DAMIANO GRANDESSO
Sopran Saxophon
STEFANO PAPA
Alt Saxophon
MASSIMILIANO GIRARDI
Tenor Saxophon
LIVIA FERRARA
Bariton Saxophon
PROGRAMM
METAMORPHOSIS
Domenico Scarlatti, Sonate L. 439, L. 448, L. 232
Guillermo Lago, Ciudades
-Montevideo
-Addis Abeba
-Sarajevo
Maarten de Splenter, Milano Suite
George Gershwin, Porgy and Bess
Gioacchino Rossini, “Rossini per 4”
Therry Escaich, Tango Virtuoso
Das Brüsseler Quartett bodies besetzt die Schnittstelle zwischen Live-Elektronik, Jazz und Alternative Pop. Die vier Musiker:innen verzahnen die urbane Diversität Londons mit der ungebundenen Ästhetik US-amerikanischer Free-Improvisation zu einem dichten, rauen Gefüge. Ein kollektiver Befreiungsschlag, der Wut in positive Dynamik transformiert und Zärtlichkeit nicht als Pose, sondern bewusst als gemeinsame Stärke begreift.
Artists
alejandra borzyk (ES/BE) - tsax, fx
Camille-Alban Spreng (BE/CH) - synth, fx
Mateusz Malcharek (PL) - b
Elie Gouleme (FR) - dr
Im September 1872 macht der Bibliothekar der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, Carl Ferdinand Pohl, deren künstlerischen Leiter Johannes Brahms auf sechs Feldparthien für Blasinstrumente aufmerksam, die Haydn zugeschrieben werden. Im Sommer 1873 komponiert Brahms Variationen über einen Choral aus der sechsten Feldparthie und „trainiert“ damit die kontinuierliche Verwandlung und Fortentwicklung von Motivbausteinen und orchestralen Arrangements, die sein späteres sinfonisches Werk prägen werden. Mit seinem einzigen vollendeten Violinkonzert setzt Beethoven 1806 die Evolution einer Gattung fort, die bis zu diesem Zeitpunkt vom Concerto der italienischen Barockmeister bis zu Mozart führt. Das sinfonisch angelegte Werk mit dem schier endlosen Kopfsatz scheint den Violinkonzerten von Brahms, Tschaikowsky oder Sibelius näher zu stehen als den Vorgängern aus dem 18. Jahrhundert. Ein Schalk, von Anfang an: Am 12. Mai 1926 wird Schostakowitschs 1. Sinfonie – seine Abschlussarbeit am Leningrader Konservatorium – uraufgeführt und anschließend von Bruno Walter und Arturo Toscanini international bekannt gemacht. Einflüsse von Strawinsky, Prokofjew, Mahler oder Hindemith verschmelzen in der Partitur des 19-Jährigen zu einer originellen und eigensinnigen Tonsprache, mit ironischen und komischen Kunststücken, die man aus dem Zirkus oder dem Stummfilm kennt, aber – noch – nicht aus dem Konzertsaal.
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