Rob Hornstra will be present.
Fotograf Rob Hornstra und Journalist Arnold van Bruggen arbeiten seit 2009 zusammen, um die turbulente Region Sochi in Russland zu erforschen und zu dokumentieren. Im Laufe von fünf Jahren und elf Besuchen praktizierten sie eine Form des "Langsamen Journalismus", um tief in die Komplexität des Gebietes und seinen bemerkenswerten Übergang während der Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2014 einzutauchen. Ein subtropischer sowjetischer Erholungsort am Schwarzen Meer im Herzen des Kaukasus und weit weg vom zentralen Moskau liegt Sochi in unmittelbarer Nähe der Konfliktzone Abchasiens und der verarmten, instabilen Republiken des Nordkaukasus. Als Ort, an dem Strand-Tourismus auf Terrorismus, Korruption und Armut stößt, ist es voller Widersprüche. Es überrascht dabei nicht, dass Hornstra und van Bruggen bei der Entwicklung dieses Projekts auf geschlossene Grenzübergänge und übereifrigen Strafverfolgungsbeamten trafen, und ihnen zum Ende hin der Eintritt nach Russland verweigert wurde.
Anhand von Fotografien, Texten, Videos und Büchern zeichnen Hornstra und van Bruggen den Zuschauer die Geschichte von Sotschi und dem Kaukasus auf und konzentrieren sich dabei auf evokative individuelle Erzählungen, die kollektiv größere Fragen hinterlassen. Zusammen mit ihrem begleitenden Hardcover-Buch des gleichen Titels, dem Sochi-Projekt: Ein Atlas des Krieges und des Tourismus im Kaukasus, entpackt diese Ausstellung die Geschichte von Russlands fortwährender Suche nach einer postsowjetischen Identität. Dabei stellen Hornstra und van Bruggen die weitreichenden Konsequenzen internationaler politischer und ökonomischer Entscheidungen dar, wie sie sich mit den örtlichen Gegebenheiten treffen.
Diese Ausstellung im foto.forum bietet einen Einblick in Abchasien, eine der drei im Rahmen des Sochi-Projekts erforschten Regionen.