Einloggen

Einloggen

Konzert des Haydn Orchesters - Dir: Michele Mariotti - Veröffentlicht von FondazioneHaydnStiftung

0
×

Achtung

Dieses Event ist vorbei, bleibe mit uns für weitere Events

Event-Informationen

Opernprojekte verfolgte Beethoven jede Menge, doch nur eines brachte er zur Vollendung, und auch dieses nur unter zahlreichen Schwierigkeiten: den Fidelio. Von dieser Oper existieren drei Versionen, die im Laufe ihrer Entwicklung auch den Titel wechselten, von „Leonore“, dem Namen der Titelheldin, zu „Fidelio“, jenen Namen, den Leonore wählt, als sie sich als Mann ausgibt, um den geliebten Florestan zu retten. Zeugnis von jener komplizierten Entstehungsgeschichte, die bis zur Vollendung einen Zeitraum von über zehn Jahren umfasste, geben auch die sage und schreibe vier Ouvertüren zu Fidelio. Im Rahmen des Konzertabends präsentiert Michele Mariotti mit der „Leonoren-Ouvertüre Nr. 3“ das längste der vier Stücke, das schon so ausgereift war, dass er sich als sinfonisches Gedicht, das alle Elemente der Handlung in sich trug, unabhängig von der Oper behaupten konnte. Viel intimer als Beethovens große Gegenüberstellung moralischer Ideale ist der Geist, der Anton Weberns „Langsamer Satz“ beseelt. Das Stück für Streichquartett (hier in der Version für Streichorchester) schrieb der Komponist mit nicht einmal 22 Jahren. „Ach, könnte ich doch ewig neben meiner Liebsten durch die Blumenwiesen wandeln, mit dem Gefühl, mit dem Universum im Reinen zu sein, ohne Sorgen und frei wie die Lerche am Himmel über uns“, so beschreibt Webern seinen Gemütszustand während dieser Monate. Sein Langsamer Satz strahlt eine emotionale Spiritualität und Symbolkraft aus, wie man sie typischerweise aus den Gemälden Segantinis kennt, die Webern sehr bewunderte. Mit der Sinfonie „Eroica“ hingegen wenden wir uns wieder der Musik Beethovens zu. Die Anekdote hinter der Widmung der Sinfonie, die sein Schüler Ferdinand Ries für die Nachwelt erzählte, ist mittlerweile zur Legende geworden: Beethoven wollte die Sinfonie Napoleon Bonaparte widmen, als dieser noch Konsul war, doch sobald er von dessen Krönung zum Kaiser erfuhr, die er als Verrat an den Idealen der Revolution empfand, geriet er dermaßen in Rage, dass er die Widmung ausradierte und das Werk kurzerhand umbenannte: „Sinfonia Eroica, composta per festeggiare il sovvenire di un grand'uomo“ (Heroische Sinfonie, komponiert, um die Erinnerung an einen großen Mann zu feiern) – der große Mann war offenkundig nicht mehr Napoleon.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Könnte dich auch interessieren :

  • Jonah Parzen-Johnson: baritone sax Lau Nau: sound artist „A Few We Remember“ ist das Debütalbum eines besonderen neuen Duos: der finnischen Komponistin Lau Nau (Laura Naukkarinen) und des amerikanischen Baritonsaxophonisten Jonah Parzen-Johnson. Ihre Musik bewegt sich zwischen rauer Atmosphäre, zarten Melodien und spielerischer Leichtigkeit. Im Zentrum steht das Erzählen von Geschichten – nicht als Handlung, sondern als Gefühl. Erinnerungen, flüchtige Begegnungen und intime Momente werden zu Klang. Zwei eigenständige Künstler mit gemeinsam 22 Alben im Rücken finden hier zu einer neuen, überraschenden Klangsprache. Ein stilles, intensives Hörerlebnis, das weniger erklärt als spürbar macht.
  • Im September 1872 macht der Bibliothekar der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, Carl Ferdinand Pohl, deren künstlerischen Leiter Johannes Brahms auf sechs Feldparthien für Blasinstrumente aufmerksam, die Haydn zugeschrieben werden. Im Sommer 1873 komponiert Brahms Variationen über einen Choral aus der sechsten Feldparthie und „trainiert“ damit die kontinuierliche Verwandlung und Fortentwicklung von Motivbausteinen und orchestralen Arrangements, die sein späteres sinfonisches Werk prägen werden. Mit seinem einzigen vollendeten Violinkonzert setzt Beethoven 1806 die Evolution einer Gattung fort, die bis zu diesem Zeitpunkt vom Concerto der italienischen Barockmeister bis zu Mozart führt. Das sinfonisch angelegte Werk mit dem schier endlosen Kopfsatz scheint den Violinkonzerten von Brahms, Tschaikowsky oder Sibelius näher zu stehen als den Vorgängern aus dem 18. Jahrhundert. Ein Schalk, von Anfang an: Am 12. Mai 1926 wird Schostakowitschs 1. Sinfonie – seine Abschlussarbeit am Leningrader Konservatorium – uraufgeführt und anschließend von Bruno Walter und Arturo Toscanini international bekannt gemacht. Einflüsse von Strawinsky, Prokofjew, Mahler oder Hindemith verschmelzen in der Partitur des 19-Jährigen zu einer originellen und eigensinnigen Tonsprache, mit ironischen und komischen Kunststücken, die man aus dem Zirkus oder dem Stummfilm kennt, aber – noch – nicht aus dem Konzertsaal.
  • Ende 1946 vertont Richard Strauss das Gedicht „Im Abendrot“ von Joseph von Eichendorff. 1948 liest er Lyrik von Hermann Hesse und wenige Monate später hat der 84-Jährige drei Lieder mit dessen Gedichten vollendet. Nach seinem Tod im September 1949 fasst der Verleger Ernst Roth die Orchesterwerke unter dem Titel „Vier letzte Lieder“ zusammen - ein grandioser Nachruf auf das romantische Kunstlied, in dem der Komponist auch seine 60 Jahre zuvor entstandene Tondichtung „Tod und Verklärung“ zitiert. Kein „originelles Fühlen‘“ oder das „erste wirkliche musikalische Ereignis im 20. Jahrhundert“? Gustav Mahlers 1899 und 1900 ursprünglich als sinfonische Humoreske konzipierte vierte Sinfonie befremdet das Publikum. Das Werk verzichtet auf romantisches Pathos, der Orchesterapparat ist reduziert, ein Programm ist – auf den ersten Blick – nicht erkennbar. Auf den skurrilen Totentanz im zweiten Satz folgt im Finale – dem Kern des Werks, auf den alles zuläuft – das Lied „Der Himmel hängt voller Geigen“ aus „Des Knaben Wunderhorn“. „Wir tanzen und springen“, jubeln die Engel im Paradies, während sich die Musik dem kindlich-naiven Humor „ersterbend“ zu widersetzen scheint. Mahler hat die von ihm abgebildete „verkehrte“ Welt beschrieben: „Es ist alles auf den Kopf gestellt, die Kausalität hat ganz und gar keine Gültigkeit! Es ist, wie wenn du plötzlich auf jene uns abgewandte Seite des Mondes blicktest.“

Trag deine Veranstaltungen in den ersten und beliebtesten Veranstaltungskalender Südtirols ein!

BIST DU SCHON REGISTRIERT?

LOGGE DICH EIN

NOCH NICHT?

Verpasse nicht die besten Veranstaltungen in Südtirol!

ABONNIERE UNSEREN WÖCHENTLICHEN NEWSLETTER

Möchtest du deine Events in unserem Magazin veröffentlicht sehen?

ERHALTE EINEN MONATLICHEN HINWEIS ZUM REDAKTIONSSCHLUSS

Möchtest du deine Veranstaltungen oder dein Unternehmen bewerben? Wir sind dein idealer Partner und können maßgeschneiderte Lösungen und Pakete für alle deine Bedürfnisse anbieten.

GEHE ZUR WERBEBEREICH

KONTAKTIERE UNS DIREKT

INSIDE EVENTS & CULTURE

Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo.
Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446.
Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..