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Tanz BZ: Daniele Ninarello - Veröffentlicht von martin_inside

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  • Es gibt Termine vom 07 Nov. 2026 bis 15 Nov. 2026
    von Simon Stephens nach Anton Tschechows „Onkel Wanja“ Deutsch von Barbara Christ Vanya trauert, um seine verstorbene Schwester, um sein vertanes Leben als Gutsverwalter in der Provinz, um seine vergebliche Liebe zu der mythisch schönen Helena, der jungen Frau seines schlecht alternden Schwagers Alexander. Als Alexander nach dem Karriereaus in der Großstadt zurück auf den Hof seiner Tochter Sonja kehrt, bricht die Sehnsucht aus: Sonja will den ehemals gutaussehenden Arzt und Waldfanaten Michael. Michael will Helena, die junge Frau des bankrotten Alexander. Alexander will den Hof seiner Tochter Sonja verkaufen. Und Vanya? Vanya will Alexander erschießen. In der provinziellen Enge träumen Tschechows Figuren voneinander und leben doch im Zeichen des Verzichts. Gibt es das noch, das Glück einer realen Begegnung? Simon Stephens radikal-lyrische Adaption von Tschechows modernem Klassiker – ein Schauspieler spielt alle Figuren – schlägt den Bogen von den gesellschaftlichen Zersetzungsprozessen Ende des 19. Jahrhunderts zu der Verlust-Epoche Gegenwart. Das Solo, inszeniert von Rudolf Frey, setzt seinen Spieler – einsam – in die Mitte einer sich immer weiter vereinzelnden und parasozial vereinsamenden Gesellschaft. Der junge Südtiroler Schauspieler Fabian Mair Mitterer verleiht der Tschechowschen Welt mit ihren grassierenden FOMO- und No-Future-Gefühlen ein zeitgenössisches, tragikomisches Gesicht.
  • Es gibt Termine vom 15 Mai 2027 bis 23 Mai 2027
    MUSICAL Gesangstexte von Tim Rice Musik von Andrew Lloyd Webber Deutsch von Michael Kunze con soprattitoli in italiano Koproduktion mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient Der Erzähler Che lässt das Leben der einflussreichen und sehr jung verstorbenen Eva Perón – bekannt als Evita – Revue passieren, nicht ohne auch die Schattenseiten ihres Aufstiegs zu benennen. Als das aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mädchen Maria Eva Duarte nach Buenos Aires kommt, treibt sie ein großes Ziel an – Erfolg. Dank ihrer Ausstrahlung klettert sie die Leiter des Ruhms empor und trifft schließlich den Mann, der ihr Schicksal bestimmen wird: Juan Perón. In ihren politischen Idealen vereint und von Evas Popularität gestärkt wird Perón zum Präsidenten Argentiniens gewählt. Das Volk feiert Evita aufgrund ihres sozialen Engagements als „Engel der Nation“, während ihre Gegner sie wegen Korruption und Machtbesessenheit kritisieren. Unaufhaltsam steigt Evita nach oben, doch ihre Kräfte schwinden… Im weltberühmten Musical „Evita“ zeichnen Andrew Lloyd Webber und Tim Rice geschickt das faszinierende, aber nicht unumstrittene Leben der argentinischen First Lady Eva Peron nach. Die durchkomponierte Rockoper erobert seit ihrer Uraufführung 1978 die Bühnen der Welt, gewann unzählige Preise und landete mit dem Lied „Don’t cry for me Argentina” einen Welthit. Der argentinische Regisseur Marcos Darbyshire schaut in seiner ersten Inszenierung an den Vereinigten Bühnen Bozen zugewandt kritisch auf die politische Geschichte seiner Heimat und stellt sich der Herausforderung, Mythos und Wahrheit in einer eindrucksvollen Bühnenshow zu verbinden.
  • Thom Luz Ein rauchendes Autowrack auf einer nächtlichen Waldlichtung, aus dessen kaputtem Radio romantische Salon-Träume von Felix Mendelssohn Bartholdy rauschen. Diese musikalische Crash-Skulptur wird im Lauf einer Vorstellung von fünf Klang- und Illusionsexpert*innen minutiös aufgebaut - Scherbe um Scherbe, Klang um Klang. In der Gegenüberstellung zu dieser sich langsam zusammensetzenden Blech-Katastrophe erweitert ein elektrisches Kammermusiktrio Mendelssohns Klavierzyklus Lieder ohne Worte um ungeahnte Hall- und Geräuschdimensionen. So wird das Ende eines Road-Movies zum Ausgangspunkt der neuen Musiktheater-Entwicklung des Schweizer Regisseurs und Bühnenbildners Thom Luz. Lieder ohne Worte handelt von Schock und Sprachlosigkeit, von Perspektivenwechseln, Zerstörung und Zukunft und der notwendigen Neukonstruktion der Gegenwart. Wie haben wir uns gegen die Wand gefahren? Existieren wir noch? Und was nun? Wo die Worte nicht hinreichen, formieren sich die Töne neu. Im Zusammenspiel von katastrophischen Bildern und musikalischen Überlagerungen entsteht eine filigrane, minutiös durchdachte Raumkomposition. Wenig Sprache auf Deutsch/Englisch/Französisch mit Untertiteln.

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