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Eröffnung: 1915 - 2015 - Veröffentlicht von Künstlerbund

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Event-Informationen

Die Ausstellung „1915 – 2015“ ist eine Zusammenarbeit der Abteilung Ladinische Kultur und ladinisches Schulamt mit dem Südtiroler Künstlerbund. Über einen mit 20.000 Euro dotierten Wettbewerb wurden aus über 55 Einsendungen 8 künstlerische Positionen ermittelt, die sich im erweiterten Sinn mit dem Krieg und seinen Auswirkungen auseinandersetzen. Die schonungslosen Folgen, die tiefen Narben der Nationen, die grausamen individuellen Schicksale von Familien und das kollektive Leid sind die ernüchternde Bilanz jedes Krieges und lassen die oft anfängliche Kampfbereitschaft in Verzweiflung und Desillusionismus verkehren. Andreas Zingerle zeigt gemalte Porträts von über 20 Journalisten, die dem Krieg zum Opfer gefallen sind. Die junge Künstlerin Silvia Hell visualisiert politische Grenzverschiebungen und Verhältnisse von 1915 bis heute durch die Übertragung in dreidimensionale Objekte. Paul Feichter ruft mit einem in Glas versiegelten Gewehr unweigerlich zum Waffenstillstand auf. Im Werk von Annemarie Laner werden politische Verkettungen in Form eines Colliers aus Medaillons mit Porträts von Kriegsakteuren lesbar. Walter Pancheri schnitzt eine Postkarte von der Front in Holz. Die Auswirkungen des Krieges anhand psychischer Neurosen von Kriegsopfern thematisiert Leander Schwazer in Form einer 3D-Projektion. In Martina Stuflessers Installation ist Stacheldraht, der im ersten Weltkrieg erstmals zur Abwehr eingesetzt wurde, das zentrale Material. Letizia Werth synchronisiert die Aufzeichnungen mit einem Elektrokardiogramm mit den Silhouetten der Berggipfel.
Die Diskrepanz und zugleich untrennbare Nähe zwischen Euphorie, Macht, Ohnmacht und Niedergang sind nur einige der spannenden Themenkreise dieser von Lisa Trockner kuratierten Ausstellung.

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  • Das Museion freut sich, eine umfassende Ausstellung des Künstlers Franco Vaccari (Modena, 1936–2025) zu präsentieren, der zu den prägnantesten Stimmen der italienischen Konzeptkunst der Nachkriegszeit zählt. Sie versammelt Foto- und Videoarbeiten, Künstlerbücher und Archivmaterialien und bietet erstmals einen eingehenden Überblick über die im Zentrum seines Schaffens stehenden Rauminstallationen. Ursprünglich aus Anlass von Vaccaris 90. Geburtstag geplant, ist dies die erste große institutionelle Ausstellung des Künstlers in Italien seit über einem Jahrzehnt. Sie ordnet sein Werk in einen breiteren internationalen Diskurs ein, der um die Mitwirkung des Publikums kreiste und den Besucher*innen eine aktive Rolle bei der Gestaltung des Kunstwerks selbst zuwies. Nach einem Studium der Physik wandte sich Franco Vaccari Ende der 1960er-Jahre der bildenden Kunst zu und hinterfragte in seiner Praxis konsequent die Vorstellung des Kunstwerks als eines feststehenden Objekts. 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Anstatt diesem eine endgültige Form zu geben, schafft er vielmehr Bedingungen, unter denen Bedeutung – im Zusammenwirken von Interaktion, Zufall und kollektiver Präsenz – entstehen kann. Die Betrachtenden stellen somit keine passiven Beobachter*innen dar, sondern sind wesentlicher Bestandteil des Kunstwerks an sich. Vollendeten Ausdruck findet dieses Prinzip in Vaccaris Rauminstallationen: Meist handelt es sich dabei um temporäre Architekturen, die Ausstellungsräume in Orte der Erfahrung verwandeln. Vaccaris Werke verfolgen keine bestimmte gestalterische oder architektonische Absicht, stattdessen sind sie oft angeregt von alltäglichen oder wiederverwendeten Materialien. Sie bleiben offen für das Unvorhersehbare und geben dem, was in ihnen geschieht, den Vorrang gegenüber ihrer physischen Struktur. Die thematisch geordnete Ausstellung entfaltet sich in einer Abfolge von Rauminstallationen und weiteren Arbeiten, die grundlegende Aspekte von Vaccaris Praxis ausloten. Themensetzungen zu den Spuren, die Menschen hinterlassen, zum kollektiven Unbewussten und zur Bildung von Erinnerungen lenken den Blick auf die Werke und bestimmen die von Fosbury Architecture besorgte Ausstellungsgestaltung. Den Auftakt zur Ausstellung bilden Projektarbeiten, die auf die Dunkelheit fokussieren – als Möglichkeit einer Annäherung an die Welt des Unbewussten und des Traumes. Im übertragenen wie im wörtlichen Sinne sind die Besucher*innen eingeladen, in das eigene Innere „hinabzusteigen“. In gedimmter Umgebung verlangsamt sich die Wahrnehmung, und vertraute Sichtweisen treten in den Hintergrund, erlauben ein aufmerksameres Erleben über die Sinne. Rauminstallationen wie La Scultura Buia (1968), Esposizione in tempo reale n. 19, Codemondo (1980) und Esposizione in tempo reale n. 20, Ambiente grigio multiuso, scatola per sondare lo spazio vicino e lontano (1987) schaffen Situationen, in denen die persönliche Erfahrung Teil eines gemeinsamen Raumes wird. Die Ausstellung setzt sich fort mit Rauminstallationen, die Vaccaris Interesse an den Spuren menschlicher Gegenwart adressieren. Diese finden ihren Niederschlag in öffentlichen urbanen Räumen ebenso wie in den gesellschaftlichen Dynamiken temporärer Gemeinschaften. Neben dem 1972 auf der Biennale in Venedig vorgestellten, ikonischen Projekt Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio und dem hieraus entwickelten, ambitionierten Werk Photomatic d’Italia (1972–1975), das unter Einbeziehung von Fotoautomaten in öffentlichen Räumen in ganz Italien entstand, spüren auch die beiden Arbeiten Esposizione in tempo reale n. 21, Bar Code – Code Bar (1993) und Mini cinema (2003) Aspekten von sozialer Interaktion, kollektivem Verhalten und Momenten spontaner Begegnungen nach. Vaccaris Rauminstallationen werden in der Ausstellung nicht im Sinne statischer Rekonstruktionen präsentiert, sie bilden vielmehr reaktivierte Situationen, die den ursprünglichen Intentionen des Künstlers treu bleiben und zugleich auf das heutige Publikum reagieren. Die Sammlung des Museion umfasst etwa 20 Werke Franco Vaccaris, die überwiegend dem im Jahr 2020 dem Museum als Schenkung überlassenen Archivio di Nuova Scrittura angehören. Dieses Werkkompendium beinhaltet auch einige der frühen Text-Bild-Arbeiten des Künstlers, die seine Anfänge als visueller Dichter markieren und in denen bereits sein anhaltendes Interesse an Sprache, Spuren und menschlicher Präsenz hervortritt. Die Aufnahme einiger dieser Werke in die aktuelle Ausstellung zeigt Querverbindungen zwischen Vaccaris frühen künstlerischen Erkundungen und den Sammlungsbeständen des Museums auf. Franco Vaccari Franco Vaccari wurde am 18. Juni 1936 in Modena geboren und absolvierte zunächst eine wissenschaftliche Ausbildung im Bereich der Physik. Nach künstlerischen Anfängen als visueller Dichter gestaltete er 1969 seine erste Esposizione in tempo reale, in der er das für seine spätere künstlerische Praxis zentrale Konzept der „Ausstellung in Echtzeit“ einführte. Wenngleich sein Schaffen unterschiedliche Herangehensweisen umfasst, wird es doch häufig aus dem Blickwinkel des konzeptuellen Realismus betrachtet. Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio gehört zu seinen bekanntesten Arbeiten und war 1972 in einem eigenen Raum im Hauptpavillon der Biennale von Venedig zu sehen; in den Jahren 1980 und 1993 bespielte Vaccari dort erneut separate Räume. Neben seiner künstlerischen Arbeit begründete Vaccari ebenfalls eine einflussreiche theoretische Tätigkeit und publizierte wegweisende Texte wie Duchamp e l’occultamento del lavoro (1978) und Fotografia e inconscio tecnologico (1979). Seine Werke wurden international in bedeutenden Ausstellungen und Institutionen präsentiert, so etwa auf der Gwangju Biennale in Südkorea, in der Kunsthalle Basel, im Musée de l’Elysée in Lausanne, im Mostyn in Wales, in der Fondazione Morra Greco in Neapel und auf der Mailänder Triennale. Franco Vaccari verstarb 2025.
  • Es gibt Termine vom 15 Mai 2026 bis 17 Mai 2026
    Die Musikkapelle Auer feiert ihr 225-jähriges Jubiläum mit einem dreitägigen Jubiläumsfest vom 15. bis 17. Mai 2026 auf dem Heinrich-Lona-Platz in Auer! Mit der Gründung im Jahre 1801 zählt die Musikkapelle Auer zu den ältesten Kappellen Südtirols. Dieses 225-jährige Jubiläum soll gebührend mit einem Jubiläumsfest im Mai gefeiert werden! Am Freitag, 15. Mai, startet der Festbetrieb ab 18 Uhr mit einem lockeren Aperitivo lungo und Party mit DJ MIDOS. Am Samstag, 16. Mai ab 16 Uhr, spielen der Musikverein Kasendorf aus Deutschland und die Bürgerkapelle St. Michael Eppan ein Konzert, und ab 21 Uhr sorgt die Gruppe Rifflblech für mitreißende Unterhaltung. Am Sonntag, 17. Mai ab 11 Uhr, gibt es einen feierlichen Einzug zur heiligen Festmesse auf dem Kirchplatz, darauf folgt der Einzug zum Festgelände und der anschließende Festakt. Die Banda Folk di Folgaria sorgt für Unterhaltung, gefolgt von dem Festkonzert der Musikkapelle Algund um 14 Uhr. Die Gruppe Gipfelblech sorgt für einen grandiosen Abschluss des Jubiläumsfestes. Die Musikkapelle Auer freut sich auf Ihr Kommen!

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