Die Mandoline im Paris des 18. Jahrhunderts
PIZZICAR GALANTE
ANNA SCHIVAZAPPA Mandoline
Giovanni Battista Gervasio (m. Napoli, c. 1730 – m.? dopo il 1786)
Sonata in do maggiore per mandolino e basso continuo
Autore anonimo (da Francesco Mancini et F. B. Conti)
Sonata VI in sol minore
Autore anonimo (da Francesco Mancini et F. B. Conti)
Sonata Prima in do maggiore
Autore anonimo
La Fürstenberg
Giovanni Battista Gervasio (n. Napoli, c. 1730 – m.? dopo il 1786)
Sonata in re maggiore
Die Mandoline ist heute nahezu in Vergessenheit geraten, wenn man einmal von einem nostalgisch verbrämten Neapel-Klischee absieht. Dabei erfreute sich das aus Neapel stammende Instrument an einem gewissen Zeitpunkt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts europaweit größter Beliebtheit.
Das Konzert des Ensembles Pizzicar Galante mit der Solistin Anna Schivazappa porträtiert das goldene Zeitalter der Mandoline, als berühmte neapolitanische Virtuosen wie Giovanni Battista Gervasio und Gabriele Leone mit Tourneen durch ganz Europa zu ihrer Verbreitung beitrugen. Besonders im damaligen Frankreich widmeten sich Adel und Bürgertum dem Erlernen des Mandolinenspiels mit Hilfe von italienischen Lehrern und Methoden, die – sehr zur Freude der Laien – unter anderem auch Grundregeln umfassten, um Arien aus der Comédie Italienne singen zu können, während man sich selbst auf der Mandoline begleitete.