Toward Mahler
Johannes Brahms
Streichquartett c-Moll, Op. 51 Nr. 1
Johannes Brahms
Streichquartett a-Moll, Op. 51 Nr. 2
Die Streichquartette von Johannes Brahms gehören zu den jenen Werken der Kammermusik, die die Krönung dieser Gattung ausmachen, zu jenen Geschenken, die uns die Geschichte, man möchte fast sagen unverdient, macht, um unser Leben zu bereichern und ihm Sinn zu geben.
Die Musik Brahms’ geht aber auch Gustav Mahlers direkt voraus, und die Musiker, die Brahms kannten, mit ihm musizierten und seine Werke uraufführten, waren in vielen Fällen dieselben, die sich später für Mahlers Musik einsetzten.
Man kann sich keine idealeren Stücke als diese denken, um Stilforschung zu betreiben und zu verstehen, wie Musiker im ausgehenden 19. Jahrhundert in Wien gespielt haben mögen. Gemeinsam mit den Quartettmusikern Volker Jacobsen (Artemis Quartett) und Stefan Arzberger (Leipziger Streichquartett), den beiden Cellisten-Dirigenten Bruno Weinmeister und Philipp von Steinaecker und dem Musikwissenschaftler Clive Brown, der seines Zeichens der führende Wissenschaftler auf diesem Gebiet der Aufführungspraxis bei Brahms ist, präsentieren die Studenten der Mahler Academy, auf Darmsaiten spielend, ihre stilistische Auseinandersetzung mit Brahms auf ihrem Weg zu Gustav Mahler.
Ergänzt werden die Brahms-Quartette durch Alexander von Zemlinskys wunderbare Humoreske für Bläserquintett. Zemlinsky war der Kompositionslehrer von Alma Mahler und wurde von Gustav Mahler sehr geschätzt und gefördert. Die Humoreske ist zwar erst 1939 im amerikanischen Exil entstanden, aber ihre ganze Anlage und Klangwelt sind tief im Geist der Jahrhundertwende verhaftet. Es mag daher zulässig, ja sogar sinnfällig sein, sie auf Mahlers Wiener Originalinstrumenten der Jahrhundertwende zu spielen.
Orchesterleitung
Matthias Fletzberger
Sopran
Hila Fahima
Programm
Johann Strauß (Vater): Freiheits-Marsch op. 226
Constanze Geiger: Ferdinandus-Walzer op. 10 (Bearb. W. Dörner)
Carl Zeller: Ich bin die Christel von der Post (Der Vogelhändler)
Eduard Strauß: Ohne Bremse!, Polka schnell op. 238
Johann Strauß (Sohn): Seid umschlungen, Millionen!, Walzer op. 443
Luigi Arditi: Il bacio
Eric Coates: Calling All Workers
Jacques Offenbach: Gaîté Parisienne: Suite (Bearb. M. Rosenthal)
Charles Gounod: O Dieu! Que de bijoux (Faust)
Josefine Weinlich-Amman: Sirenen-Lieder, Polka Mazur op. 13 (Bearb. W. Dörner)
Hans Christian Lumbye: Københavns Jernbane Damp Galop / Kopenhagener Dampfeisenbahn-Galopp
Pëtr Il'ič Čajkovskij: Dornröschen: Walzer
Emmerich Kálmán: Heia, heia, in den Bergen ist mein Heimatland (Die Csárdásfürstin)
Josef Strauß: Jokey-Polka, Polka schnell op. 278
Johann Strauß (Sohn): An der schönen blauen Donau, Walzer op. 314
Gioachino Rossini: La danza (tarantella)
Johann Strauß (Vater): Radetzky-Marsch op. 228
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