In den Erzählungen geht es um das Schicksal von Menschen, die durch den zweiten Weltkrieg aus der Bahn geworfen wurden oder deren Lebenskonzept durch die Kriegsereignisse einen radikal anderen Verlauf nahmen, daher auch der Untertitel Auf den Spuren einer verlorenen Generation.
Einer dieser Gescheiterten ist eine reale Person, der Wiener Filmemacher Hans Albala, der in jungen Jahren wegen seiner jüdischen Wurzeln von den Nazis in ein Arbeitslager verschleppt wurde, als einer der wenigen überlebte und nach dem Krieg als Trickfilmzeichner eine kurze Karriere machte.
In den Fragmenten einer Biografie, zeichnet die Autorin das Leben von Hans Albala nach, soweit es die spärlichen Quellen erlauben, berichtet aber auch über Erlebnisse während ihrer Suche nach Unterlagen bei Behörden und Institutionen in Wien.
In den sechziger Jahren erhielt Hans Albala die Möglichkeit, auch Dokumentarfilme zu produzieren und erhielt 1967 den Auftrag der österreichischen Verbund AG einen Film über Kraftwerke in Österreich zu drehen. Das Konzept des Films war, ohne Erklärungen auszukommen und die Botschaft allein durch die Macht der Bilder zu übermitteln. Dazu trägt ganz wesentlich die genaue Synchronisation mit der unterlegten Musik bei, hauptsächlich Teile der Symphonie in e (aus der neuen Welt) von Antonin Dvorák, beide Bezeichnungen Programm für den Film.
Vor einigen Jahren ist es gelungen, eine Kopie des Films aufzufinden, er wird bei der Lesung vorgeführt.