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KLANGfeste: 5/8erl in Ehr'n - Veröffentlicht von martin_inside

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"BURN ON!"

Wiener Soul
BURN ON löst als Volkserkrankung das Burn Out ab: Unsere Gesellschaft ist im Dauerstress. Innere Unruhe, Angst und Panik sind Symptome, aber Weitermachen bis zur Erschöpfung ist angesagt. Der Kapitalismus und ein stetiger Selbstoptimierungszwang sitzen uns im Nacken. Trotzdem: Pausen sind keine vorgesehen, BURN ON!
5/8erl in Ehr‘n drehen den Spieß um und liefern mit ihrem siebten Album „BURN ON!“ eine Sound-Therapie. Der Wiener Soul dient dabei als Schmerzmittel gegen den überfordernden Alltag unserer Zeit. Die 8erl bewegen sich dabei in einem beinahe unerschlossenen Terrain der österreichischen Musiklandschaft: zwischen der Wehmut, ewigem Raunzen und zwanghafter Kabarett-Blödelei musizieren die 8erl in ihrer eigenen Welt, wo die Zuhörer*innen mit Anmut, Tiefgang und Humor beschenkt werden.
In guter Bandtradition wird das Politische und Private durchleuchtet. Arbeit ist ein Thema am neuen Album, neue Worksongs – oder besser: Müßiggang-Songs – braucht das Land. Die Alltagssprache, Stilblüten und leere Phrasen unserer Geilomobil-Storyteller werden behandelt, verwandelt und mit Selbstironie in den Duktus des Wiener Soul übersetzt.
Was die 5/8erl immer noch können und wohl nicht mehr verlernen ist ihr lässiger Groove. Sie haben über 19 Jahre ihren Do-It-Yourself Ethos perfektioniert, spielen in ungewöhnlicher Besetzung diverseste Musik von der Donau über den Nil und Amazonas bis zum Mississippi. Mal klingt die Gitarre gezupft nach Schrammelmusik, im nächsten Moment abgedämpft und holzig wie eine afrikanische Kalimba. Calypso, Rocksteady, Jazz Ballade, Bossa Nova klingen nach 5/8erl in Ehr‘n aus Wien, und immer hört man den Soul als Konstante durch. Hier wird nichts runtergenudelt oder seelenlos im Computer zusammengebastelt, die 8erl musizieren und singen, dass es eine Freude ist. BURN ON!

Max Gaier, Robert Slivovsky: Gesang
Miki Liebermann: Gitarre
Hanibal Scheutz: Bass
Clemens Wenger: E-Piano, Akkordeon

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

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  • Im September 1872 macht der Bibliothekar der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, Carl Ferdinand Pohl, deren künstlerischen Leiter Johannes Brahms auf sechs Feldparthien für Blasinstrumente aufmerksam, die Haydn zugeschrieben werden. Im Sommer 1873 komponiert Brahms Variationen über einen Choral aus der sechsten Feldparthie und „trainiert“ damit die kontinuierliche Verwandlung und Fortentwicklung von Motivbausteinen und orchestralen Arrangements, die sein späteres sinfonisches Werk prägen werden. Mit seinem einzigen vollendeten Violinkonzert setzt Beethoven 1806 die Evolution einer Gattung fort, die bis zu diesem Zeitpunkt vom Concerto der italienischen Barockmeister bis zu Mozart führt. Das sinfonisch angelegte Werk mit dem schier endlosen Kopfsatz scheint den Violinkonzerten von Brahms, Tschaikowsky oder Sibelius näher zu stehen als den Vorgängern aus dem 18. Jahrhundert. Ein Schalk, von Anfang an: Am 12. Mai 1926 wird Schostakowitschs 1. Sinfonie – seine Abschlussarbeit am Leningrader Konservatorium – uraufgeführt und anschließend von Bruno Walter und Arturo Toscanini international bekannt gemacht. Einflüsse von Strawinsky, Prokofjew, Mahler oder Hindemith verschmelzen in der Partitur des 19-Jährigen zu einer originellen und eigensinnigen Tonsprache, mit ironischen und komischen Kunststücken, die man aus dem Zirkus oder dem Stummfilm kennt, aber – noch – nicht aus dem Konzertsaal.
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