ANACRONÌA
Johann Christian Bach
Flute quartet in C Major W.B 58 (1776)
Karl Friedrich Abel
Flute quartet in D Major WK 226 (1770)
Juan Oliver Astorga
Trio for two violins and bass
Carl Philipp Emanuel Bach
Divertimento in G Major H. 642
Joseph Haydn
Flute quartet in D Major Op.5, Hob.II: D9 (1767)
Die blühende Londoner Musikszene hat ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert, als private Impresarios den Einfall hatten, Konzertreihen in den nobelsten Räumlichkeiten der Hauptstadt zu veranstalten und dafür Eintritt zu verlangen.
Eine dieser Konzertreihen wurde vom gefeierten Sopran Teresa Cornelys ins Leben gerufen und erlangte im ausgehenden Jahrhundert außergewöhnliche Popularität, als Johann Christian Bach und Karl Friedrich Abel in den eleganten Salons am Hannover Square auftraten.
Der heutige Zuhörer wäre entsetzt vom Durcheinander, das während der Vorstellungen herrschte, wo das Publikum nicht nur abrupt vom Lachen zum Weinen übergehen konnte, sondern vor allem ganz bequem im Sessel sitzend nach Lust und Laune plaudern durfte.
Die Musik indes war erstklassig, wie das Programm des Ensembles Anacronìa belegt: Selbstredend kamen Originalkompositionen von Bach, Abel und ihrem Mitstreiter Juan Oliver Astorga zur Aufführung, das Repertoire umfasste aber auch Werke von Meistern wie Carl Philipp Emanuel Bach und Joseph Haydn.
Sepidar Ensemble and Sepideh Raissasat
Die Sängerin Sepideh Raissasat und das Sepidar Ensemble widmen sich in diesem Programm der persischen klassischen Musik und ihrem zentralen Ordnungsprinzip, dem Dastgāh. Dieser ist weit mehr als ein System von Tonleitern oder harmonischen Formeln: Der Dastgāh bildet die Grundlage einer eigenständigen musikalischen Sprache, die über Generationen mündlich von Meister zu Schüler weitergegeben und in jeder Aufführung neu gestaltet wird. Seine heutige Form entwickelte sich während der Kadscharenzeit zwischen dem 18. und frühen 20. Jahrhundert. Bis heute bildet der Dastgāh das Herz der iranischen Kunstmusik. Seine Lebendigkeit beruht auf dem Zusammenspiel von Überlieferung und schöpferischer Freiheit. Das Sepidar Ensemble versteht Tradition als einen lebendigen Prozess. Die Musik entfaltet sich im Spannungsfeld von Kontinuität und Veränderung – ein Raum, in dem die Vergangenheit im gegenwärtigen Hören immer wieder neu Gestalt annimmt.
SHUNSKE SATO Leitung
Johann Sebastian Bach (1685–1759)
Violin concerto in D minor BWV1052r
Allegro
Heinrich Biber (1644–1704)
Battaglia à 10
Georg Philipp Telemann (1681–1767)
Ouverture La Bourse in B flat Major TWV55:B11
Wilhelm Friedmann Bach (1710–1784)
Excerpt from Fantasia in a minor for solo harpsichord F 23
Symphony in A Major (Fragment) F70
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Ouverture-Suite n. 4 in D Major BWV 1069
Ouverture, Bourrée 1&2, Gavotte, Menuet 1&2, Réjouissance
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