von Johannes Maria Staud
Musikalische Leitung: Walter Kobéra
Regie: Dominique Mentha
Seichtes Amüsement und sinnentleertes Selbstlob bei einer Firmenfeier. Mitarbeiter Victor hält eine abstruse Rede und stürzt sich in die Tiefe. Er stirbt nicht, sondern durchlebt auf einer absurden nächtlichen Exkursion durch eine verzerrte Stadt allerlei sonderbare Begegnungen. Skurrile Ärzte diagnostizieren ihm, da er in einer unverständlichen Sprache redet („Antilopisch“), eine „afrikanische Depression“.Die Episoden sind surreal und doch sozial konkret, träumerisch und doch schmerzlich real, lyrisch und grotesk, „stets auf der Kippe zwischen Realem und Irrealem“, so der Komponist. Zum poetischen Text von Durs Grünbein hat Johannes Maria Staud eine facettenreiche Musik mit überraschenden Verläufen und dem Einsatz von Live-Elektronik geschrieben. Ein üppiges und geistreiches Werk.