Deutscher Kabarett-Preis 2016
Schweizer Kabarett-Preis Cornichon 2016
Der Titel lässt es schon anklingen: In dem satirischen Ein-Mann-Theater „bisjetzt – solo“ blickt Dorfer zurück. Aber nicht nur auf die eigene Biografie, nach dem Motto „Meine besten Jahre“, das wäre nicht abendfüllend. Die Perspektive setzt weiter oben an. Zeitgeschichte passiert Revue, Vergessenes, Verdrängtes, Erinnerliches, Neues.
Alfred Dorfer kombiniert, kontrastiert, collagiert schwarzhumorig Ausschnitte und Bruchstücke aus seinen Anfängen im Ensemble Schlabarett, seinen Koproduktionen mit Josef Hader („Freizeitmesse“, „Indien“) bis zum preisgekrönten „fremd“ und komponiert sie gekonnt mit ordentlicher Selbstironie zu seiner eigenen, fiktiven (?) Biografie zusammen.
„bisjetzt – solo“ ist kein handelsübliches Best of, sondern, wie bei Dorfer üblich, ein eigenständiges Stück voll fröhlichem Nihilismus. Es ist die zielstrebige Spurensuche eines leidenschaftlichen Vordenkers und Nachfragers, eines engagierten Wurzelbehandlers und Fassadenabklopfers, eines satirischen Trapezkünstlers und melancholischen Sokratikers. Kurz: eine Werkschau Dorfers.
„Er ist der vielfältigst Begabte unter seinen deutschsprachigen Kollegen“ (Süddeutsche Zeitung)