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Südtirol Jazz Festival - Immediate Music - Veröffentlicht von cristina inside

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Event-Informationen

Der Mann hat sich einiges vorgenommen: Im Dezember 2017 startete der finnische Drummer Olavi Louhivuori sein „Immediate-Music“-Projekt, das fünf Alben in unterschiedlichen Besetzungen vorsieht, mit denen er die Grenzen musikalischer Freiheit ausloten möchte. Die erste CD („Immediate-Music 1“) mit experimenteller Musik für aufgeschlossene Zuhörer spielte er mit dem Keyboarder Teemu Korpipää und dem Jouhikko-Spieler Pekko Käppi ein. Die Jouhikko ist eine finnisch-karelische Leier, die mit dem Bogen gestrichen wird. Im 20. Jahrhundert war dieses mehr als tausendjährige Instrument in Finnland fast schon in Vergessenheit geraten, weil die Kantele als das prägende Nationalinstrument gilt. Pekko Käppi, der auf seiner Leier auch Rock und Blues spielt, gehört zu den Jouhikko-Pionieren.


ARTISTS
Olavi Louhivuori (FI) - dr
Teemu Korpipää (FI) - elec
Pekko Käppi (FI) - bowed lyre

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Veröffentlicht von :

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  • „Ein Kammerorchester spielt eine Melodie. Vielmehr beschreibt es eine Melodie: aber nur wie, ein Schatten ein Objekt und ein Echo einen Klang beschreiben kann. Die Melodie läuft unaufhörlich ab, wird aber durch Rückblenden und Abschweifungen rund um einen mobilen und fernen Mittelpunkt unterbrochen; dieser Mittelpunkt ist vielleicht für den Zuhörer nicht erkennbar” – so beschreibt Luciano Berio „Requies” aus dem Jahr 1984, das seiner ein Jahr zuvor verstorbenen Ehefrau – der Sängerin und Komponistin Cathy Berberian – gewidmet ist. Endlich frei: 1790 stirbt Haydns Arbeitgeber, Fürst Nikolaus I. Esterházy. Nachdem ihn dessen Sohn in den Ruhestand abgeschoben hat, vereinbart der Freelancer mit dem Impresario Johann Peter Salomon die Aufführung von sechs neuen Sinfonien bei dessen Abonnementskonzerten in London. Die Sinfonie Nr. 93 entsteht im Frühjahr 1791 und wird im Februar 1792 bei der Eröffnung der „Salomon Concerts” mit großem Erfolg uraufgeführt. Drei Monate später endet die Konzertreihe mit Haydns Sinfonie Nr. 97. Im mitteleuropäischen Fin de Siècle ist die Welt noch in Ordnung: Der Österreicher Franz Schreker konzipiert sein „Intermezzo” um 1900 im Alter von 22 Jahren, nimmt damit an einem Kompositionswettbewerb für ein „kleines charakteristisches Orchesterstück für Streichinstrumente“ teil und gewinnt – aufgrund der Stimmführung und des „damit verbundenen Wohlklangs“ – den ersten Preis.
  • Simone Graziano: piano Francesco Ponticelli: bass Marco Frattini: drums Das Trio EMEM folgt einer gemeinsamen Idee: einen eigenen, klar umrissenen Klang zu entwickeln, der unmittelbar berührt. Die Musik bewegt sich zwischen schlichter, songhafter Form – manchmal fast radiotauglich – und tranceartigen, repetitiven Strukturen, wie man sie aus dem nordeuropäischen Minimalismus kennt. Komposition und Improvisation fließen dabei ineinander, ohne Grenze, ohne Hierarchie. Die Energie entsteht im Moment und lädt die Hörer*innen ein, Teil dieses inneren Stroms zu werden. Ein Sound voller Freiheit, nordischer Klarheit, dunkler Texturen und radikaler Eigenständigkeit.
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