Ludwig van Beethoven:
Klaviersonate Nr. 29 B-Dur op. 106 Hammerklaviersonate
Robert Schumann:
Carnaval, op.9
Im Rahmen des Busoni Festivals präsentiert der Busoni-Klavierwettbewerb neben den eigenen Preisträgerinnen und Preisträgern – in diesem Jahr Yifan Wu, Sandro Nebieridze und Zhonghua Wei – auch eine von Gewinnerinnen und Gewinnern internationaler Wettbewerbe, die über die World Federation of International Music Competitions mit dem Festival verbunden sind. Diese Konzerte schlagen eine Brücke zwischen Wettbewerbsbühne und beginnender internationaler Karriere und geben Einblick in die musikalische Handschrift herausragender junger Pianistinnen und Pianisten unserer Zeit.
Zu Beginn des Festivals steht Aristo Sham, Gewinner des 1. Preises beim Van Cliburn International Piano Competition 2025, auf der Bühne. Der Wettbewerb zählt zu den renommiertesten Klavierwettbewerben weltweit und gilt als wichtiges Sprungbrett für internationale Karrieren. Aristo Sham überzeugte durch stilistische Vielseitigkeit, klangliche Differenzierung und eine klar durchdachte musikalische Architektur. Sein Programm stellt einen bewussten Dialog zwischen Original und Bearbeitung her, mit Transkriptionen von Ferruccio Busoni nach Bach, Brahms und Chopin.
Ende August ist Nikola Meeuwsen, Gewinner des 1. Preises des Queen Elisabeth Competition Klavier, zu hören. Sein Programm spannt einen kompakten Bogen durch mehrere Epochen der Klavierliteratur – von Bachs Partita Nr. 1 B-Dur über Ravels Le Tombeau de Couperin und Haydns Variationen f-Moll bis hin zu Beethovens Sonate Nr. 23 f-Moll „Appassionata“.
Wolfgang Amadeus Mozart (Bearb. Ferruccio Busoni, 1922)
Fantasie für eine Orgelwalze, KV 608
Robert Schumann (Bearb. Claude Debussy)
6 Studien in kanonischer Form, op. 56
Darius Milhaud
Scaramouche, op. 165b
Sergej Rachmaninov
Sinfonische Tänze op. 45a
Wenn Martha Argerich und Lilya Zilberstein gemeinsam auf der Bühne erscheinen, begegnen sich zwei Künstlerinnen, deren musikalische Biografien auf besondere Weise mit Bozen verbunden sind. Beide wurden mit dem 1. Preis des Internationalen Ferruccio Busoni Klavierwettbewerbs ausgezeichnet: Martha Argerich im Jahr 1957, Lilya Zilberstein drei Jahrzehnte später, 1987.
Seither haben sich Argerich und Zilberstein als Solistinnen von Weltrang etabliert, die mit den bedeutendsten Orchestern und Dirigenten zusammenarbeiten und zugleich eine intensive Leidenschaft für die Kammermusik pflegen, insbesondere Martha Argerich meidet Solorecitals und die „Einzelhaft“ am Klavier. Gemeinsam mit Lilya Zilberstein tritt sie seit Jahren regelmäßig gemeinsam auf.
2011 waren Argerich und Zilberstein gemeinsam Mitglieder der Jury des Busoni Wettbewerbs und damals im Rahmen eines restlos ausverkauften Galakonzertes das letzte Mal in dieser Konstellation in Bozen zu erleben. Dass sie heute als eingespieltes Duo an jenen Ort zurückkehren, der für beide Künstlerinnen ein prägendes Kapitel ihrer Laufbahn markiert, verleiht dieser Begegnung eine besondere Resonanz. In Bozen stehen Busonis Bearbeitung der Mozart-Fantasie, Schumanns Kanonische Etüden in der Fassung für zwei Klaviere von Claude Debussy sowie Werke von Milhaud und Rachmaninow auf dem Programm.
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