Gustav Mahlers innere Zerrissenheit, sein persönliches Ringen mit den Themenkreisen Leben, Tod und Glauben zeigt sich, wie in vielen seiner Kompositionen, auch und besonders deutlich in seiner 2. Symphonie, die er 1894 vollendete.
Bruno Walter, ein Kollege und später enger Freund Mahlers, fertigte bereits 1897 eine Klaviertranskription des Stückes zu vier Händen an. Diese bildete die Grundlage für ein Projekt – 2021 ursprünglich als coronakonforme Aufführungsvariante des Werkes entwickeln – das seitdem in zahlreichen Konzerten erklungen ist und auf CD festgehalten wurde. Die beiden Pianisten, die in beeindruckender Weise den Hauptteil des Konzertabends tragen, ein Trompeter, die beiden Gesangssolistinnen und der Chor übersetzen Mahlers symphonische Klangwelt in eine äußerst reizvolle, weitgehend kammermusikalische Sprache.