigt sich ein zeichnerisches Verfahren, das an religiöse Praktiken erinnert: ritualisiert, konzentriert, potenziell theoretisch ins Unendliche fortsetzend. Minimale Abweichungen und Irregularitäten öffnen feine Brüche, durch die Bedeutung nicht festgelegt, sondern immer wieder neu verhandelt wird. Die entstehenden Zeichen bilden eine Art „asemantischer Schrift“, ein Zeichensystem ohne referenzielle Funktion, die sich bewusst jeder eindeutigen Lesart entzieht. Ihre Strukturen funktionieren als Metapher für Rückzug, Zugehörigkeit und temporäre Geborgenheit. Sie markieren eine bewusste Abkehr von Überfülle, Lärm und narrativer Überdeterminierung der Gegenwart. In der konzentrierten Wiederholung und im bewussten Weglassen entsteht ein Raum für die Untersuchung von Sinn im Alltäglichen. Die Qualität ihrer Arbeiten liegt in der universellen Lesbarkeit und Offenheit. Arnold Holzknecht (geb. 1960 in Brixen, lebt und arbeitet in St. Ulrich) lässt sich als Künstler verorten, dessen Werk sich konsequent im Spannungsfeld zwischen Skulptur, Zeichnung und malerischer Setzung entfaltet. Ausgehend von einer bildhauerischen Ausbildung bildet das Material – Holz, Bienenwaben, Baumnadeln und andere organische Stoffe – den primären Ausgangspunkt seines Arbeitens. Holzknechts Arbeiten bewegen sich zwischen konstruktiver Strenge und organischer Anmutung, zwischen kontrollierter Setzung und einem Moment scheinbaren Wachsens. Lineare Strukturen, Schichtungen und serielle Ordnungen erzeugen visuelle Rhythmen, die weniger auf ikonische Lesbarkeit als auf Wahrnehmungsprozesse zielen. In diesem Sinne sind seine Werke nicht primär als abgeschlossene Objekte zu verstehen, sondern als Felder, in denen sich Sehen zeitlich entfaltet. Die oft betonte Dichotomie von Ordnung und Geste wird bei Holzknecht nicht aufgelöst, sondern produktiv gehalten. Kontrolle und Offenheit, Konstruktion und Intuition stehen in einem kontinuierlichen Austausch, der sich in der formalen Ausarbeitung ebenso manifestiert wie in der Wahrnehmung durch die Betrachter*innen. Beide Positionen eint der Versuch, der Komplexität der Gegenwart mit Stille zu begegnen – durch Reduktion, Aufmerksamkeit und eine Praxis, die Offenheit nicht behauptet, sondern ermöglicht.
Solo im Ensemble 2 3 Ausstellungen vereint zu einem Ensemble Marlies Baumgartner, Heinz Innerhofer, Markus Moling HUMANA IDENTITAS Vernissage 5.6.2026, ore 18 Uhr Begrüßung durch den Präsidenten des SKB Alexander Zoeggeler Geführter Rundgang mit den Künstler:innen Performance Christina Auer (BassFlöte), Riccardo Coelati Rama (Kontrabass) Marlies Baumgartner, Carmen Niederkofler (Bewegungs-Performance) In einer Zeit, in der die Kommunikation zwischen uns Menschen zunehmend herausfordernd erscheint, geraten wesentliche Aspekte unseres Daseins leicht in den Hintergrund. Vielleicht gerade deshalb sollte sich die Kunst mit den grundlegenden Fragen unserer Existenz auseinandersetzen. Die Themen der menschlichen Existenz sind zeitlos und begleiten uns von Epoche zu Epoche, von Generation zu Generation. Obwohl wir uns ständig neu definieren, bleibt der Mensch doch immer Mensch. Die Herausforderungen, die mit unserer Vergänglichkeit, unserer Anpassungsfähigkeit, unserem Glauben und unserem Fortschritt einhergehen, machen unsere Existenz immer wieder aufs Neue spannend. Erst vor diesem Hintergrund treten auch die Spannungen unserer Gegenwart hervor – gelegentlich geprägt von Konflikten oder Kriegsberichten –, doch sie bilden nur einen kleinen Ausschnitt eines viel umfassenderen menschlichen Erfahrungsraums. Die Kernfragen bleiben für uns immer die gleichen, während sich die Umstände in unserer schnelllebigen Zeit rasant verändern. Zur Musik- und Bewegungs-Performance Ira-Arca für BassFlöte und Kontrabass, der Komponist Beat Furrer verwandelt die Instrumente in „Schatten eines Schattens“ und verschmilzt ihre klanglichen „Identitäten“ zu einer kaum erkennbaren Einheit. Aus dem Klang formt sich der Körper als Resonanzraum. Er folgt der Musik und löst sich im nächsten Moment von ihr, bewegt sich zwischen Hingabe und Widerstand. In ihm zeigt sich ein Werden: aus Einem entsteht ein Zweites – eine sich teilende, suchende Identität, die zwischen Verbundenheit und Autonomie oszilliert. Christina Auer (BassFlöte) und Riccardo Coelati Rama (Kontrabass) Bewegungs-Performance Marlies Baumgartner und Carmen Niederkofler Marlies Baumgartner geboren 1995, lebt und arbeitet in Vahrn. Nach der fünfjährigen Ausbildung mit „Maestro d'Arte" und „Matura" Abschluss an der „Cademia" in St. Ulrich absolvierte sie ein dreijähriges Studium an der „LABA" in Bildender Kunst und Malerei in Florenz. Heinz Innerhofer Studium an der ZeLIG – Schule für Dokumentarfilm und neue Medien, dann Kameraassistent bei verschiedenen Dokumentarfilmproduktionen. Abschluss und Diplom mit Auszeichnung an der Prager Fotoschule für angewandte und künstlerische Fotografie. Markus Moling geboren in Wengen 1973. Nach der Matura an der Kunstlehranstalt in St. Ulrich studierte er an der Accademia di Belle Arti in Florenz und an der Brera in Mailand, wo er 1996 das Diplom erlangte. Seit 1996 stellt er regelmäßig im In und Ausland aus.
DURATA: 2 H Tra musica e sapori d’Albania, nella cornice della mostra > >, una festa per concludere assieme la quinta edizione di Quo vadis? Festival delle culture e delle lingue.
Diese Ausstellung widme ich meinem im Jahr 2019 verstorbenen Vater. Schon als kleines Kind lauschte ich seinem Spiel am Flügelhorn, während er verschiedene Melodien aus bekannten Ouvertüren übte. Diese Stimmungen und Tonfolgen klingen bis heute in mir nach. Meine Bilder erschaffe ich wie Musikstücke mit Fröhlichkeit, Witz, Tempi und unerwarteten Wendungen. Ob leise Traurigkeit oder ausgelassene Purzelbäume – all das fließt in meine Malerei ein, welche durch die reiche Farbgebung und das Glas zum Leuchten gebracht wird. Ouvertüren führen oft in die musikalische Stimmung eines Werkes ein. So könnte man meine Hinterglasbilder als ein Vorspiel der emotionalen Reaktion des Betrachters sehen. Anna Maria Mayr, 1957 in Bruneck geboren und dort lebend, fand nach ihrer kaufmännischen Ausbildung und langjährigen Tätigkeit im Verwaltungswesen als Autodidaktin zu ihrem persönlichen künstlerischen Ausdruck. Seit 2010 präsentiert sie ihre Hinterglasmalerei als freischaffende Künstlerin bei verschiedenen Ausstellungen in Südtirol.
Zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum / Kulturveranstaltung mit inklusiven Aspekten Die Triennale Klausen 2026 ist eine fünfmonatige, öffentlich zugängliche Kunst- und Kulturveranstaltung, die zeitgenössische künstlerische Positionen im öffentlichen Raum der Gemeinde Klausen integriert. Insgesamt fünf Orte im öffentlichen Raum sowie das Stadtmuseum Klausen werden in das Ausstellungskonzept eingebunden. Öffentlichen Raum Fünf Hauptkünstler bilden das künstlerische Fundament der Triennale: Christian Gufler, Lukas Mayr, Patrick Obkircher, Bernhard Reiterer, Florian Tschurtschenthaler. Jeder Künstler entwickelt eine eigenständige, ortsspezifische Arbeit an einem festgelegten Standort im Gemeindegebiet. Stadtmuseum Marlies Baumgartner, Rebekka Frei, Markus Gasser, Sophie Lazari, Paul Moroder dë Doss, Lissy Pernthaler, Albin Portner, Florian Prünster, Evelyn Rier, Matthias Sieff, Ariel Trettel, Vera Überbacher. Dazu zählen Malerei, Skulptur, Performance, Lyrik und musikalische Formate. „Una boccata d’arte“ Eröffnung: 10.6.2026 Ergänzt wird die Triennale vom Projekt „Una boccata d’arte“, ein italienweites Projekt, das vom Verein „I Borghi più belli d’Italia“ gefördert wird, dem auch Klausen angehört. Dort wird in Zusammenarbeit mit dem italienischen Künstler und Forscher Francesco Alberico (Pescara, 1996), der sich in seiner Arbeit zwischen Skulptur, Performance und Zeichnung mit der Beziehung zwischen Imagination und öffentlichem Raum beschäftigt, ebenfalls der öffentliche Raum in der Oberstadt bespielt.
„Zwischenräume“ versammelt Werke des Südtiroler Bildhauers Hermann Josef Runggaldier, die sich im Spannungsfeld von Mensch und Natur entfalten. Seine reduzierten Figuren und materialbetonten Arbeiten bewegen sich im Dazwischen: zwischen Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Verbergen, Körper und Raum. Runggaldiers Werke eröffnen Räume der Wahrnehmung, die sich erst im Umschreiten und im Wechsel der Perspektiven erschließen. So wird Skulptur zum Erfahrungsraum – ein Ort, an dem sich das menschliche Dasein im Dialog mit natürlichen Prozessen manifestiert.