Am 2. November feiern die Christen Allerseelen-Tag, ein Tag an dem den Verstorbenen und ihrer Seelen gedacht wird. Dabei steht ein Gedanke im Mittelpunkt, jener der Hoffnung an die Auferstehung: resurrecturis. In besonderer Weise erinnert das Konzert auch an einen für die Chormusik bedeutenden Komponisten, an Sir John Taverner (*1944 in London +2013). Sein Todestag jährt sich am 12. November zum 5. Mal. Als tiefreligiöser Mensch komponierte er in seiner ganz eigenen Tonsprache: auf das Wesentlichste zurückgenommen, vereinfacht und reduziert auf Konsonanz und Stabilität, bestehend aus leicht fasslichen, klaren Gliederungen und Formen.
Das ermöglicht die Vermittlung des religiösen Kontexts, den die Musik ganz bewusst durch ihre Schlichtheit in den Vordergrund stellt.
Der Chor trägt den Namen des wohl bedeutendsten Südtiroler Komponisten, Leonhard Lechner „Athesinus“ (*1553 im Etschtal,
†1606 Stuttgart). Eine rege Konzerttätigkeit brachte den Chor in der Folge in die bedeutendsten Kulturstädte Italiens, Österreichs und Deutschlands, aber auch in die Schweiz, nach Ungarn und nach Polen. Die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben brachten dem Chor stets Spitzen-Bewertungen.
Das Repertoire umfasst geistliche und weltliche Werke von der Renaissance bis zur Gegenwart, ausgeführt a cappella oder in Zusammenarbeit mit verschiedenen Orchestern, darunter mit dem Europäischen Jugendorchester, sowie dem Gustav Mahler Jugendorchester und dem Haydn Orchester von Bozen und Trient unter der Leitung namhafter Dirigenten (u. a. James Judd, Claudio Abbado, Vladimir Ashkenasy, Gustav Kuhn, Arturo Tamayo, u.a.). Seit September 2013 ist Mag. Tobias Chizzali M.A. neuer Chorleiter des Kammerchores.