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Vernissage: Africanism – beyond the stereotypes - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Der schwarze Riese hat sich in Bewegung gesetzt. Dabei beziehen wir uns nicht nur auf die derzeitige dramatische Lage der Migranten von denen wir tagtäglich hören und lesen und die das politische Tagesgeschäft in Atem hält. Auch die demographische Wachstumsrate ist zu berücksichtigen und laut den Vereinten Nationen wird Afrika im Jahre 2050, 25% der Weltbevölkerung ausmachen und Nigeria die bevölkerungsreichste Nation nach Indien und China sein. Auch wirtschaftlich wird sich eine Veränderung ergeben mit der Präsenz einer Mittelklasse von 250 Millionen Menschen und steigenden Wirtschaftswachstumsraten. Sogar in Eritrea steigt das Bruttoinlandsprodukt jährlich um 8 % und die Beschäftigungsrate liegt bei den über 25Jährigen bei 84 % (in Italien liegen wir bei 43 %). So ist es ganz natürlich, dass im Zuge dieses Erwachens auch die kulturellen Kräfte eine große Rolle spielen und die künstlerischen Strömungen von diesem neuen afrikanischen Stolz getragen werden, frei von Einflüssen aus dem Ausland.

Die Ausstellung „Africanism – beyond the stereotypes“ entstand um über alle diese Themen nachzudenken und die afrikanischen Künstler haben die Aufgabe dieses Afrika in Bewegung zu vertreten. Der Kontinent Afrika ist uns eigentlich sehr nahe und doch in vielerlei Hinsicht fremd, unbekannt und geheimnisvoll. Ein Kontinent, der mit ganzer Kraft versucht sich von der dunklen Kolonialzeit und dem schweren Erbe zu lösen und die Ruder selbst in die Hand zu nehmen wobei die Entwicklung noch nicht klar definiert ist. Ein Kontinent, der aus verschiedenen Ethnien, Sprachen und Kulturen zusammengesetzt ist und wo die Staatsgrenzen schwer zu verstehen und einzuhalten sind. Ein Kontinent, der sicherlich für viele noch zu entdecken ist aber er klopft präpotent an unsere Türen.

Wir möchten einen unkonventionellen künstlerischen und kulturellen Blick auf die modernen afrikanischen Strömungen werfen, weg von allen Stereotypen. Wir möchten den Zugang schaffen über die aktuellen tiefgreifenden sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen, die sich grundlegend auch auf die Kultur auswirken. Neue Ausdrucksformen und eine neue künstlerische Sprache sollen dazu beitragen uns die zukünftige Rolle Afrikas mit allen Möglichkeiten und Gegensätzlichkeiten näher zu bringen.
In der Ausstellung finden wir Werke bekannter und weniger bekannter zeitgenössischer Künstler, die in Afrika geboren wurden oder einen Bezug zur afrikanischen Diaspora haben. Allen gemeinsam ist der starke Wille ihrer Kultur Würde und universelle Aufmerksamkeit zu geben. Ausgestellt werden Bilder, Skulpturen, Fotographien, Drucke, Kollagen und Design Objekte um zu zeigen welcher Techniken und Formen sich die Künstler bedienen und weil wir auch zeigen möchten, dass Afrika nicht mit einem einzigen Stilmittel zu vermitteln ist. Es handelt sich schließlich nicht um ein homogenes, eingeschlossenes Land sondern um einen gesamten Kontinent.
In der Ausstellung befinden sich auch einige wertvolle und antike Werke von Stammes Kunst um den Vergleich zu haben zwischen der traditionellen und der zeitgenössischen Kunst, die vor allem von den jungen Künstler propagiert wird.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

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  • Das Museion freut sich, eine umfassende Ausstellung des Künstlers Franco Vaccari (Modena, 1936–2025) zu präsentieren, der zu den prägnantesten Stimmen der italienischen Konzeptkunst der Nachkriegszeit zählt. Sie versammelt Foto- und Videoarbeiten, Künstlerbücher und Archivmaterialien und bietet erstmals einen eingehenden Überblick über die im Zentrum seines Schaffens stehenden Rauminstallationen. Ursprünglich aus Anlass von Vaccaris 90. Geburtstag geplant, ist dies die erste große institutionelle Ausstellung des Künstlers in Italien seit über einem Jahrzehnt. Sie ordnet sein Werk in einen breiteren internationalen Diskurs ein, der um die Mitwirkung des Publikums kreiste und den Besucher*innen eine aktive Rolle bei der Gestaltung des Kunstwerks selbst zuwies. Nach einem Studium der Physik wandte sich Franco Vaccari Ende der 1960er-Jahre der bildenden Kunst zu und hinterfragte in seiner Praxis konsequent die Vorstellung des Kunstwerks als eines feststehenden Objekts. Anstatt autonome Werke zu erschaffen, konzipierte er die von ihm entwickelten Projekte als Ausstellungen in Echtzeit (Esposizioni in tempo reale): Hierbei entfaltet sich das Kunstwerk in der Zeit und wird durch Gegenwart und Handlungen der Betrachter*innen geformt. Dieser Ansatz zieht sich durch sein mehr als 50 Jahre umspannendes Œuvre und vereint Werke mit einer großen medialen Bandbreite – von der Fotografie und der Filmkunst über Sound und Video bis hin zu frühen internetbasierten Projektarbeiten. Für Vaccari spielt die Technologie eine wichtige Rolle in der Weise, wie Wirklichkeit wahrgenommen, erinnert und geteilt wird. Diese künstlerische Strategie beschrieb der Künstler in seinem wegweisenden Essay Fotografia e inconscio tecnologico (Fotografie und das technologische Unbewusste) (1979) als „occultamento dell’autore” („Verschwinden des Autors“). Anstatt diesem eine endgültige Form zu geben, schafft er vielmehr Bedingungen, unter denen Bedeutung – im Zusammenwirken von Interaktion, Zufall und kollektiver Präsenz – entstehen kann. Die Betrachtenden stellen somit keine passiven Beobachter*innen dar, sondern sind wesentlicher Bestandteil des Kunstwerks an sich. Vollendeten Ausdruck findet dieses Prinzip in Vaccaris Rauminstallationen: Meist handelt es sich dabei um temporäre Architekturen, die Ausstellungsräume in Orte der Erfahrung verwandeln. Vaccaris Werke verfolgen keine bestimmte gestalterische oder architektonische Absicht, stattdessen sind sie oft angeregt von alltäglichen oder wiederverwendeten Materialien. Sie bleiben offen für das Unvorhersehbare und geben dem, was in ihnen geschieht, den Vorrang gegenüber ihrer physischen Struktur. Die thematisch geordnete Ausstellung entfaltet sich in einer Abfolge von Rauminstallationen und weiteren Arbeiten, die grundlegende Aspekte von Vaccaris Praxis ausloten. Themensetzungen zu den Spuren, die Menschen hinterlassen, zum kollektiven Unbewussten und zur Bildung von Erinnerungen lenken den Blick auf die Werke und bestimmen die von Fosbury Architecture besorgte Ausstellungsgestaltung. Den Auftakt zur Ausstellung bilden Projektarbeiten, die auf die Dunkelheit fokussieren – als Möglichkeit einer Annäherung an die Welt des Unbewussten und des Traumes. Im übertragenen wie im wörtlichen Sinne sind die Besucher*innen eingeladen, in das eigene Innere „hinabzusteigen“. In gedimmter Umgebung verlangsamt sich die Wahrnehmung, und vertraute Sichtweisen treten in den Hintergrund, erlauben ein aufmerksameres Erleben über die Sinne. Rauminstallationen wie La Scultura Buia (1968), Esposizione in tempo reale n. 19, Codemondo (1980) und Esposizione in tempo reale n. 20, Ambiente grigio multiuso, scatola per sondare lo spazio vicino e lontano (1987) schaffen Situationen, in denen die persönliche Erfahrung Teil eines gemeinsamen Raumes wird. Die Ausstellung setzt sich fort mit Rauminstallationen, die Vaccaris Interesse an den Spuren menschlicher Gegenwart adressieren. Diese finden ihren Niederschlag in öffentlichen urbanen Räumen ebenso wie in den gesellschaftlichen Dynamiken temporärer Gemeinschaften. Neben dem 1972 auf der Biennale in Venedig vorgestellten, ikonischen Projekt Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio und dem hieraus entwickelten, ambitionierten Werk Photomatic d’Italia (1972–1975), das unter Einbeziehung von Fotoautomaten in öffentlichen Räumen in ganz Italien entstand, spüren auch die beiden Arbeiten Esposizione in tempo reale n. 21, Bar Code – Code Bar (1993) und Mini cinema (2003) Aspekten von sozialer Interaktion, kollektivem Verhalten und Momenten spontaner Begegnungen nach. Vaccaris Rauminstallationen werden in der Ausstellung nicht im Sinne statischer Rekonstruktionen präsentiert, sie bilden vielmehr reaktivierte Situationen, die den ursprünglichen Intentionen des Künstlers treu bleiben und zugleich auf das heutige Publikum reagieren. Die Sammlung des Museion umfasst etwa 20 Werke Franco Vaccaris, die überwiegend dem im Jahr 2020 dem Museum als Schenkung überlassenen Archivio di Nuova Scrittura angehören. Dieses Werkkompendium beinhaltet auch einige der frühen Text-Bild-Arbeiten des Künstlers, die seine Anfänge als visueller Dichter markieren und in denen bereits sein anhaltendes Interesse an Sprache, Spuren und menschlicher Präsenz hervortritt. Die Aufnahme einiger dieser Werke in die aktuelle Ausstellung zeigt Querverbindungen zwischen Vaccaris frühen künstlerischen Erkundungen und den Sammlungsbeständen des Museums auf. Franco Vaccari Franco Vaccari wurde am 18. Juni 1936 in Modena geboren und absolvierte zunächst eine wissenschaftliche Ausbildung im Bereich der Physik. Nach künstlerischen Anfängen als visueller Dichter gestaltete er 1969 seine erste Esposizione in tempo reale, in der er das für seine spätere künstlerische Praxis zentrale Konzept der „Ausstellung in Echtzeit“ einführte. Wenngleich sein Schaffen unterschiedliche Herangehensweisen umfasst, wird es doch häufig aus dem Blickwinkel des konzeptuellen Realismus betrachtet. Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio gehört zu seinen bekanntesten Arbeiten und war 1972 in einem eigenen Raum im Hauptpavillon der Biennale von Venedig zu sehen; in den Jahren 1980 und 1993 bespielte Vaccari dort erneut separate Räume. Neben seiner künstlerischen Arbeit begründete Vaccari ebenfalls eine einflussreiche theoretische Tätigkeit und publizierte wegweisende Texte wie Duchamp e l’occultamento del lavoro (1978) und Fotografia e inconscio tecnologico (1979). Seine Werke wurden international in bedeutenden Ausstellungen und Institutionen präsentiert, so etwa auf der Gwangju Biennale in Südkorea, in der Kunsthalle Basel, im Musée de l’Elysée in Lausanne, im Mostyn in Wales, in der Fondazione Morra Greco in Neapel und auf der Mailänder Triennale. Franco Vaccari verstarb 2025.
  • Die Musikkapelle Auer lädt herzlich zum traditionellen Cäcilienkonzert am Samstag, 14. November 2026, um 20 Uhr in der Aula Magna der Landwirtschaftlichen Oberschule Auer ein. Das Konzert ist Teil des Jubiläumsjahres 2026, in dem die Musikkapelle Auer das 225-jährige Bestehen seit der Gründung 1801 feiert. Über das gesamte Jahr verteilt fanden vielseitige Events statt, die im traditionellen Cäcilienkonzert ihr Ende finden. Kapellmeister Georg Pichler Giulay hat dafür ein ansprechendes, dem Jubiläum würdiges Programm zusammengestellt. Die Musikkapelle Auer freut sich auf zahlreiches Publikum!
  • Anlässlich des Vatertages findet am Donnerstag, 19. März 2026, um 18:30 Uhr im Centro Lovera in Bozen die Vorstellung des Buches “Vater und Tochter in der Schullandschaft - Padre e figlia nel panorama scolastico” von Heidi Niederkofler statt. Das Werk bietet eine Reflexion über die Rolle des Vaters. Im Dialog zwischen Vater und Tochter entsteht ein Austausch zwischen den Generationen, welcher die Bedeutung der emotionalen Präsenz und den Wert der Zusammenarbeit zwischen Familie und Schule hervorhebt. Durch persönliche Erfahrungen und Analysen des Bildungskontextes bietet das Buch Denkanstöße für Eltern, Lehrer und alle, die sich mit Bildung beschäftigen. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion über die Beziehung zu den eigenen Eltern und über Erziehung an einem Tag, der symbolisch der Vaterfigur gewidmet ist. Interessierte sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

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