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Tanz BZ: Compagnia Abbondanza/Bertoni - Veröffentlicht von martin_inside

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  • Simon Steen-Andersen + Michael Gordon & Bill Morrison Das Transart Festival wird mit CRASH, einer Musikperformance, die sich klanglichen und audiovisuellen Erforschungen widmet, eröffnet. Diese ist in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient entstanden. Mit den italienischen Erstaufführungen von Simon Steen-Andersens Piano Concerto und Gotham von Michael Gordon und Bill Morrison werden Konventionen gesprengt und die Grenzen des traditionellen Konzerts neu definiert. Unter der Leitung von Vimbayi Kaziboni interpretiert das Haydn-Orchester die beiden Werke und befeuert einen intensiven Dialog zwischen Klang und Bild. Das musikalische Erlebnis verwandelt sich dabei in ein dichtes, pulsierendes Zusammenspiel der Sinne. Piano Concerto von Simon Steen-Andersen Das Leitmotiv des Werks Piano Concerto (2014) von Simon Steen-Andersen ist das Experiment. Der dänische Komponist ist bekannt für seine Fähigkeit, Performance, Video und klangliche Forschung zu radikal neuen Ausdrucksformen zu verweben.  Auf der Bühne entfaltet sich ein beeindruckender multimedialer Dialog: Eine Pianistin - in Bozen Ning Yu - interagiert an einem perfekt intakten Konzertflügel mit der Videoinstallation eines anderen Pianisten, der seinerseits an den Überrestem eines Flügels spielt, den man aus acht Metern Höhe auf einen Betonboden fallen ließ. Das digitale Gegenüber in diesem virtuellen "Doppelkonzert" ist Nicholas Hodges, Ikone der zeitgenössischen Klaviermusik, der das Werk 2014 in Donaueschingen uraufführte und hier indirekt zu Transart zurückkehrt.  Die permanente Spannung zwischen der Präzision des intakten Flügels und der rohen Kraft der Zerstörung am anderen Instrument wird selbst zum musikalischen Material. Das Orchester nimmt die Energie auf, verstärkt sie und formt daraus eine Partitur von außergewöhnlicher Präzision, die das Ereignis in Raum und Zeit ausdehnt. Gotham von Michael Gordon und Bill Morrison Gotham ist eine sensorische und hypnotische Reise nach New York, die Stadt, die niemals schläft. Erzählt wird sie vom Komponisten Michael Gordon und dem Filmemacher Bill Morrison. Musik und Archivaufnahmen des frühen 20. Jahrhunderts zeigen eine Metropole im tiefgreifenden, industriellen Umbruch. Sie verschmelzen zu einer filmischen Sinfonie, die das Gedächtnis der Stadt in lebendige, pulsierende Materie verwandelt. Baustellen, rauchverhangene Skylines und plötzliche pastorale Bilder, wie etwa von einer Schafherde mitten im Central Park, fügen sich zu einem fragmentierten Porträt einer Stadt in ständigem Wandel zusammen. Die Partitur entfaltet sich, mal zerbrechlich, mal überwältigend, und fängt dabei das Chaos und die unerschöpfliche Energie der Metropole ein. Gotham idealisiert nicht: Es zeigt Staub, Lärm, den rastlosen Rhythmus und all die Härte und Faszination dieser Stadt. Daraus entsteht eine immersive Erfahrung, die ihre Zuschauer direkt in das Herz der Metropole zieht – zwischen Erinnerung, Bewegung und Traum. Das Ticket gilt für beide Vorstellungen.
  • Xiu Xiu + Matthew Herbert In den Räumen von Rothoblaas treffen im Rahmen einer Veranstaltung in Kooperation mit dem Museion zwei visionäre Ansätze klanglicher Experimentierfreude aufeinander: Xiu Xiu, das kompromisslose Experimental-Duo um Jamie Stewart und Angela Seo, und Matthew Herbert, ein wegweisender Künstler, dessen Schaffen die Konventionen elektronischer Musik immer wieder aufs Neue herausfordert. ERASERHEAD XIU XIU von Xiu Xiu ERASERHEAD XIU XIU ist eine intensive Auseinandersetzung mit David Lynchs Debütfilm Eraserhead (1977). Nach Plays the Music of Twin Peaks widmet sich die US-amerikanische Experimental-Alternative-Band Xiu Xiu erneut dem Kosmos des Regisseurs und ihn in ein audiovisuelles Gesamterlebnis. Musik und eigens geschaffene Bildwelten – Originalaufnahmen, Lichtblitze, analoge Texturen und verfremdete Montagen – greifen ineinander und erinnern an Lynchs unverwechselbare Ästhetik. Mit Live-Aufnahmen, selbstgebauten Instrumenten, Orgel, modularen Synthesizern, Stimme und Elementen der Musique concrète erschaffen Jamie Stewart und Angela Seo einen hypnotischen Klangraum, der zentrale Motive des Films aufgreift und in einer dichte audiovisuelle Form überführt. So entsteht eine eigenständige Neuinterpretation von Eraserhead, die die Grenzen zwischen Traum, Erinnerung und Wirklichkeit verschwimmen lässt. theukhasmorefoodbanksthanbranchesofmcdonalds.com von Matthew Herbert Seit mehr als dreißig Jahren verwandelt Matthew Herbert Klänge aus der Wirklichkeit in elektronische Musik, die gleichzeitig politisch, dabei aber auch emotional und körperlich erfahrbar ist. Für sein neues Projekt greift er eine alarmierende Entwicklung auf: Im Vereinigten Königreich gibt es inzwischen mehr Tafeln und Lebensmittelausgabestellen als McDonald’s-Filialen. Ihre Zahl ist von rund 35 im Jahr 2010 auf über 2.800 gestiegen. Für dieses Werk hat Herbert die Klänge jener Dinge aufgenommen, die dort besonders häufig gebraucht werden: Konservendosen, Verpackungen, Flaschen, Kartons, Seife, Windeln, Reis oder Shampoo. Aus diesen Geräuschen entwickelt er kraftvolle, tanzbare elektronische Musik, die Energie mit gesellschaftlicher Realität verbindet. Das Ticket gilt für beide Vorstellungen. Im Ticket ist auch der Zugang zum Symposium SOUNDS LIKE THE FUTURE – Giorgio Moroder across media, arts and communication enthalten, das am selben Tag um 09:30 Uhr an der Freien Universität Bozen stattfindet.In den Räumen von Rothoblaas treffen zwei visionäre Positionen klanglicher Experimentierfreude aufeinander – im Rahmen einer Veranstaltung in Kooperation mit dem Museion: Xiu Xiu, das kompromisslose Experimental-Duo um Jamie Stewart und Angela Seo, und Matthew Herbert, ein wegweisender Künstler, dessen Schaffen die Konventionen elektronischer Musik immer wieder aufs Neue herausfordert.
  • Es gibt Termine vom 13 März 2027 bis 24 März 2027
    Theaterinstallation von Rudolf Frey und Ayşe Gülsüm Özel Uraufführung Vor dem Horizont des Krieges wendet sich eine ganze Generation als Akt des Widerstands dem Traum zu. Ihr selbsternannter Papst André Breton findet auf Flohmärkten Objekte, die den Traum verfestigen und die Wirklichkeit durchlöchern: Durch den Traum, den Zufall, das Unbewusste soll sich die Tiefenstruktur der Welt und des Lebens verändern. Während die politische Verfolgung die Revolutionär:innen ins Exil treibt, bleiben auf dem europäischen Seziertisch – in voller Schönheit demokratischer Gleichheit – eine Nähmaschine und ein Regenschirm liegen, eine Tasse, der Haare wachsen, ein Mann, der zum Minotaurus morpht. In revolutionärem Gestus zerschneidet die surrealistische Bewegung noch heute die Netzhaut des bürgerlichen Sehens. In Zeiten von Migration, Exil und politischen Krisen wird Buñuels ikonisch gewordener Schnitt durch das Auge zur Welterfahrung. Die kollektive Stückentwicklung öffnet an einem ungewöhnlichen Ort jenseits des Stadttheaters immersive Räume, die unsere in die Tiefe seelischer Krisen gefallenen Träume mehr- und keinsprachig spiegeln. Ausgehend von dem spanisch-mexikanischen Filmemacher Luis Buñuel, der britisch-mexikanischen Künstlerin Leonora Carrington und der türkischen Schriftstellerin Tezer Özlü legen die multidisziplinären Künstler:innen Rudolf Frey und Ayşe Gülsüm Özel das DOWN BELOW einer Gegenwart frei, die Angst- und Traumwelten im Akkord produziert.

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