Ein Gastspiel des Burgtheaters, Wien
Das Konzert ist gar kein Konzert. Es ist die wiederkehrende Ausrede des Pianisten Gustav Heink. „Gespielt“ wird es, wann immer er der Ehefrau und seinen in ihn verliebten Schülerinnen entkommen will, um sich in einer Berghütte mit seiner augenblicklichen Favoritin zu vergnügen. Die Ausrede hat sich bewährt. Auch die Liebesworte, die er den wechselnden Damen ins Ohr flüstert, sind eingespielt wie die Eröffnungen einer Schachpartie. Nur verlaufen die Affären auch nach dem Auftakt eher gleichförmig. Dies ändert sich schlagartig, als eine besonders heftig in ihren Meister verliebte Schülerin dahinterkommt, mit wem dieser zum Konzert fährt. In der Hoffnung, die Nebenbuhlerin auszuschalten, unterrichtet sie deren gehörnten Ehemann. Und der greift nicht etwa zur Waffe, sondern zu einem viel teuflischeren Mittel. Das 1909 uraufgeführte Stück „Das Konzert“ widmete Hermann Bahr seinem Freund Richard Strauss. Regisseur Felix Prader lässt die Komödie übers Lieben, Lügen und Betrügen von Bühnenbildner Werner Hutterli passend in eine Pappwelt packen, in der ein hochkarätiges Ensemble aufspielt.
Regie: Felix Prader
Es spielen:
Gustav Heink, Pianist: Peter Simonischek
Marie, seine Frau: Regina Fritsch
Dr. Franz Jura: Florian Teichtmeister
Delfine, seine Frau: Stefanie Dvorak
Eva Gerndl: Alina Fritsch
Pollinger: Branko Samarovski
Frau Pollinger: Barbara Petritsch
Fräulein Wehner: Liliane Amuat
Fräulein Selma Meier: Sara Zangeneh
Miss Garden: Elisabeth Augustin
Frau Claire Floderer: Brigitta Furgler