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Upload School Südtirol Workshop + Coaching - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Nach der erfolgreichen Premiere von Upload School im vergangenen Jahr in Trient wird das Angebot von Workshops und Coaching-Aktivitäten für Schülerinnen und Schüler, Musikstudierende, Musikerinnen und Musiker in Ausbildung - unter 21 Jahren - nun auch auf Südtirol ausgeweitet.

Seit Beginn an liegt der Fokus von UploadSounds, dem wichtigsten Euregio-Musikprojekt, auf der Förderung junger Talente sowie ihrer Weiterentwicklung und Steigerung ihres Bekanntheitsgrades. Mit der im letzten Jahr ins Leben gerufenen, neuen Fortbildungsreihe „Upload School“, bestehend aus Workshops und Coaching-Aktivitäten soll die Förderung und Aufwertung junger musikalischer Talente der Euregio noch mehr in den Mittelpunkt rücken.

"In den vergangenen Jahren hat es Upload vielen Künstler*innen ermöglicht, ihre Musik einem breiten Publikum vorzustellen. Die musikalische Qualität der Teilnehmer*innen war so hoch, dass beschlossen wurde ein Projekt ins Leben zu rufen, welches noch intensiver in die musikalische Zukunft von jungen Musiker*innen investieren möchte. Upload School bringt junge Menschen in direkten Kontakt mit der nationalen Plattenindustrie, ihren Produzenten und Agitatoren und hilft ihnen zu verstehen, wie sie ihre Musik verbessern und in welcher Form sie diese der Musikbranche vorstellen können“, betont Andrea Polato, Projektleiter von Upload School Südtirol.

Matteo Cantaluppi, Ale Bavo, Fede Dragogna und Ivan Rossi – so lauten die Namen der vier in der italienischen Musikszene aktiven Produzenten, die im Rahmen von Upload School 2021 nach Bozen kommen werden, um ihr wertvolles Insider-Wissen weiterzugeben. In enger Zusammenarbeit mit den jungen Teilnehmer*innen werden sie wichtige Themen aus der Musikbranche aufgreifen, durchleuchten und erklären und somit wertvolle Hilfestellung leisten.

Die Anmeldung für Upload School ist noch bis zum 15. Oktober 2021 an folgende Mailadresse school@uploadsounds.eu möglich. Der Anmeldung muss ein Link zu einem Musikstück beigefügt werden. Achtung: Die Zahl der Teilnehmer*innen an Upload School ist begrenzt. Die Einschreibung zu Upload School gilt gleichzeitig auch als Registrierung für UploadSounds.


Das Upload School 2021 Programm

Samstag, 23.10.2021
Der Weg eines Songs: von der Aufnahme bis zum Mastering. Über die Beziehungen zu Plattenfirmen, Künstler*innen und Manager*innen
Dozent: Matteo Cantaluppi
Ort: Beat Studios, Galvanistudio 6/c, Bozen

Der Workshop dauert 6 Stunden und soll den Teilnehmer*innen die Entstehung eines Songs, die verschiedenen Etappen von der Produktion über das Arrangement bis hin zur Fertigstellung und Verbreitung vor Augen führen. Die angesprochenen Themen sind vielfältig, die Interaktion der Teilnehmer*innen erwünscht.

Das Treffen richtet sich an alle eingeschriebenen oder ausgewählten Upload-School-Teilnehmer*innen unter 21 Jahren. Je nach Kapazität und Anzahl der Teilnehmer*innen kann der Workshop auch auf Musiker*innen über 21 Jahre ausgeweitet werden.

Matteo Cantaluppi ist Produzent, Tontechniker, Musiker, Komponist und Gründer des Aufnahmestudios Mono Studio in Mailand. Er hat unter anderem mit Künstler*innen wie Dimartino, Thegiornalisti, Alberto Fortis, Ex Otago, Canova, Le Vibrazioni, Fast Animals and Slow Kids, Dardust, Bugo, Arisa und Dente gearbeitet. Außerdem ist er als Dozent an einigen der besten Schulen in Italien und im Ausland tätig. Cantaluppi selbst hat mehrere experimentelle Alben veröffentlicht, darunter das Album „Frontera“ eine Zusammenarbeit mit dem italienischen Elektromusik-Pionier Giuseppe Banfi und „Ma“ zusammen mit dem Ambient-Trio P.C.M.
matteocantaluppi.com; ilmonostudio.com


Donnerstag, 28. 10.2021 und Freitag, 29.10.2021
Open Studio Session
Dozenten: Ale Bavo, Fede Dragogna, Ivan Rossi
Ort: Beat Studios, Galvanistudio 6/c, Bozen

Was genau passiert bei einer Studioproduktion? Was macht einen Klang, eine Melodie, ein Wort oder einen Rhythmus innerhalb einer Komposition zur Besonderheit? Wie kann ich am besten mit den mir zur Verfügung stehenden Instrumenten umgehen? Diese und noch wie viele weitere Punkte werden während dieser sehr interessanten zweitägigen Open Studio Session behandelt. Für den Workshop werden die Tracks der Upload-School-Teilnehmer*innen angehört und zwei Künstler*innen ausgewählt, die am 28. und 29. produziert werden. Die Open Studio Session ist eine einmalige, bis dato noch nie gebotene Gelegenheit, ad hoc ins Leben gerufen, um wichtige Protagonisten der nationalen Musikszene nach Bozen zu bringen und mit talentierten Nachwuchskünstler*innen zu vernetzen und auf das große Potenzial aufmerksam zu machen, das manchmal aufgrund fehlender Kontakte zur Plattenindustrie nicht sichtbar ist.

Die neben den Teilnehmer*innen verfügbaren Publikumsplätze werden in Übereinstimmung mit den geltenden Vorschriften zu Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben.

Ale Bavo ist Musiker, Plattenproduzent und Komponist und hat unter anderem mit Künstler*innen wie Mina, Subsonica und Levante zusammengearbeitet.
Fede Dragogna ist Produzent und Gitarrist der italienischen Alternative Rock Band Ministri.
Ivan Rossi ist Tontechniker, Musikproduzent und Dozent an der School of Audio Engineering in Mailand.

Die Anmeldung für UploadSounds 2021 läuft seit 30. Juni 2021. Musikerinnen und Musiker, Bands und Producer unter 35 Jahren, die in Südtirol, dem Trentino oder in Tirol ansässig sind, haben bis 20. November 2021 die Möglichkeit, sich auf der Webseite uploadsounds.eu für die 13. Ausgabe des wichtigsten Euregio-Musikprojekts anzumelden. Die Anmeldung ist kostenlos.

Das Reglement von UploadSounds 2021 ist unter www.uploadsounds.eu einsehbar.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

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Die austro-deutsche Tradition — so zentral für das Recital-Leben — lässt sich nicht sinnvoll spielen, ohne den Kontakt zu den vernacularen, körperlichen und ritualhaften Quellen aufrechtzuerhalten, aus denen sie hervorgegangen ist: Volksrhythmus, Tanz, Gesang, Geste. Geht dieser Kontakt verloren, droht der Kanon zu einem Museum von Gesten zu werden statt zu einer lebendigen Sprache. Programmieren ist daher für mich kein kuratorischer, sondern ein existenzieller Akt: eine anthropische Ausrichtung zwischen dem, was gespielt wird, und der Weise, wie man hört, lebt, erinnert und in der Welt steht. Meine Toccata (Preludio, Fantasia, Ciaccona über ein Thema von Busoni) ist eine originale Komposition, die in explizitem Dialog mit Busonis Praxis steht. Der Bezug ist weder Imitation noch dekorative Huldigung, sondern prozedural und ethisch. Titel, Struktur und die parenthetische Form greifen bewusst Busonis eigene Toccata auf, während die Verwendung eines Busoni-Themas einer für sein Denken zentralen Praxis folgt: Komposition als Transformation, Transkription als schöpferisches Denken, Tradition als lebendiges Material. So wie Busoni sich frei von Bach zu Chopin und von notierter Musik zu vernacularen Quellen bewegte, behandelt dieses Werk das Erbe nicht als etwas, das unversehrt zu bewahren ist, sondern als etwas, das geprüft, gebogen und durch Berührung neu ausgesprochen werden muss. Die Drei konzertanten Glossen aus dem spanischen Liederbuch entspringen derselben Linie, führen sie jedoch in eine bewusste Erweiterung des Repertoires weiter. Die iberische Musik hat selbstverständlich eine reiche pianistische Tradition hervorgebracht, die in vernacularen Idiomen wurzelt. Weitgehend marginal geblieben ist jedoch die Transformation musikalischer Sprachen, die traditionell außerhalb des klassischen Kanons stehen, in Konzertrepertoire: Copla, Zarzuela, populäres Theaterlied, Bolero, tauriner Gesang. Diese Glossen bewegen sich genau in diesem Feld, bewusst im Geiste Ferruccio Busonis, für den Transkription und Bearbeitung keine sekundären Handwerke waren, sondern zentrale Formen der Komposition — Weisen, musikalisch durch die Transformation überlieferten Materials zu denken. Es sind keine Arrangements und keine folkloristischen Stilisierungen. Es sind Glossen im mittelalterlichen Sinne: Akte musikalischen Denkens, die von innen heraus aus einem lebendigen Vernakular hervorgehen, geschrieben für den modernen Konzertflügel mit vollem Bewusstsein seiner architektonischen und virtuosen Möglichkeiten. In diesem Sinne versuchen sie, einen pianistischen Weg zu eröffnen, der dem vergleichbar ist — ohne ihn zu imitieren —, was Liszt mit ungarischem Material erreicht hat: nicht Bewahrung, sondern Transformation in eine neue konzertante Sprache. Jede Glosse geht von einer konkreten Quelle aus. La Campanera [Die Glockenfrau], eine berühmte andalusische Copla, balanciert Intimität und theatrale Exponiertheit, Begehren und Distanz. Der Chor der Ährenleserinnen aus La Rosa del Azafrán verkörpert kollektive Arbeit, zyklische Zeit und die Würde anonymer Stimmen, die für das spanische Volkstheater zentral sind. Romanze der Tapferkeit, im taurinen Gesang verwurzelt, konfrontiert Mut nicht als Bravour, sondern als Ausgesetztheit — als Ethik des Standhaltens angesichts des Risikos. In allen drei Fällen wird das Vernakulare nicht als Farbe zitiert, sondern darf Form, Konflikt und Virtuosität von innen heraus hervorbringen. Innerhalb dieses Rahmens erscheint Joaquín Turinas Sonata Pittoresca op. 24 nicht als pittoreske Beschreibung, sondern als Meditation über das Wohnen. In der spanischen Kunst ist Ort selten bloße Landschaft. Er ist gelebte Zeit, bewohnter Rhythmus, eine Weise des Seins. Titel benennen Räume nicht, um sie darzustellen, sondern um sie musikalisch zu bewohnen. Sanlúcar de Barrameda fungiert hier als ein locus amoenus, beinahe arkadisch, jedoch niemals idealisiert oder vom Leben gelöst. Turm, Straße, Strand und Fischer artikulieren komplementäre Modi des Wohnens: Distanz ohne Herrschaft, Koexistenz ohne Hierarchie, Suspension ohne narrative Entwicklung, Wiederholung ohne Spektakel. Die Straße bringt Reibung, der Strand setzt die Zeit zwischen Land und Meer aus, die Fischer verkörpern Arbeit als Rhythmus statt als Bild. Turinas Form bietet keinen Zufluchtsort; sie verlangt Verantwortung. Nach der Pause entfaltet sich mein Zyklus der 21 Tientos. Diese Stücke wurden weder als geschlossenes System noch als vorgefertigter Zyklus konzipiert. Sie sind im Laufe der Zeit einzeln entstanden, als Antworten auf konkrete Situationen — persönliche, geografische, historische. Der Begriff tiento wird in seinem ursprünglichen iberischen Sinn verwendet: versuchen, tastend vorgehen, berühren ohne zu besitzen. Die angegebenen modalen Bezüge funktionieren nicht als theoretische Systeme, sondern als poetische Orientierungen von Atem, Schwerkraft und zeitlichem Druck. Geräusch und Gesang, Stillstand und Gewalt, Ritual und Unterbrechung koexistieren ohne Auflösung. Städte, Landschaften, Sprachen und Formen des Exils sind nicht als Erzählung eingeschrieben, sondern als Spannung. Identität wird nicht behauptet; sie wird als Bewegung freigelegt. Das Klavier wird nicht als neutrales Instrument behandelt, sondern als ein erinnernder Körper. Das Recital endet mit Manuel de Fallas Fantasía Baetica, in der die innere Einheit des Programms explizit wird. Tief im Flamenco und im Cante Jondo verwurzelt, behandelt das Werk Rhythmus als Gesetz statt als Farbe und Geste als Notwendigkeit statt als Effekt. Zugleich öffnen Fallas Beschäftigung mit indischer Musik und das Studium des Raga das Stück zu einem weiteren Verständnis von Modalität, zyklischer Zeit und melodischer Schwerkraft jenseits der westlichen funktionalen Harmonik. Diese Begegnung schwächt die klassische Tradition nicht; sie erneuert sie von innen heraus. Präzision ist hier nur die minimale Bedingung. Ohne Risiko wird Genauigkeit leer. Das Werk schließt das Recital nicht — es stellt es zur Rede. Dieses Programm schlägt keine Hierarchie zwischen Komposition und Interpretation vor und trennt nicht zwischen Tradition und Erfindung. Es schlägt eine Praxis vor: eine, in der der Musiker als Generalist steht, nicht um alles zu beherrschen, sondern um durchlässig zu bleiben für das, was ihm vorausgeht und ihn übersteigt. Wenn heute Abend etwas ungeschützt bleibt, dann deshalb, weil es nicht geschützt wurde. Vielleicht heißt heute Musik zu machen einfach dies: Klang, Erinnerung und Gegenwart aufeinandertreffen zu lassen, ohne um Erlaubnis zu bitten. Josu de Solaun
  • Orchesterleitung Timothy Brock Programm Timothy Allen Brock: Musik zu „The Immigrant“ (Regie: Charlie Chaplin, USA 1917) Timothy Allen Brock: Musik zu „One Week“ (Regie: Buster Keaton und Edward F. Cline, USA 1920) Timothy Allen Brock: Musik zu „Liberty“ (Regie: Leo McCarey, USA 1929)
  • Orchesterleitung Michele Mariotti Programma Franz Schubert: Symphonie Nr. 5 B-Dur D. 485 Richard Wagner: Meistersinger. An Orchestral Tribute (Bearb. H. de Vlieger)

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