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Degenere - Alexander Staffler - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Der Ausstellung „Degenerieren“ von Alexander Staffler liegt ein Konzept zugrunde, das sich mit den Widersprüchen unserer heutigen Gesellschaft beschäftigt. Die vertretenen Werke sind von einer kontinuierlichen Antithese durchzogen, einer unaufhörlichen Suche nach Schönheit in etwas, das scheinbar grotesk erscheint. Der Wunsch, eine fantastische Welt abbilden zu wollen, entspringt der Beobachtung der modernen Gesellschaft, ständig im Zwiespalt mit einer imaginären Realität. Unsere Welt ist facettenreich, ein Durcheinander von Aspekten, Wogen und Saugnäpfen von Meinungen und Formen. Staffler lässt sich von dieser verkorksten Welt inspirieren, um seine eigene verkorkste Kunst zu schaffen, aus der ein Gewirr aus übertriebener Andersartigkeit und Deformität entsteht. Das Konzept der Degeneration spiegelt sich in der Darstellung von Formen und Linien wider, die sich unterscheiden, verändern und transformieren, indem sie von einem ursprünglichen Zustand in einen schlechteren Zustand übergehen.
Der Prozess, der Stafflers Arbeiten zugrunde liegt, ist instinktiv: Seine Kunst entsteht aus einer Skizze, aus einer abstrakten Idee, die sich in seinem Kopf ausbreitet und es schafft, auf grausame und direkte Weise seine Emotionen zu vermitteln. Die zusätzlichen Details rufen Ekel und Faszination zugleich hervor. Alles, was auf die Leinwand gedruckt wird, ist die reine Idee, die das Denken oder Fühlen des Künstlers bewohnt und die in ihrer Authentizität übertragen wird. Während des Malaktes wird Staffler von seinen eigenen Gedanken überwältigt; er ist in der Lage, etwas Lebendiges zu sehen, zu spüren und dieses Bild auf die Leinwand zu übertragen. Diese schwer fassbare Intuition verschwindet sofort. Die Themen sind die Synthese mehrerer Elemente. Ausgangspunkt ist oft eine Zeichnung, die sich auf untergehende Architekturformen, Industrielandschaften und besondere Lebensformen bezieht. Hier verschmelzen mechanische Komponenten mit organischer Materie, um den Strukturen Leben einzuhauchen, die im Kopf des Künstlers festsitzen.
Staffler wählt Materialien und Farben, die bestimmte Stimmungen hervorrufen können. Seine Malerei zeichnet sich durch Schwarz-Weiß aus, dessen Kontrast meist dunkle und verstörende Züge einschließt. Die Formen bestehen aus schwer fassbaren und ungestümen Bewegungen, denen aufeinanderfolgenden Elementen hinzugefügt werden, die durch die Verwendung von Pinseln und kleinen Metall- oder Holzobjekten erlangt werden, mit denen das gewünschte Zeichen mehrmals nachgebildet wird.
Schon früh entwickelte Alexander Staffler eine Leidenschaft für das Zeichnen, geboren aus dem Bedürfnis seinen Bedrückungen Ausdruck zu verleihen. Unbekannte, ängstliche, dunkle oder beunruhigende Themen sind die Elemente, die seinen Stil charakterisieren und auf ein Gefühl verweisen, das mit Melancholie vergleichbar ist. Diese Stimmung von vager Traurigkeit kann aber gleichzeitig als angenehm betrachtet werden. Dieses Gefühl wird flankiert von dem Wunsch, die Schönheit einer nicht existierenden Welt darzustellen, einer untergehenden, unerwünschten und beängstigenden Welt. Die Zukunft, die wir bauen werden, ist der Anstifter einer bevorstehenden Revolution, die die Humanität der Menschheit untergraben könnte.

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  • Es gibt Termine vom 17 Juni 2026 bis 24 Jan. 2026
    Mit der Ausstellung Glaube, Zweifel, Form werden unterschiedliche Facetten des Religiösen in der Gegenwartskunst beleuchtet: die Fragilität von Wahrheit, neue Perspektiven auf christliche Ikonografie, das Spannungsverhältnis zwischen Ethik und Ästhetik, die Medialisierung des Glaubens sowie die existenziellen Abgründe zwischen Anfang und Endlichkeit. Indem sich Künstler:innen mit ihrer Kreativität dem Göttlichen annähern, stellen sie zentrale Fragen an unsere Zeit: Wie inspiriert uns das Heilige heute noch – und was haben sich Kunst und Religion heute noch zu sagen? Die gezeigten Werke werden so zu Schlüsseln für ein tieferes Verständnis unserer komplexen Gegenwart und eröffnen neue Denk- und Erfahrungsräume. Teilnehmende Künstler*innen: Thomas Sterna, Alexander Wierer, Tom Marseiler, Anton Christian, Mirijam Heiler, Flavio Senoner, Hermann Nitsch, Hubert Kostner, Thaddäus Salcher und Martina Stuflesser

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