TO TREAD THE SALTY DEEP
Beneath the water the tempest is nothing but a song
Beneath this skin we are nothing
But a storm
Janina Diller
Im Solo To Tread the Salty Deep befruchten sich die physische, klangliche und narrative Ebene gegenseitig. Es entsteht eine Performance, die zwischen Mythologie und Punk, zwischen Tanz, Klangkunst und Poesie schwebt. Die weibliche Stimme und der weibliche Körper sind Ursprung und treibende Kraft dieses szenischen Universums.
Das Werk setzt sich mit der Figur der Meerjungfrau auseinander und untersucht den Prozess der „Andersartigkeit“ des weiblichen Körpers: seine Dämonisierung, Erotisierung und Kontrolle. Mithilfe dieses vielschichtigen Archetyps erkundet das Stück mögliche Erzählungen, die durch die Komposition von Spannungen, Anhäufungen, Reibungen und wiegenden Melodien neu interpretiert und neu erdacht werden.
Konzept, Choreografie, Darstellerin: Margherita Dello Sbarba
Originalmusik: George Dhauw & Margherita Dello Sbarba
Sound Design: George Dhauw
Drammaturgie: Antia Diaz Otero
Lichtdesign: Margherita Dello Sbarba
Choreografische Assistenz: Alexandros Anastasiadis
Produktion: Uncanny Paradise
AGAIN BUT DIFFERENT
Again but Different untersucht die Auswirkungen des ständigen Drucks, den die heutige Gesellschaft auf Körper und Geist ausübt. In einem Umfeld, das Effizienz, Produktivität und Leistung fordert, wird der Körper zu einem Ort der Kontrolle, Disziplin und Widerstandsfähigkeit.
Das Solo lädt ein, das Verhältnis von Stärke und Verletzlichkeit zu hinterfragen und das Scheitern als Teil des Weges anzunehmen. Auf der Suche nach der Harmonisierung von Körper, Geist und Seele, stehen Präsenz, Achtsamkeit und Freiheit im Vordergrund.
Die Bewegungen wiederholen sich, die Anspannung lässt nach und die Abfolge wird fließender und organischer. Durch die Performance fordert die Tänzerin eine Rückkehr zum Zuhören und zur Ruhe; sie lässt äußere Erwartungen und Kontrolle los und sucht ihr eigenes Gleichgewicht.
Konzept, Choreografie, Darstellerin, Produktion: Giorgia Calliari
Drammaturgie: Eva Robayo
Foto: Ian Cardoz
Lichtdesign: Eva Robayo
THE SOUND OF RAIN
The Sound of Rain geht einer Frage nach: Kann das Stillstehen eine Form von Stärke sein? Nicht als Widerstand dem Leben gegenüber, sondern als Versuch, in seine Tiefe einzutauchen. Inspiriert vom Klang des Regens lädt das Stück ein, langsamer zu werden, in sich hineinzuhorchen und inmitten der Unruhe zu sich selbst zu finden.
Zwei Körper betreten als eigenständige Einheiten den Raum, um erst allmählich in Resonanz zu treten. Nach dem Prinzip der „e-motion, energy in motion“ werden Gefühle nicht dargestellt, sondern aktiviert. Gemütszustände sind wie kinetische Kräfte, die den Körper durchströmen und dabei ständig Form, Dichte und Richtung ändern. Bewegung ermöglicht es, gleichzeitig zu denken und zu fühlen, und offenbart letztendlich die Lebendigkeit einer Emotion.
Konzept, Choreografie: Ladina Whitehead, Vanessa Morandell
Darsteller*innen: Ladina Whitehead, Fazil On Yu
Foto: Marco Wolff
Lichtdesign: Vanessa Morandell
Gefördert von Abteilung für Deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen
EVERYTHING STARTS FROM POINT ONE
performance
Ein Körper. Zwei Stimmen einer inneren Bewegung. Ein Spiel von Nähe und Abgrenzung, Anpassung und Eigenart. Etwas wächst. Umklammert. Trägt und nimmt zugleich.
Wie viel bleibt von mir auf der Suche nach Verbindung mit den anderen?
Der Tanz tastet sich durch Zwischenräume und versucht zwischen dem Ich und dem Wir eine Balance zu finden. Es ist wie in einem Geflecht, das sich selbst durchdringt. Ein Konflikt zwischen dem Wunsch, bei sich selbst zu bleiben und dem Bedürfnis, Teil des Ganzen zu sein. Everything starts from point one ist inspiriert von der Würgefeige, ein faszinierendes Phänomen der Pflanzenanpassung und Überlebensstrategie, wobei das enge Geflecht der Feige seinen Wirtsbaum am Ende erstickt.
Konzept, Choreografie, Darstellerinnen, Produktion: Mirjam Plank, Lea Markgraf
Musik und Sound: Samuel Merold
Foto: Stefan Grau