ENSEMBLE INSTRUMENTUM VOCALE
A. Falconieri (1585-1656)
Folías Echa para mi Señora Doña Tarolilla de Carallenos
V. Ruffo (1508-1587)
dai Capricci in Musica 3 voci: La Gamba in basso, e Soprano
M. Flecha (1481-1553)
La guerra
D. Ortiz (1510-1570)
dal Tratado de Glosas: Recercada Segunda sobre Tenores
C. Monteverdi (1567-1643)
dall’Orfeo: atto III, sinfonia VI
dal VII libro madrigali: Interrotte Speranze
B. Strozzi (1619-1677)
Che si può fare
L. Marenzio (1553-1599)
Chi vuol udir i miei sospiri in rime
G. B. Fontana (1589-1630)
Sonata II a Violino Solo
C. Monteverdi (1567 -1643)
dall’Orfeo: atto III, Sinfonia I
Chiome d’oro
dall’Orfeo: atto V, Moresca
J. B. Lully (1632-1687)
da Le Divertissement Royal de Versailles: Danse de Neptune, Rondeau du Mariage Forcé, Bourrée du Mariage Forcé
S. Le Camus (1610-1677)
Ah! Qui peut tranquillement attendre
J. B. Lully (1632-1687)
da Le Bourgeois Gentilhomme: Première Air des Espagnols
M. Lambert (1610-1696)
D’un feu secret
J. B. Lully (1632-1687)
da Le Bourgeois Gentilhomme: Canaries
G. Costeley (1530-1606)
La prise de Calais (Hardis Françoys)
J. B. Lully (1632-1687)
da Le Bourgeois Gentilhomme: Chaconne des Scaramouches
Franz Schubert
Klaviersonate Nr. 19 c-Moll, D 958
Ferruccio Busoni
Fantasie nach J.S. Bach, BV 253
Ludwig van Beethoven
Klaviersonate Nr. 23 f-Moll, op. 57 “Appassionata”
Kaum ein Pianist wird – zumindest im deutschsprachigen Raum – so nachhaltig über das reine Musikerdasein hinaus wahrgenommen wie Igor Levit. Der in Russland geborene und in Deutschland aufgewachsene Künstler ist nicht nur ein Ausnahmeinterpret, sondern auch eine markante Stimme im öffentlichen Diskurs. Levit äußert sich engagiert zu gesellschaftlichen und politischen Fragen, bezieht klar Stellung gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus und scheut die Kontroverse nicht. Nicht zuletzt, dadurch ist er zu einem Medienstar geworden, der weit über die klassische Musikszene hinaus wahrgenommen wird.
Auch für Busoni hat sich Levit stets stark gemacht. Wenn er sich selbst als „Bürger, Europäer und Pianist“ beschreibt, steht er damit in direkter Nachfolge von Busonis transnationalem Identitätsverständnis und seinem intellektuellen Erbe. Zugleich repräsentiert er Werte, über die sich auch die Busoni-Mahler-Stiftung definiert.
So scheint es nur folgerichtig, dass Levit für sein Bozener Debüt sein Tourneeprogramm variiert und ein Werk Busonis zwischen zwei Gipfelwerke der Klavierliteratur setzt: Zwischen Schuberts Sonate A-Dur D 959 und Beethovens „Appassionata“ erklingt Busonis Fantasia nach J. S. Bach BV 253.
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