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BEGEGNUNGSTAG DER KUNSTTHERAPIE – DIE KRAFT DER KUNST! - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

10.00-12.30 Uhr, Gespräche mit Expert_innen
14-17 Uhr, Vortrag & Workshops

Die Tagung findet online statt. Interessierte können über die Facebook-Seite des Museion teilnehmen.

Das Museion agiert im Netz einer Gesellschaft, die sich im fließenden Wandel begreift: Es engagiert sich für die gesellschaftliche Relevanz von zeitgenössischen Ausdrucksformen und die emotionale Erfahrbarkeit von Kunst, für die kontinuierliche Begegnung mit einem heterogenen Publikum und die kulturelle Zusammenarbeit mit aktiven Partnern.
Dabei entpuppt sich der Austausch von individuellen Sicht- und Lebensweisen im Aktionsfeld Kunst als eine Ressource, die Diversität als gesellschaftlichen Wert begreift und fördert.

Der Ansatz des Museion, in der Publikumsarbeit möglichst interaktiv und interdisziplinär zu sein, hat neben allgemein zugänglichen Praktiken der Inklusion auch spezielle Formate für Menschen mit besonderen Bedürfnissen hervorgebracht. Angebote, die seit Jahren erfolgreich mit kompetenten Partnern aus unterschiedlichen Therapiebereichen umgesetzt werden, sind der Alzheimer Circle für Menschen mit Formen von Demenz sowie die sensoriell ausgerichteten Rundgänge Mit Allen Sinnen / In Tutti i Sensi für alle Altersstufen und gesonderten Biografien.

Nun soll die partnerschaftliche Rolle des Museums im Kontext von kunsttherapeutischen Disziplinen der Kunst, der Musik, des Tanzes und Theaters neu verhandelt werden und die nachhaltige Nutzbarkeit des Museion eine verstärkte Öffnung erfahren:

Am 14.11.2020 begegnen sich im Museion erfahrene lokale Persönlichkeiten der Kultur, der Sanität und des Sozialen. Ziel ist ein Austausch zu aktuellen und zukünftigen Formen der Zusammenarbeit der Psychologie, Psychiatrie und Kunsttherapie unter Einbindung öffentlicher kultureller Trägerschaften, die Reflektion der professionellen Anerkennung und Unterstützung dieser Ansätze durch das öffentliche System der nationalen Sanität sowie das gemeinsame Erproben fachkundiger Praxismethoden im Kontext der Ausstellungen des Museion.

Die Veranstaltung findet vorwiegend in deutscher Sprache statt und ist in Zusammenarbeit mit den Kunsttherapeutinnen Ulrike Hofmann und Patrizia Trafoier entstanden. Moderation: Brita Köhler, Verantwortliche Museion Besucherservice/Bildungsprojekte.

Programm:

10-13 Uhr – Expert_innen Runde mit Online-Life Übertragung:Dr. Sabine Cagol (Psychologin, Psychotherapeutin, Präsidentin der Psychologenkammer der Provinz Bozen) / M.o. Achille De Gregorio (Kunsttherapeut, Pionier der Kunsttherapie in Italien, Begründer der Kunsttherapeutischen Schule ArTeA in Italien) / Dr. Ernst Fop (Facharzt für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, Facharzt für Allgemeinmedizin) / Atr. Walter Grünfelder (Kunsttherapeut) / Dr.in Verena Perwanger (Psychiaterin, Psychotherapeutin, Direktorin Psychiatrischer Dienst Meran) / Dr. Franz Ploner (Primar für Anästhesie, Intensiv- und Schmerzmedizin) / Dr. Roger Pycha (Psychiater, Direktor Psychiatrischer Dienst Brixen, Vertreter Netzwerk psychische Gesundheit) / Dr. Ulrich Seitz (Präsident der ASAA Alzheimer Südtirol Alto Adige und des Vereins Kinderherz sowie Beauftragter des Beirats für die Belange von Menschen mit Behinderung) / Dr. Edmund Senoner (Psychologe, Psychotherapeut)

14-16 Uhr: Best-Practice Workshops 1-4 mit Expertinnen der Kunst-, Tanz-, Theater- und Musiktherapie (dt/it)
Vortrag Achille De Gregorio: Il modello polisegnico (it)

Workshop 1: Methoden der Kunsttherapie (dt)
mit Ulrike Hofmann (dipl. Kunsttherapeutin) & Patrizia Trafoier (dipl. Kunsttherapeutin & Theaterpädagogin)

Die Kunsttherapie fördert Problembewältigungs- und Genesungsprozesse und unterstützt das Wohlbefinden. Die Beteilung an einem kreativen Prozess führt dazu, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse besser kennen zu lernen und mitzuteilen sowie Reaktionen auf Stress zu regulieren.

Der Workshop stimuliert und reflektiert über die experimentelle Arbeitsweise mit Farbe die persönliche Begegnung mit ausgewählten Kunstwerken des Museion.

Workshop 2: Methoden der Theatertherapie (dt)
mit Erika Castlunger (Theaterpädagogin & -therapeutin)

Das Theater erschafft komplexe und „magische“ Welten und setzt sie in Handlung um. Die Theatertherapie hilft über spielerische und körperorientierte sowie nicht-verbale Ansätze, zum eigenen Selbst zu finden, neue Handlungsmöglichkeiten zu erleben und vorhandene Ressourcen der Persönlichkeit zu stärken.

Der Workshop führt in theatertherapeutische Methoden ein und ergründet die Kraft und Energie der Theaterkunst.

Workshop 3: Methoden der Tanztherapie & Tanzpädagogik (it/dt)
mit Elena Molinaro (Tanztherapeutin) & Anita De Bastiani (Musik- & Bewegungspädagogin mit Schwerpunkt auf Kreativem Tanz & Tanztheater)

Die durch Musik und spontane Bewegungen begleitete Körperwahrnehmung führt zu unseren inneren Welten und bringt unsere kreative Energie und den Einklang von Körper & Geist zum Fließen.

Der Workshop gibt unter Einsatz der eigenen Improvisation, kreativen Eigeninitiative und Fantasie Einblicke in Methoden des Kreativen Tanzens mit Kindern und Erwachsenen.

Workshop 4: Methoden der Musiktherapie (it)
mit Mariarita Di Pasquale (Violinistin & Musiktherapeutin) & Dott.ssa Grazia Parente (Musiktherapeutin & diplomiert in klinischer Psychologie & Rehabilitationspsychologie)

Beim Workshop „SILENZI/SCHWEIGEN“ erforscht ein akustischer Erfahrungsweg die „eigene“ Musik in der Beziehung zu anderen. Dabei stimulieren die Übungen das „Hören der Stille“ und des eigenen inneren Klangs.

Vortrag: Il modello polisegnico (it)
mit Achille De Gregorio (Kunsttherapeut, Autor & Gründungsvorstand des Vereins ArTeA)

„Wir sind Allesfresser: Wir suchen nach Geschichten, Symbolen, Metaphern. In den kunsttherapeutischen Kursen und Ateliers verweben wir Träume und Täuschungen und neue Formen des Kontrastes zum psychologischen und sozialen Unbehagen.“

Der Vortrag wirft einen Blick auf den beruflichen Alltag und die Herausforderungen der Kunsttherapie und stellt zukunftsorientierte psychologische, soziale und ethno-anthropologische Analysemethoden vor.

16-17 Uhr: Abschlussreflexion

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