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Konzert des Haydn Orchesters - Dir: Ottavio Dantone - Veröffentlicht von FondazioneHaydnStiftung

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Nach Beethovens Siebter widmet sich Maestro Dantone nun einer weiteren großen 7. Sinfonie: jener Gustav Mahlers. Es handelt sich dabei wohl um die vielschichtigste, mysteriöseste der insgesamt neun Sinfonien des großen Komponisten. Erste Entwürfe dafür entstanden bereits im Jahr 1904, als er an seinem Rückzugsort am Kärntner Wörthersee Momente großen Glücks mit der Familie durchlebte, die sein Schaffen beflügelten. Inspiriert von der Schönheit der Natur entstanden die beiden Nachtmusiken, die der Sinfonie mit ihren Anspielungen auf nächtliches Geflüster, Rascheln und Flügelschlagen nachträglich den unautorisierten Beinamen „Lied der Nacht“ einbrachten. Sie bilden die Basis der pyramidenartig strukturierten Sinfonie, die in der Mitte in ein Scherzo gipfelt, dem ebenfalls etwas Düsteres, Vages, fast Gespenstisches anhaftet, wie die Satzüberschrift „Schattenhaft“ bereits vorwegnimmt. Eingerahmt werden diese drei Sätze von zwei längeren und formal breiter ausformulierten Abschnitten, die mit einem feierlichen Trauermarsch im Ersten Satz (zu dem Mahler durch das Geräusch der Ruder auf der Wasseroberfläche des Wörthersees inspiriert wurde) und einem überschwänglichen Rondo als Finale sinnbildlich die Ufer bilden, zwischen denen Nachtmusiken und Scherzo dahinfließen. Im Gegensatz zum eher düsteren Klang der restlichen Sinfonie werden im Finale nun die nächtlichen Geister ausgetrieben, bis dann am Anfang des Rondos die Pauken in ein freudiges „con bravura“ ausbrechen, gefolgt von einem schwungvollen, fast übermütigen Reigen aus musikalischen Verweisen, darunter besonders deutlich ein Fugato auf ein Thema aus Wagners Meistersingern. Die Vertreibung der Geister galt jedoch nicht für das echte Leben Gustav Mahlers. Zwar entstand die 7. Sinfonie am Höhepunkt seines Erfolges als Komponist, doch zum Zeitpunkt der Uraufführung im Jahr 1908 war die Euphorie bereits der Tragödie gewichen: Seine erste Tochter war gestorben, Mahler wurde eine Herzkrankheit diagnostiziert und die wachsenden Konflikte mit der Wiener Musikwelt führten schließlich zu seiner Entlassung als Hofoperndirektor.

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