NUR EINMAL: SIMPLY POETIC 2026
„Die Unsicherheit, der man auf dem Weg der Selbstfindung begegnet, führt nach unaufhörlichem Schwanken zu einem neuen Gleichgewicht.“
In diesem Stück widmet sich Yunjung Kim dem „Ich“, das sich in der Begegnung mit dem Ungewissen formt. Mit einer reduzierten und konzentrierten Bewegungssprache zeichnet sie einen Prozess nach, in dem Orientierung verloren geht und neu entsteht. Unsicherheit erscheint dabei nicht als Hindernis, sondern als produktive Kraft auf dem Weg zu einem neuen Gleichgewicht.
Konzept, Choreografie, Darstellerin, Regie, Produktion: Yunjung Kim
Foto: Stefan Schwienbacher
Lichtdesign: Yunjung Kim
L’ARTE DI CADERE E RIALZARSI
L’arte di cadere e rialzarsi (Die Kunst des Fallens und Wiederaufstehens) ist eine partizipative und autobiografisch inspirierte Performance. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen, absurden und abenteuerlichen Situationen, inszeniert Sabrina Valle eine ortsspezifische Performance, an der zwanzig Laien mitwirken. Thematisiert wird das Hinfallen, sich verirren, sich verletzen. Ein weiteres zentrales Element ist der Tod, so präsent in diesem historischen Moment, jedoch so weit entfernt von der zeitgenössischen westlichen Kultur.
Die Aufführung zeichnet sich durch minimalistische, langsame Handlungen und die Nutzung des öffentlichen Raums aus. Die Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre verschwimmt, denn das Theater ist eng mit der „Polis“ verbunden – mit der Politik, dem Zusammenleben.
Konzept, Regie, Produktion: Sabrina Valle
Darsteller*innen: Sabrina Valle und 20 Laiendarsteller*innen
THE WEIGHT OF UNCERTAINTY
Der Tanzfilm erforscht die fragile Suche nach Balance in einer Welt im Wandel. Im Zentrum steht der Körper als sensibler Resonanzraum: Er reagiert, passt sich an, verliert das Gleichgewicht und findet es wieder. Nähe und Distanz, Halten und Loslassen, Widerstand und Hingabe werden körperlich erfahrbar und spiegeln persönliche wie gesellschaftliche Dynamiken wider. Der filmische Raum eröffnet eine intime Perspektive auf diese Prozesse und nähert sich einem Lebensgefühl, das von stetigen Veränderungen geprägt ist. Der Tanzfilm lädt dazu ein, Unsicherheit nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Möglichkeit für neue Formen von Verbundenheit, Achtsamkeit und Balance zu begreifen.
Konzept, Choreografie, Kostüm, Produktion: Marion Sparber
Darsteller*innen: Marion Sparber, Alan Fuentes Guerra
Director of Photography und Videoeditor: Ky-Anh Tran
Originalmusik und Sound Design: Stefano Ciardi, Ky-Anh Tran
UMBILICAL
„Wir haben uns den Zeitpunkt unserer Geburt nicht ausgesucht: Jetzt können wir die Welt gestalten, in der unser mitgebrachter Same geboren und heranwachsen wird.“
Gioconda Belli
Umbilical è un’installazione fatta di forme, suoni e canzoni. Un quadro vivente. Una visione del meraviglioso momento della nascita. „Dar a luz“ si dice in spagnolo – dare alla luce. La performance è un viaggio in cui una mano di donna apre la via attraverso lo stretto canale dell’utero, per illuminare il cammino, con voce dolce e calda. La vita si apre la strada a colpi di pianto riempiendo d’aria i polmoni per la prima volta: sono qui, sono io! Dopo torna la quiete, qualcuno lava una camicia da notte sporca di sangue con l’acqua cristallina di una fonte.
Konzept, Choreografie, Regie, Darsteller, Kostüm, Produktion: Iosu Lezameta
Foto: Ainoa Artola
Musik und Sound: Iosu Lezameta, Diego Potron, Silvana Berton