“Irmgard Knef: Noch da! 100 Jahr, blondes Haar“
Eines vorneweg: Hildegard Knef (geb. 1925) hatte keine Zwillingsschwester. Irmgard ist ein theatralisches, dramatisches Phantasieprodukt. Und: Die Dame auf der Bühne ist ein Mann, der Kabarettist Ulrich Michael Heissig.
Wenn die berühmte Hildegard Knef aber eine Zwillingsschwester gehabt hätte, wäre sie gewesen wie die Figur auf der Bühne. Sie hätte nicht gesungen „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, sondern augenzwinkernd larmoyant „Auch ich wollt‘ Autogramme geben“. Die Geburtsstunde von „Irmgard Knef“ war 1999, und seither tut sie beides: singen und Autogramme geben. Mit Themen wie Politik, Religion, Alter und Sex hat sich Irmgard erfolgreich von ihrer viel berühmteren Schwester Hildegard emanzipiert. Und sie hat etwas geschafft, was Hildegard nicht gelungen ist, nämlich den Deutschen Kabarettpreis zu gewinnen. Oder hat ihn ihr männliches Alter Ego gewonnen? Irgendwie beide
Meraner Kabarett Tage 2026: Mit seinem ersten Soloprogramm „Allein“ war Robert Palfrader 2025 mehrmals in Südtirol zu Gast. Nun folgt „Testament“. Nicht unbedingt sein letzter Wille, aber definitiv sein neues Solo-Programm. Könnte aber sein, dass es trotzdem etwas zu erben gibt bei Robert Palfrader. Seine Betrachtungen und Überlegungen zum Thema Löffelabgabe zum Beispiel. Alles was man wissen muss, damit man in Frieden ruhen kann, aber trotzdem aus der letzten Ruhestätte noch laut und deutlich gehört wird.
Robert Palfrader (56) ist dem Südtiroler Publikum vor allem als Schauspieler und Kabarettist bekannt. Seine Paraderolle war Robert Heinrich der Erste in der ORF-Satiresendung „Wir sind Kaiser“. Der gebürtige Wiener mit Gadertaler Wurzeln arbeitet auch als Regisseur und Drehbuchautor. Vor der Premiere von „Testament“ im April 2026 in München gibt es eine VOR-PREMIERE, in Meran bei den MERANER KABARETT TAGEN. Es ist uns eine Ehre.
Ein Gastspiel des Bronski & Grünberg Theaters
Romeo Montague und Julia Capulet sind inzwischen nicht mehr ganz so jung und auch kein Liebespaar. Beide sind Nesthocker im komfortablen Zuhause ihrer wohlhabenden Eltern. Romeo klimpert am liebsten den ganzen Tag auf seiner Laute. Julia schläft tagsüber, weil sie nachts auf Bällen tanzt. Was für die längst erwachsenen Kinder bequem ist, wird den Eltern langsam zu bunt. Beide Häuser wünschen sich, dass ihr Nachwuchs endlich auf eigenen Füßen steht. Romeo und Julia, die nicht ausziehen wollen, schmieden einen raffinierten Plan. Doch jede gute Intrige gerät auch schnell außer Kontrolle. Während Romeo und Julia alle Hände voll zu tun haben, verändert sich etwas zwischen den beiden, das sie selbst überrascht und die Eltern unvorbereitet trifft. Zu schaffen macht den Familien auch der autoritäre Herzog, der alle hart bestraft, die Unruhe stiften. Die Häuser Montague und Capulet geraten in den Sog der Widerstandsbewegung, und plötzlich geht es um viel mehr als die alten, kleinen Konflikte …
Kaja Dymnicki und Alexander Pschill haben in der Spielzeit 24/25 mit „Amadeus“ das Publikum von den Sesseln gerissen. Jetzt werfen sie mit ihrem gewohnt enormen Tempo einen frischen Blick auf den Klassiker von Shakespeare. „Ein großer Spaß“ (Der Falter).
Dauer: ca. 2 St. (keine Pause)
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