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Chiara Bettazzi: Retroscena - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Die Fotografie von Chiara Bettazzi bewegt sich in einer Dimension der Nähe zu den Sprachen der Skulptur und Installation, mit denen sie das gleiche Vokabular alltäglicher Gegenstände teilt, die ihre Motive formen. Ursprünglich als Werkzeug zur Beobachtung und Kontrolle des installativen Prozesses entstanden, gewinnt sie im Laufe der Zeit eine eigene Autonomie, indem sie sich zunächst mit dem Genre des Stilllebens auseinandersetzt. Ihre Werke sind objektbasierte Kompositionen, die anfangs auf einer horizontalen Fläche entstehen – als Vanitas oder surrealistisch anmutende Assemblagen – und sich dann über den Tisch hinaus ausbreiten, indem sie auf andere, im Atelier gefundene Träger – Leitern, Paravents, provisorische Strukturen – übergreifen. Diese bilden prekäre Bahnen, um die das Objektgefüge neue skulpturale Gestalten annimmt. Die Fotografie erfasst flüchtige Begegnungen zwischen Objekten in einem Zustand der Übergängigkeit, die bald darauf in die Anonymität des Alltäglichen zurückkehren. Es ist eine performative Dimension der Fotografie, besonders dann, wenn die Künstlerin auch die Gesten des Arrangierens, das zufällige Fallen oder Verschieben zeigt – an der Schwelle zwischen Komposition und Dekonstruktion, Szene und Hinterbühne, wo das Bild den Prozess ständig neu aktiviert und dem Objekt die Möglichkeit einer immer wieder neuen Form zurückgibt.

Retroscena vereint eine Serie jüngerer Fotografien, in denen das Element der Leiter – Sinnbild für den Aufbau der Szene – wiederkehrt, mit einer neuen Installation, die der Ausstellung ihren Titel gibt. Dieses site-specific-Werk wurde aus Backstage-Materialien aus dem Lager von Foto Forum geschaffen – Überreste früherer Ausstellungen. Die Installation verläuft längs durch den Raum, durchschneidet ihn mit einer architektonischen Fläche aus Öffnungen und Schichtungen, die zu materiellen Spuren einer sedimentierten Zeit werden. In diesem Kontext lädt die Künstlerin das Publikum ein, sich durch den Raum zu bewegen und Teil der Szene zu werden – Beobachter:innen und zugleich Akteur:innen in einer spiegelnden, doppelten Umgebung, in der Vorder- und Rückseite ineinander übergehen. In den Falten des Stoffes und den Fragmenten der Objekte taucht die Erinnerung als visuelles Archiv auf, offen für fortwährende Prozesse des Grabens und Neuformens.

Alessandra Tempesti

Chiara Bettazzi wurde 1977 in Prato geboren, wo sie lebt und arbeitet. Ihre Forschung untersucht eine zweifache Dimension: einerseits Raum und Orte, andererseits eine Poetik des Alltäglichen, die sich zwischen Ansammlung und Ausschuss entfaltet. Im Jahr 2015 gründete sie das Projekt Tuscan Art Industry, ein Observatorium zur Wiedergewinnung der Industriearchäologie der Region, in Zusammenarbeit mit Architekturhistoriker:innen, Umweltbiolog:innen, Künstler:innen, Kurator:innen und weiteren Fachleuten. Ihre Fotografien und Installationen reflektieren über Transformation und entstehen im engen Dialog mit der industriellen und urbanen Landschaft. Häufig sind ihre Arbeiten ortsbezogen (site-specific) und reagieren stark auf Raum und natürliches Licht. Ihre Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen, u. a. in: La Galleria Nazionale d’Arte Moderna e Contemporanea (Rom), Casa Masaccio Centro per l’Arte Contemporanea, Collezione Farnesina, Museo di Santa Maria della Scala, Castello di Ama und Villa Rospigliosi. Auswahl wichtiger Ausstellungen: BIENALSUR, Museo di Roma a Palazzo Braschi (2025); Panneggi, Lottozero, Prato (2025); Colorescenze, Centro Pecci, Prato (2024); Recap, Z2o Project, Rom (2024); The Tilt of Time, IED, Florenz (2023); Reverse, Tenuta Dello Scompiglio, Lucca (2023); Standby. Installation View, Museo Galileo & Murate Art District, Florenz (2023); Soggiorno, Villa Rospigliosi, Prato (2023); Rampa di Lancio, Peccioli (2021); Surplace, Galleria Nazionale, Rom (2022); A tutti gli effetti, Villa Romana, Florenz (2020); Cabinet, Castello di Ama, Siena (2019); Il Mondoinfine: vivere tra le rovine, Galleria Nazionale, Rom (2018).

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    11.02.26 – 25.11.26 Deutsch – English – Español – Français – Italiano Dove? Alla biblioteca don bosco di Laives. Quando? Due mercoledì al mese. Le date esatte sono le seguenti: 11 e 25 febbraio, 11 e 25 marzo, 15 e 29 aprile, 13 e 27 maggio, 10 e 24 giugno, 15 e 29 luglio, 12 e 26 agosto, 16 e 30 settembre, 14 e 28 ottobre, 11 e 25 novembre. L’orario è sempre lo stesso: dalle 20:30 alle 21:30. Come funziona? In biblioteca troverai una moderatrice o un moderatore per ogni tavolo, cioè per ogni lingua. In base alla lingua in cui vuoi esercitarti, scegli il tavolo, siediti e…inizia a chiacchierare! Parlerai con la moderatrice o il moderatore e con le altre persone come te sedute a quel tavolo. Se ti stanchi, puoi tranquillamente andare via o cambiare tavolo. In generale, è consigliato avere le conoscenze di base della lingua scelta per poter seguire la conversazione e partecipare attivamente. Quali lingue si parlano? Troverai tavoli per il francese, l’inglese, l’italiano, lo spagnolo e il tedesco. Se c’è qualche altra lingua che ti interessa particolarmente e che vorresti approfondire, puoi segnalarcelo agli incontri o scrivendoci una e-mail. Bisogna prenotarsi? È a pagamento? No, il Caffè delle lingue è gratuito e si può partecipare liberamente. Hai qualche domanda? Scrivici a info@laivescultura.it! Il Caffè delle lingue è un progetto del Comitato per l’Educazione permanete in lingua italiana del Comune di Laives, realizzato in collaborazione con la biblioteca don bosco di Laives. Con il sostegno del Comune di Laives e della Ripartizione Cultura Italiana della provincia Autonoma di Bolzano.
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