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colliding visions - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

JOHANNES BOSISIO, LINDA J. MAYER, JUDITH NEUNHÄUSERER, MANUEL RESCH UND MAXIMILIAN WILLEIT, ANDREAS ZAGLER

Die diesjährige Ausstellung des Südtiroler Künstlerbundes in der Stadtgalerie Bozen widmet sich der jungen Kunst. Andreas Zagler hat junge Südtiroler Künstler*innen, die im Ausland leben, für diese Ausstellung eingeladen.
„Die Ausstellung will ausgewählte junge Südtiroler Künstlerinnen und Künstler, alle Mitglieder des Südtiroler Künstlerbundes, in einem Ausstellungsraum zusammenführen, die der Weg über das Studium in das Ausland geführt hat und welche die künstlerische Arbeit aktuell auch vorwiegend dort fortführen.“
Stilistische Vielfalt und ein gemeinsamer Nenner. Der Künstler Andreas Zagler führt als Kurator in der Ausstellung unterschiedliche Positionen von Künstler*innen zusammen, die fern von Südtirol in den Metropolen Europas ihren künstlerischen Lebensmittelpunkt haben und zu den jungen Mitgliedern des Südtiroler Künstlerbundes gehören. Dem Künstler-Kurator ging es dabei um eine gemeinsame Idee, nicht um eine Gruppenausstellung, sondern um das Werk, das als persönliche Aussage formuliert wird. So ergibt sich bei aller Unterschiedlichkeit der künstlerischen Positionen eine wahlverwandte Nähe. Der gemeinsame Nenner ist der ausgeprägte Individualcharakter künstlerischen Lebens und Arbeitens, der die hier vertretenen Künstler*innen bestimmt. Eigenständigkeit ist das Schlüsselwort der Ausstellung, auch Kreativität in unterschiedlichen Formen. Differenzierende Gegenüberstellungen und Vergleiche der verschiedenen künstlerischen Ansätze ermöglichen einen Blick auf Künstler*innen, welche die Ausbildung in unterschiedlichen Akademien absolvierten und auch biographisch andere Bezugsfelder aufweisen. Mutig, könnte man sagen, haben sie ihren eigenen Weg eingeschlagen, um an den europäischen Kunstakademien, wie in Berlin Weißensee, Akademie der Bildenden Künste in München, Accademia di Brera in Mailand, Kunstakademie Düsseldorf, Finnish Academy of Fine Arts in Helsinki, Royal Academy of Fine Arts in Copenhagen oder dem Royal College of Art and Design in London zu studieren und darüber hinaus in diesen Städten künstlerisch tätig zu sein. Der Ausstellungstitel „colliding visions“, also kollidierende Visionen, verweist darauf, dass Kunst nicht die Wirklichkeit abbildet, sondern sich in einer Schnittstelle präsentiert, hier zwischen Künstlerin und Künstler als die Produzent*innen der Werke und den Betrachter*innen. Dabei geht es um Reflexion über Gegenwart, in den malerischen und installativen Werken, um eine Auseinandersetzung mit Farbe, Fläche, Linie und Raum. Unübersehbar ist der Wechsel der Medien: Installation, Video, Zeichnung und Malerei unterstreichen die Grenzüberschreitungen der künstlerischen Techniken. „Bei der eingehenden Betrachtung der einzelnen Positionen stellt sich aber die übergeordnete
Frage – die auch die Künstler und Künstlerinnen selbst immer wieder umtreibt – wie man künstlerisch die Realität und eine vorhandene Pluralität von Wirklichkeiten unserer Zeit verhandelt. Dabei ist jede Interpretation von Wirklichkeit individuell und spiegelt sich auch künstlerisch in einer individuellen Umsetzung in den Arbeiten wider“. So präsentiert die Ausstellung einerseits die Möglichkeiten der Malerei bei der Suche nach einem gültigen Bild zur Anschauung von Wirklichkeit, zum anderen, dass Kunst und Wissenschaft nicht unterschiedliche Pole sind. Erlebnis und gefühlszugewandte Kunst versus Fakten der Wissenschaft? Das wäre eine zu einfache Reduzierung. Vielleicht zeigen uns die Videoarbeiten der Künstlerinnen Mayer und Neunhäuserer und das Künstlerduo Resch und Willeit eine ganz eigene Darstellung von Landschaft und Welt, auch wenn in einer ganz anderen Art und Weise. Ein Aufeinandertreffen nicht nur Gleichgesinnter, so ließe sich die Ausstellung auch umschreiben, mit viel Anreiz zum Verweilen. Denn wenn Künstler kuratieren, bauen sie darauf, dass die Kunst für sich spricht, hier, dass die Arbeiten für sich selbst stehen können und zugleich auch mit anderen ausgestellten Arbeiten korrespondieren. Entstanden ist ein komponierter Dialog mit markanten Einzeltönen.

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Datum und Uhrzeit des Events :

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