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Konzert des Haydn Orchesters - Dir: Michele Mariotti - Veröffentlicht von FondazioneHaydnStiftung

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Schlusspunkt der Konzertsaison des Haydn Orchesters ist die Fünfte Sinfonie Gustav Mahlers unter der Leitung von Michele Mariotti. Die heute vielleicht bekannteste und beliebteste von Mahlers Sinfonien entstand in den Sommern 1901 und 1902, als der Komponist eine sehr glückliche Zeit verlebte. Mit knapp 40 Jahren war er Musikdirektor der Hofoper und der Wiener Philharmoniker, eine Stellung, die ihm zwar wenig Zeit zum Komponieren ließ, ihn aber zu einem der wichtigsten Dirigenten Europas emporhob. Endlich wurde seine Musik überall bekannt und er genoss die ersehnte Anerkennung. Auch seine finanzielle Situation wendete sich zum Besseren, sodass Mahler eine Villa in Maiernigg am Wörthersee erwerben konnte. 1901 lernte er die sehr viel jüngere Alma Schindler kennen und im März 1902 heiratete das Paar. Auch die Komposition der Fünften Sinfonie verlief weitgehend reibungslos, doch der Erfolg, den das Werk heute genießt, ließ zuerst auf sich warten: Die ersten Aufführungen wurden mit wenig Begeisterung aufgenommen. Mahler feilte jedoch beharrlich immer weiter an dem Werk, bis in die letzten Monate seines Lebens. Die Sinfonie besteht aus den drei, stilistisch stark voneinander abgegrenzten Abteilungen: Die erste, aus zwei Sätzen bestehende Abteilung beginnt mit einem Trauermarsch, gefolgt von „Stürmisch bewegt“. Die beiden Sätze stehen in ständigem Austausch zueinander: Der erste Teil eröffnet mit einem Verweis auf die Trompete im Generalmarsch der österreichisch-ungarischen Truppen, um sich dann als furchtreinflößender Trauermarsch fortzusetzen, der den Charakter und das Thema des zweiten Satzes bereits antizipiert. Eine völlig andere Stimmung vermittelt das Scherzo, in dem das Horn eine herausragende Solistenrolle erhält. Ein lebhafter, tänzerischer Satz, der irgendwo zwischen Ländler und elegantem Walzer angesiedelt ist. Die heterogenere dritte Abteilung schließt an das berühmte Adagietto ein raffiniertes finales Rondo an, in dem Fragmente der vorangegangenen Sätze in einer dichten, wirbelnden Polyphonie wieder auftauchen.

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