Senior Jury Preisträger – 65. Busoni-Wettbewerb 2025
Lunch Concert
Franz Schubert
Fantasie C-Dur D.760, „Wanderer“
Franz Liszt
2 Konzertetüden, S.145: 1. Waldesrauschen. 2. Gnomenreigen
Franz Liszt
aus Années de pèlerinage. Deuxième Année. Italie:
Sonetto 104 del Petrarca, S.161 no.5
Sergei Bortkiewicz
Klaviersonate cis-Moll, op. 60
IVO BRIGADOI
Direttore · Leitung
MARTIN KLEMM
Fisarmonica · Akkordeon
PROGRAMM
“DIVERTIMENTI E SAGGE RIFLESSIONI”
Ein musikalischer Bogen zwischen zwei strahlenden Mozart-Divertimenti und lyrischen Werken europäischer Komponisten. Als Gast: der junge Trentiner Akkordeonist Martin Klemm, Solist im „Opale Concerto“ von Richard Galliano.
W.A. Mozart
Divertimento in Re magg. / D-Dur KV 136
A. Dvořák
Nocturne in Si magg. / H-Dur op. 40
R. Galliano
Opale Concerto per fisarmonica e archi · für Akkordeon und Streicher
Solista · Solist: Martin Klemm
E. Elgar
Elegy op. 58
W.A. Mozart
Divertimento in Fa magg. /
F-Dur KV 138
Im September 1872 macht der Bibliothekar der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, Carl Ferdinand Pohl, deren künstlerischen Leiter Johannes Brahms auf sechs Feldparthien für Blasinstrumente aufmerksam, die Haydn zugeschrieben werden. Im Sommer 1873 komponiert Brahms Variationen über einen Choral aus der sechsten Feldparthie und „trainiert“ damit die kontinuierliche Verwandlung und Fortentwicklung von Motivbausteinen und orchestralen Arrangements, die sein späteres sinfonisches Werk prägen werden. Mit seinem einzigen vollendeten Violinkonzert setzt Beethoven 1806 die Evolution einer Gattung fort, die bis zu diesem Zeitpunkt vom Concerto der italienischen Barockmeister bis zu Mozart führt. Das sinfonisch angelegte Werk mit dem schier endlosen Kopfsatz scheint den Violinkonzerten von Brahms, Tschaikowsky oder Sibelius näher zu stehen als den Vorgängern aus dem 18. Jahrhundert. Ein Schalk, von Anfang an: Am 12. Mai 1926 wird Schostakowitschs 1. Sinfonie – seine Abschlussarbeit am Leningrader Konservatorium – uraufgeführt und anschließend von Bruno Walter und Arturo Toscanini international bekannt gemacht. Einflüsse von Strawinsky, Prokofjew, Mahler oder Hindemith verschmelzen in der Partitur des 19-Jährigen zu einer originellen und eigensinnigen Tonsprache, mit ironischen und komischen Kunststücken, die man aus dem Zirkus oder dem Stummfilm kennt, aber – noch – nicht aus dem Konzertsaal.
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