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Tanz BZ: BALLETTO DEL SUD Wassily b3, Effetto Lazarus - Veröffentlicht von FondazioneHaydnStiftung

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Balletto del Sud zeigt gleich zwei Werke die auf Partituren großer Komponisten beruhren. Der Pianist Scipione Sangiovanni spielt erst zu Wassily b3 Skrjabin und liefert dann mit Saint-Saëns berühmtem Danse Macabre den Soundtrack zu Lazarus-Effekt, einer Arbeit in Anlehnung an die Studien des amerikanischen Biologen Robert Cornish, der in den 1930er Jahren versuchte, Tote zum Leben wiederzuerwecken. Der Titel Wassily geht auf den berühmten Wassily Sessel aus Leder und Metall (auch bekannt als Modell b3) zurück, der 1925 von Marcel Breuer, einem der wichtigsten Vertreter des Bauhauses, entworfen wurde und schnell Kultstatus erlangte. Der Name Wassily ist eine Hommage an Kandinsky, dem Breuer sein Werk widmete, als ihm zu Ohren kam, der Maler wünsche sich das erste Exemplar für seine Wohnung. Wassily b3 ist eine grandiose Choreografie in zehn Bildern, in denen sich die Architektur- und Designvisionen des deutschen Rationalismus und der von dieser künstlerischen Strömung des frühen 20. Jahrhunderts propagierte Lebensstils kreuzen. Der zweite Teil des Abends steht im Zeichen von Lazarus-Effekt, einem Stück, in dem Franzutti Register und Atmosphäre wechselt und seinen vielseitigen Tänzern Raum gibt, ihr Können zu zeigen. Das Publikum wird in eine Art Leichenschauhaus entführt, wo die Körper junger Opfer mit einem „Lazarus-Serum“ behandelt werden, um sie wieder von den Toten aufzuerwecken. Das auf Saint-Saëns Dance macabre basierende und in seiner Bildsprache an Degas berühmtes Gemälde Das Ballett von Robert Diable (1871) erinnernde Stück ist eine atemberaubende Neuinterpretation der Experimente des amerikanischen Biologen Robert E. Cornish (1903-1963).

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