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Tanz BZ: Latifa Laâbissi / WITCHES GESTURES - Veröffentlicht von FondazioneHaydnStiftung

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Event-Informationen

Erneut gestalten Tanz Bozen und Museion gemeinsam die Donnerstagabende des Festivals (18. und 25. Juli). Das Projekt, das auf der Fassade des Museion und in der Passage zu sehen sein wird, dreht sich dieses Jahr um die französische Tänzerin und Choreografin Latifa Laâbissi und das Künstlerinnenduo Renate Lorenz und Pauline Boudry. In Witches gestures (Hexengesten) verschmelzen die Performance Ecran Somnambule (2012) von Latifa Laâbissi und Silent (2017), eine Videoinstallation von Renate Lorenz und Pauline Boudry.
Der choreografische Part von Laâbissi hat historische Wurzeln: den berühmten, kurzen Hexentanz von Mary Wigman (1927), der hier auf 32 Minuten ausgedehnt wird. Im Zeitlupentempo und mit viel Geduld nimmt die Choreografin den subversiven, beunruhigenden Tanz dieser Frauenfigur, die zur Ikone des deutschen Ausdruckstanzes avancierte, auseinander. Auch das Video Silent setzt sich frontal mit einer Figur am Rande der Gesellschaft auseinander: der queeren Sängerin Aérea Negrot. Auf Basis des experimentellen Musikstückes 4’33 des Komponisten John Cage aus 1952, in dem die Vorgabe an die Musiker ist, für den angezeigten Zeitraum NICHT zu spielen, flirten Lorenz und Boudry mit dem Musikvideo der Sängerin. Lorenz und Boudry benutzen die Stille als intensive Erfahrung, aus der Überzeugung heraus, dass zur Stille gezwungen zu werden, keine Stimme zu haben, einen ausdrucksstarker Akt performerischen Widerstandes darstellt. Beide Werke bereichern sich bei der Neuaufbereitung der zugrundeliegenden Klassiker gegenseitig durch die Resonanz ihrer Archetypen, die so bahnbrechend wie unbegreiflich sind und bleiben.


? Am 18. Juli findet vor der Performance ein Talk mit Pauline Boudry statt. Museion, 21.00 Uhr

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