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Alps Move 2026 - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

PAYSAGE MÈRE

In den ersten Wochen nach der Geburt öffnet sich ein Raum zwischen Erschöpfung und Staunen, in dem nichts feststeht und sich alles verändert. Der Körper sucht nach einer neuen Ordnung, während Mutter und Kind das Leben als gelebte Einheit erfahren.
Paysage mère nähert sich diesem Zustand als begehbare Installation und erzählt von der stillen und verletzlichen Kraft dieser Zeit. Gesang und Wiegenlieder durchziehen den Raum wie Dunst: manchmal kaum greifbar, manchmal körperlich spürbar. Sie beruhigen, tragen, befreien.
Mit der Geburt eines Kindes tritt die Frau eine Transformation ins Unbekannte an. Die Performance verweilt in diesem Übergang, ruft zur Sichtbarkeit auf und lädt ein, Mutterlandschaften als Zeug*innen zu betreten.

Konzept, Regie, Produktion: Sabrina Fraternali, Marika Rainer, Sylvie Riant
Choreografie: Sabrina Fraternali
Darsteller*innen: Sabrina Fraternali, Marika Rainer e altri interpreti
Foto, Video, Kostüm, Installation: Sylvie Riant
Musik und Sound: Marika Rainer

CROLLI SILENZIOSI – STILLE EINSTÜRZE

Crolli Silenziosi – Stille Einstürze stellt die Frage: Wie bewegt sich ein Körper, wenn er zuhört? Ausgehend von einer langjährigen künstlerischen Praxis in Naturlandschaften entsteht eine choreografische Installation zwischen Tanz, Klang, Material und Mythos. Zwei Tänzerinnen begegnen Steinen als Zeitzeugen und Trägern von Erinnerung. Inspiriert von der Dolomitensage der Tanna erkundet die Performance Fragilität, Transformation und die Balance zwischen Kollaps und Aufrichtung. Ein poetischer Erfahrungsraum, in dem Stille, Aufmerksamkeit und Verbundenheit körperlich erfahrbar werden.

Konzept: Claudia Tomasi in Zusammenarbeit mit Francesca Pedullà & Thomas Beck
Choreografie, Darstellerinnen: Claudia Tomasi, Francesca Pedullà
Texte, Stimme: Thomas Beck
Originalmusik und Sound: Benjamin Tomasi
Foto: barbaracali(C)torinocity
Produktion: Claudia Tomasi

IN BALANCE
(AUF MESSERS SCHNEIDE)

Vertrauen ist eines der fundamentalen Elemente menschlicher Beziehungen – ein unsichtbares Band, das Menschen miteinander verbindet. Wer vertraut, öffnet sich, gibt Kontrolle ab und macht sich zugleich verletzlich. Eine Ambivalenz zwischen Tragen und Zerbrechen, Nähe und Distanz.
Das Seil wird zum zentralen Symbol dieser fragilen Balance. Als eines der ältesten Werkzeuge der Menschheit kann es retten und fesseln, sichern, verbinden und Halt geben, doch es kann ebenso einschnüren, begrenzen und bedrohen. In der Shibari-Kunst wird das Seil nicht nur als Mittel der Fesselung verstanden, sondern als Ausdruck tiefen Vertrauens. Wer sich binden lässt, begibt sich in die Hände eines anderen. Dabei steht das Gleichgewicht nie still: es muss immer wieder neu gefunden werden.

Konzept, Regie, Kostüm, Produktion: Rixa Rottonara
Choreografie, Darstellerinnen: Iris Gonzales, Rixa Rottonara

CLOWDS

Wolken stehen für das Element Luft, das mit Freiheit, Leichtigkeit und Wandlungsfähigkeit verbunden wird. Sie symbolisieren Unabhängigkeit und Flexibilität – Altes verweht, Neues entsteht.
Clowds (1998) ist Teil einer Videoinstallation zu den vier Elementen. Im Kontext dieses Raumes entfaltet die Arbeit eine besondere Resonanz: Der Ausblick durch das gegenüberliegende Fenster auf die umgebende Natur des Klosters erweitert den Bildraum des Videos und lässt Werk, Architektur und Landschaft zu einem zusammenhängenden Wahrnehmungsraum verschmelzen.
Wie die vorbeiziehenden Wolken im Video, eröffnet auch das Fenster den Blick auf das Außen in ständiger Wandlung, während die Innenräume Beständigkeit vermitteln.

Konzept, Choreografie, Darsteller*innen, Kostüm: Remo Rostagno, Doris Plankl
Video, Regie: Andreas Pichler
Oirginalmusik und Sound: Susanna Schönberg
Produktion: IDEA_tanztheaterperformance

ADD_SOFTNESS

Die Arbeit von 3k widmet sich der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Sanft- und Robustheit. In einer von Leistungsansprüchen und Erwartungen geprägten Gegenwart stellt sie die Frage, wie Sanftheit nicht nur bewahrt, sondern auch kultiviert werden kann. Wann wird Resilienz zur Härte? Und kann man sich vielleicht sogar mit „Weichheit“ rüsten?
Im künstlerischen Dialog experimentieren die Performerinnen mit Stimme, Geräusch und Bewegung zwischen automatisierten Abläufen am Schminktisch und dem Anlegen einer Hockeymontur. Anhand dieser Rüstungspraktiken lotet die Arbeit die feinen Übergänge zwischen softness und toughness aus und untersucht, welche Formen von Schutz, Widerstandskraft und Verletzlichkeit darin sichtbar werden.

Konzept: Michèle Schladebach, Greta Schuster, Marika Rainer, Sabrina Fraternali
Choreografie: Greta Schuster, Sabrina Fraternali
Darstellerinnen: Greta Schuster, Marika Rainer
Originalmusik: Michèle Schladebach
Foto: Martina Cavinato

HABIT

Ein Schein
Schritte der Vergangenheit
entblößen das Gewand
der Gegenwart.
Ein Wirbel
schleudert
Altes, Erschwertes
in den Raum der Unendlichkeit
und bahnt sich
den Pfad des Kommenden.

Im Dialog mit der Papierskulptur von Elisabeth Oberrauch beschreiten, bewegen und beleuchten Simone Oberrauch und Massimo Bertinelli die Räume der Stiftsbibliothek. Skulptur, Klang und Bewegung treten in Dialog mit Architektur und Geschichte der Bibliothek und offenbaren ein poetisches und performatives Körpertheater. In dieser eigens für diesen Ort entwickelten Inszenierung verweben sich Vergangenheit und Gegenwart zu einem „Raum der Unendlichkeit“. In einer Zeit des schnellen Wissens lädt Habit zum Verlangsamen und Innehalten ein.

Konzept: Simone Oberrauch, Massimo Bertinelli, Elisabeth Oberrauch
Choreografie, Darsteller*innen, Regie, Foto, Kostüm: Simone Oberrauch, Massimo Bertinelli
Originalmusik & Sound: Massimo Bertinelli
Produktion: Cie. ATZAR

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

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