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Alps move: Margin + Ruth + My Father’s Jacket - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

MARGIN
Santija Bieza_LT/IT

Ich begegnete Pina Bausch zum ersten Mal im Film “Klage der Kaiserin”. Dieser Film, ein grenzwertiges Werk, hat sich in meine Erinnerung eingebrannt. Seine eigentu?mliche Bildsprache mit diesen verlorenen, unzusammenhängenden Figuren, die sich am Rande eines surrealen Raumes bewegen, hat es mir angetan. Mich interessiert der Rand als Grenze. Wo liegt die Grenze zwischen den Dingen? Wo treffen Gegensätze aufeinander? Was bedeutet es, am Rande zu stehen? Was können die Gru?nde fu?r eine Abgrenzung sein?Was passiert mit der Grenze zwischen dir und mir? Ab welchem Punkt unterscheiden wir uns? Eine Randexistenz kann durch unterdru?ckende Strukturen auferlegt oder als Ort des Widerstands gewählt werden - Raum fu?r Möglichkeiten und radikale Öffnung.

Konzept + Choreografie + Darstellerin + Kostu?me + Foto & Video: Santija Bieza
Schnitt: Marco Sonna
Musik : eseleptitun-hypothalamus|sobodo|mupunzel

RUTH
Giulia Tornarolli_IT

Ruth ist ein diskreter Blick auf das, was den Menschen von jeher am meisten Angst macht: das Vergehen der Zeit, der Verfall, der Tod. Ruth ist aber auch zugleich eine kleine Reise in Richtung Akzeptanz des Endpunktes des Lebens. Die Performance wird, behutsam und gefasst, zuweilen melancholisch, aus der Sicht einer alten Frau erzählt. Der Ton ist zärtlich und zugleich ironisch. Das ermöglicht es dem Zuschauer, sich auf das Thema einzulassen, ungeachtet welcher Generation er selbst angehört. Ruth ist eine Hommage an das Alter und eine Aufforderung, das Älterwerden nicht als Krankheit anzusehen. Es ist vielmehr einwichtiger Lebensabschnitt, in dem man viel entdecken kann und es sich anzupassen gilt. Ruth möchte zum Nachdenken anregen und so verhindern, dass die lebendige Gegenwart vergeudet wird. Mit Musik, Texten und Video schaffe ich ein Stu?ck, in dem ich mit dem Zuschauer interagieren möchte. Auf diese Weise versuche ich, dem Publikum meine Geschichte so nahe wie möglich zu bringen.

Konzept + Choreografie + Darstellerin: Giulia Tornarolli
Foto: Nicolas Franciscus
Musik: Mattia Malerba
Lichtdesign: Carlo Quartararo

MY FATHER’S JACKET
Elisabeth Ramoser_IT

My Father’s Jacket ist auf Frequenzen aufgebaut. Atemfrequenz. Pulsfrequenz. Auch Musik ist Frequenz. Schall ist eine eigentu?mliche Wellenart. Schallwellen kann man nicht sehen und nur selten fu?hlen. Aber man kann sie hören. Bei Schall schwingen Luftteilchen in Ausbreitungsrichtung hin und her. Sobald Schall sich ausbreitet, entstehen Verdichtungen und Verdu?nnungen der Luft und erzeugen unterschiedlichen Druck. Aber auch Festkörper und Flu?ssigkeiten können durch Teilchenschwingungen Schall weiterleiten. Ich interessiere mich in diesem Stu?ck fu?r die physische Emotion. Fu?r die Wiederholung. Ich möchte mit dieser Choreografie ein offenes System schaffen, das permanent in Kontakt mitdem Umfeld steht.

Konzept + Regie und Choreografie: Elisabeth Ramoser
Darsteller*innen + Foto + Kostu?m + Produktion: Elisabeth Ramoser & Co
Lichtdesign: Elisabeth Ramoser, Carlo Quartararo

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