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Toblacher Gespräche TAG1 - Veröffentlicht von kulturzentrumtoblach

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Event-Informationen

Was wissen die Tiere?
Konzeption: Wolfgang Sachs und Karl-Ludwig Schibel
Die Toblacher Gespräche haben sich im Laufe ihrer 35-jährigen Geschichte Fragen wie
Solarenergie und Elektromobilität, Agrarökologie und Ernährung, Digitalisierung und Bildung
gewidmet, doch selten kam die Rede auf Tiere, unsere Mitgeschöpfe. Ein Thema, das für uns
ökologisch Gesinnte eigentlich naheliegend sein müsste. Sicherlich, in „Was wissen die Bäume?“
nahmen wir die Biodiversität in den Blick, aber die Tierwelt ließen wir außen vor. Deshalb das
Thema: „Was wissen die Tiere?“
Bis zum 19. Jahrhundert nahmen Tiere im Vergleich zu den Menschen eine grundsätzlich
untergeordnete Stellung ein. Seit Darwin wird die Kontinuität zwischen Menschen- und Tierwelt
betont, und die Evolutionstheorie ist aus unserem Weltbild nicht mehr weg zu denken. Menschen,
Tiere, Pflanzen und Pilze sind als ein universales Lebensnetz zu begreifen. In neuerer Zeit hat die
Genetik gezeigt, was Philosophen wie Hans Jonas schon Jahrzehnte früher vorweggenommen
haben: gemeinhin den Menschen vorbehaltene Eigenschaften wie Intentionalität und Aufschub
von Triebbefriedigung finden sich schon bei den einfachsten Formen von Leben und die
genetische Übereinstimmung mit Tieren, die uns entschieden entfernt scheinen, wie die Mäuse,
liegt bei 99%.
Längst weiß man, dass sich nicht nur Menschenaffen und Delfine klug verhalten; auch Vögel,
Tintenfische und Insekten zeigen intelligentes Verhalten. Es ist eine Alltagserfahrung, dass Tiere
Gefühle haben, der treue Hundeblick ist sprichwörtlich. Wissenschaftler finden zunehmend
Beweise für ein Innenleben in fremdartigen Kreaturen, die sich an immer weiter entfernten Ästen
des Baums des Lebens entwickelt haben: Vögel, Insekten bis hin zu Mikroorganismen. Kurz und
gut, die Natur, und mit ihr besonders die Tiere, haben einen Zweck an sich selbst und nicht nur
einen Nutzwert für den Menschen. Sie haben Rechte, welche ist umstritten.
In der Toblacher Gesprächen 2022 wollen wir – duldsam mit uns selbst – den heftigen
Widersprüchen nachgehen, in die wir uns in unserem Verhältnis zu Tieren verwickeln. Einerseits
verwöhnen wir unsere Haustiere, anderseits grillen wir Rindersteaks zum Abendessen. Einerseits
sehen wir uns staunenswerte Naturfilme an, anderseits wissen wir, dass die meisten Nutztiere ein
elendes Leben führen, bis sie auf unseren Tellern landen. Das ist das weite Feld der Tierethik, das
in der Nachhaltigkeitsdebatte eine seltsame Rolle spielt; verdrängt und randständig bei vielen,
lauthals und fanatisch bei (zu?) wenigen.
Die Toblacher Gespräche
An der Nahtstelle zwischen zwei Kulturen haben die Toblacher Gespräche von 1985 bis 1999
und von 2005-2007 unter Leitung von Hans Glauber entscheidende Umweltthemen aufgegriffen,
debattiert und Lösungsansätze vorgeschlagen. Die jährlichen Gespräche wurden zu einer
renommierten Denkwerkstatt für die ökologische Wende im alpinen Raum und darüber hinaus.
Nach dem Tod von Hans Glauber im Jahr 2008 hat Wolfgang Sachs die Aufgabe des Kurators
übernommen, seit 2010 betreuen Wolfgang Sachs und Karl-Ludwig Schibel gemeinsam die
Gespräche.

Freitag, 30.9.2022
14:00 Uhr
Exkursion
Nachhaltiges Jagen? Auf der Pirsch mit Landesjägermeister Günther Rabensteiner
(Programm folgt, Anmeldung erforderlich, Kosten: 20€)
20:00 Uhr
Podiumsdiskussion
Von Schmusekatzen, Mastkälbchen, Wachhunden und Jagdtrophäen
Daniel Felderer, Blogger, Veganer
Matthias Gauly – Freie Universität Bozen
Silvia Schroffenegger, ehrenamtliche Tierschutzpolizistin
Julia Tonner, Jägerin
Moderation: Evi Keifl

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