MAXIMA IMMORALIA
Kammeroper für Stimmen und Instrumente
Libretto und Musik: Orazio Sciortino – Edizioni Curci
Orazio Sciortino – Dirigent
Stimmen:
Maria Eleonora Caminada
Giulia Peri
Giulia Zaniboni
GAMO Ensemble
Marco Facchini – Violine
Lucio Labella Danzi – Violoncello
Nicola Tommasini – Akkordeon
Fabio Fornaciari – Klavier
Federico Tramontana – Schlagzeug
Maxima Immoralia ist eine Kammeroper zwischen Eros und Satire. Das Libretto wurde nach dem Vorbild jener erfolgreichen und gewagten Literatur, die zwischen dem Mittelalter und der Renaissance entstanden ist, in Prosa und Versen geschrieben.
Auf der Bühne steht nur eine einzige Figur, eine Frau mit drei Stimmen, die von nicht vollzogenen Ehen, prostituierten Nonnen, unterdrückten Begierden und gewagten Fantasien erzählt, mit Anspielungen auf wenig erbauliche Episoden aus der Geschichte der Kirche, mit Verweisen auf die Welt der Madrigale des Barock, auf groteske Masken bis hin zum volkstümlichen „Cunto“.
Lebendige Musik, bestehend aus in der Zeit schwebenden Klängen, die auf unkonventionellen Klangtechniken basieren. Das kleine Ensemble nimmt das Publikum zusammen mit dem Vokal-Trio auf eine poetische Reise voller beißender Ironie mit.
“Irmgard Knef: Noch da! 100 Jahr, blondes Haar“
Eines vorneweg: Hildegard Knef (geb. 1925) hatte keine Zwillingsschwester. Irmgard ist ein theatralisches, dramatisches Phantasieprodukt. Und: Die Dame auf der Bühne ist ein Mann, der Kabarettist Ulrich Michael Heissig.
Wenn die berühmte Hildegard Knef aber eine Zwillingsschwester gehabt hätte, wäre sie gewesen wie die Figur auf der Bühne. Sie hätte nicht gesungen „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, sondern augenzwinkernd larmoyant „Auch ich wollt‘ Autogramme geben“. Die Geburtsstunde von „Irmgard Knef“ war 1999, und seither tut sie beides: singen und Autogramme geben. Mit Themen wie Politik, Religion, Alter und Sex hat sich Irmgard erfolgreich von ihrer viel berühmteren Schwester Hildegard emanzipiert. Und sie hat etwas geschafft, was Hildegard nicht gelungen ist, nämlich den Deutschen Kabarettpreis zu gewinnen. Oder hat ihn ihr männliches Alter Ego gewonnen? Irgendwie beide
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