Einloggen

Einloggen

Schöne Scherben - Die Kunst der Reparatur - Veröffentlicht von martin_inside

0
×

Achtung

Dieses Event ist vorbei, bleibe mit uns für weitere Events

Event-Informationen

das Lanserhaus eröffnet am Freitag, 2. Oktober 2020 die Ausstellung Schöne Scherben - Die Kunst der Reparatur. Die von Hans-Jürgen Hafner kuratierte Ausstellung stiftet Bezüge zwischen unterschiedlichen Dingen: Werke der Kunst und Dinge aus der Alltags- und Handwerkskultur verweisen auf das Spannungsfeld, in dem Schaden und Wert zueinander stehen und das unseren Umgang mit Sachen und Systemen prägt.
Eine Ausstellung mit Barbara Bloom, Revital Cohen & Tuur van Balen, Anna Franceschini, Paul Kindersley, Milan Knížák, Hubert Kostner, Claudia Kugler, MDMM, Kozan Makuzu, Walter Niedermayr, Siegfried Riegler, Alessandra Spranzi, By Walid und Jens Wolf.

Wir freuen uns sehr, Sie zur diesjährigen Herbstausstellung der Gemeinde Eppan an der Weinstraße begrüßen zu dürfen.

Dinge zu reparieren gilt als Kunst, die als gelungen gilt, je weniger sie sichtbar ist. Das kostet. Und vergrößert den Ärger, den man ohnehin schon hat, wenn eine Sache beschädigt wurde. Die japanische Kultur kennt mit dem „Kintsugi“ eine spezielle Reparaturtechnik für keramische Objekte, die das Gegenteil zu tun scheint. Hier wird der Eingriff deutlich gezeigt, der Schaden somit regelrecht ausgestellt. Durch die Verwendung der edlen Materialien Silber und Gold werden Risse in Teeschalen effektvoll ausgekittet oder sogar ganze Scherben ersetzt. Damit entsteht ein ganz anderer Bezug zwischen einem Ding und seinem Wert. Statt sie zu entwerten, bringt der Schaden den Wert einer Sache oder auch eines Systems erst zum Vorschein.

Die europäische Kunstgeschichte kennt ebenfalls Kunstformen, die sich unter eine Ästhetik des Defekts fassen lassen: etwa Fragmente, Ruinen oder Torsi. Hierbei wird der Schaden gleichsam mitgedacht, ins Werk integriert. Der Defekt ist Teil der Konzeption und Herstellung des Kunstwerks, dessen künstlerisches Gelingen als Exzess des Unfertigen oder Übriggebliebenen bestimmbar wird, um sich zugleich dem Regiment der Zeit zu entziehen. Eine Flucht vor der Geschichte wäre es allerdings, Schäden durch kunstvolle Reparatur unsichtbar - und damit ungeschehen - zu machen.

Ein Schaden hat also durchaus sein Gutes: Er macht uns bewusst, dass ein Teller nicht nur praktisch, sondern auch schön war, eine Hose nicht nur aus gutem Stoff gemacht war, sondern auch besser gepasst hat, als eine andere. Das ist auch in Zeiten industrieller Überproduktion nicht ohne weiteres zu ersetzen.
Hans-Jürgen Hafner

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Veröffentlicht von :

Könnte dich auch interessieren :

  • Ispirata al diario di viaggio in Italia di J.W. Goethe, che nel 1786 rimase affascinato dal dinamismo delle fiere bolzanine, la mostra presenta i volti dei protagonisti della crescita economica della città tra Settecento e Ottocento. Accompagnati dalla direttrice Dott.ssa Elisabetta Carnielli, scopriremo le storie delle famiglie e delle mogli che costituirono la nuova aristocrazia mercantile, contribuendo al prestigio del Magistrato Mercantile. INFORMAZIONI UTILI: Partecipanti: 15 persone Ritrovo: Palazzo Mercantile Via Argentieri 6, Bolzano Afflusso: mezzi privati o pubblici Durata: circa 2 ore Limitazioni: scale Contributo di partecipazione consigliato: € 10,00 per gli associati FAI, € 15,00 per i non associati Prenotazione: https://faiprenotazioni.fondoambiente.it/evento/mostra-volti-di-mercanti-a-bolzano-45203 entro 03 febbraio Informazioni: bolzano@delegazionefai.fondoambiente.it
  • Zwei Autorinnen im Dialog über ihr Schreiben Miriam Unterthiner und Anna Rottensteiner spüren in ihren jüngsten Werken der Geschichte nach: Sie erzählen von verdrängter Schuld und kollektivem Schweigen, von Frauengeschichten, die von Fremdbestimmtheit geprägt waren. In „Blutbrot“ schweigt das Dorf über seine Rolle bei der Fluchthilfe für NS-Verbrecher, während die Landschaft selbst zu sprechen beginnt. In „Mutterbande“ hallen die Stimmen von Frauen durch Generationen, deren Leben von Entwurzelung und dem Wunsch nach Zugehörigkeit geprägt ist. Beide Werke verweben Erinnerung und Raum, Körper und Geschichte, und machen sichtbar, was unter der Oberfläche weiterwirkt. Sie erzählen von einem Dazwischen – zwischen Orten, Zeiten, Identitäten – und davon, wie Literatur diesem Schwebezustand eine Form geben kann. Miriam Unterthiner. Blutbrot (Theatertext, edition laurin, 2025) Anna Rottensteiner. Mutterbande (Roman, edition laurin, 2025) Eintritt frei
  • Presentazione del libro con Simonetta Lucchi in dialogo con Alessandra Tortosa. Simonetta Lucchi intreccia poesia, memoria e riflessione in un percorso intimo e universale. Le sue parole attraversano stagioni dell’anima, ricordi d’infanzia, presenze care e dolori taciuti, restituendo voce a ciò che è stato dimenticato o perduto. I versi evocano paesaggi, persone e momenti sospesi nel tempo, in una continua ricerca di senso e bellezza. La poesia diventa qui un rifugio e una rivelazione, dove la parola si fa carezza, sussurro, grido sommesso. Ogni componimento è un frammento d'esistenza che si ricompone nella memoria collettiva. Un libro intenso e malinconico, che consola e interroga, abbracciando lettori di ogni età con la sua delicata verità.

Trag deine Veranstaltungen in den ersten und beliebtesten Veranstaltungskalender Südtirols ein!

BIST DU SCHON REGISTRIERT?

LOGGE DICH EIN

NOCH NICHT?

Verpasse nicht die besten Veranstaltungen in Südtirol!

ABONNIERE UNSEREN WÖCHENTLICHEN NEWSLETTER

Möchtest du deine Events in unserem Magazin veröffentlicht sehen?

ERHALTE EINEN MONATLICHEN HINWEIS ZUM REDAKTIONSSCHLUSS

Möchtest du deine Veranstaltungen oder dein Unternehmen bewerben? Wir sind dein idealer Partner und können maßgeschneiderte Lösungen und Pakete für alle deine Bedürfnisse anbieten.

GEHE ZUR WERBEBEREICH

KONTAKTIERE UNS DIREKT

INSIDE EVENTS & CULTURE

Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo.
Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446.
Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..