Leitung: Domkapellmeister Roland Büchner.
Regensburg selbst wurde 2006 in die Liste der UNESCO-Welterbe-Stätten aufgenommen. Gäbe es auch eine Liste für Welterbe-Chöre, wären die Regensburger Domspatzen mit ihrer tausendjährigen Tradition längst aufgenommen. Bereits im Jahr 975 gründete Bischof Wolfgang in Regensburg eine eigene Domschule, die neben dem allgemeinen Unterricht besonderen Wert auf die musikalische Ausbildung legte. Den Schülern war der liturgische Gesang in der Bischofskirche übertragen. Und so blieb es bis heute. Weltweit berühmt wurde der Chor ab den 1930er-Jahren unter der Leitung von Theobald Schrems. Er baute die Konzerttätigkeit des Chores aus und errichtete ein Musikgymnasium mit Internat sowie eine Tages- und Internatsgrundschule. Von 1964-1994 leitete Georg Ratzinger, Bruder von Papst Benedikt XVI., den „ältesten Knabenchor der Welt”. Er begleitete die Domspatzen zu großen Auslandstourneen in die USA und nach Asien. Zahlreiche CD-Aufnahmen entstanden unter seiner Leitung. Seit 1994 steht Roland Büchner an der Spitze der Institution und leitet diese als Domkapellmeister und Stiftungsvorstandsvorsitzender. Das Repertoire der Regensburger Domspatzen reicht von den ältesten Gesängen der Kirche bis zum Volkslied und zeitgenössischen Werken. Ein Platz unter den besten Knabenchören weltweit ist den Regensburgern gewiss.
Programm:
Passionskonzert mit Gesängen der Heiligen Woche, wie sie in der Regensburger Tradition
im Dom St. Peter zu Regensburg erklingen:
Kompositionen u. a. von
Tomás Luis de Victoria (1548-1611)
Orlando di Lasso (1532-1594)
Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525- 1594)
Marc Antonio Ingegneri (1535- 1592)
Fritz Schieri (1922-2009)
Maurice Duruflé (1902-1986) u. a.