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Sakrale Musik unserer Zeit 4 - Paradies - Veröffentlicht von ale inside

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Event-Informationen

Leitung: Gerhard Sammer, Thomas Kranebitter
Werke von : Hannes Kerschbaumer, Michelle Roueché , Sebastian Themessl, Alfred Schnittke, Christian Gamper
Musiker: Tiroler Kammerorchester InnStrumenti
Vocalensemble: Stimmen
Das Tiroler Kammerorchester InnStrumenti mit seinem künstlerischen Leiter Gerhard Sammer startet mit der vierten Auflage von „Sakrale Musik unserer Zeit“ (Abokonzert Nr. 1) in die neue Konzertsaison. Dieses in Kooperation mit dem Kulturverein Wallfahrtskirche Götzens erfolgreich ins Leben gerufene Projekt bildet einen jährlichen Fixpunkt für die neue geistliche Orchestermusik! Das Projekt ist erstmals in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Künstlerbund länderübergreifend. Im Mittelpunkt des heurigen Konzerts unter dem Motto "Paradies" stehen drei Uraufführungen: Die Südtiroler Komponisten Hannes Kerschbaumer und Christian Gamper stellen mit "narthex" für Kammerorchester und „Das Paradies im Tod“ für Chor und Kammerorchester neue Werke vor. Der renommierte Tiroler Komponist Sebastian Themessl schreibt für das Tiroler Kammerorchester "Et nox" für Chor und Kammerorchester. Die Uraufführungen erfolgen mit Unterstützung des Landes Tirol sowie des Südtiroler Künstlerbundes. Mit Michelle Roueché „Lux aeterna“ für Chor und Alfred Schnittke „Stimmen der Natur“ für Chor und Vibraphon präsentiert sich das Vocalensemble „Stimmen“ unter der Leitung von Thomas Kranebitter.

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  • Im September 1872 macht der Bibliothekar der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, Carl Ferdinand Pohl, deren künstlerischen Leiter Johannes Brahms auf sechs Feldparthien für Blasinstrumente aufmerksam, die Haydn zugeschrieben werden. Im Sommer 1873 komponiert Brahms Variationen über einen Choral aus der sechsten Feldparthie und „trainiert“ damit die kontinuierliche Verwandlung und Fortentwicklung von Motivbausteinen und orchestralen Arrangements, die sein späteres sinfonisches Werk prägen werden. Mit seinem einzigen vollendeten Violinkonzert setzt Beethoven 1806 die Evolution einer Gattung fort, die bis zu diesem Zeitpunkt vom Concerto der italienischen Barockmeister bis zu Mozart führt. Das sinfonisch angelegte Werk mit dem schier endlosen Kopfsatz scheint den Violinkonzerten von Brahms, Tschaikowsky oder Sibelius näher zu stehen als den Vorgängern aus dem 18. Jahrhundert. Ein Schalk, von Anfang an: Am 12. Mai 1926 wird Schostakowitschs 1. Sinfonie – seine Abschlussarbeit am Leningrader Konservatorium – uraufgeführt und anschließend von Bruno Walter und Arturo Toscanini international bekannt gemacht. Einflüsse von Strawinsky, Prokofjew, Mahler oder Hindemith verschmelzen in der Partitur des 19-Jährigen zu einer originellen und eigensinnigen Tonsprache, mit ironischen und komischen Kunststücken, die man aus dem Zirkus oder dem Stummfilm kennt, aber – noch – nicht aus dem Konzertsaal.
  • „Ein Kammerorchester spielt eine Melodie. Vielmehr beschreibt es eine Melodie: aber nur wie, ein Schatten ein Objekt und ein Echo einen Klang beschreiben kann. Die Melodie läuft unaufhörlich ab, wird aber durch Rückblenden und Abschweifungen rund um einen mobilen und fernen Mittelpunkt unterbrochen; dieser Mittelpunkt ist vielleicht für den Zuhörer nicht erkennbar” – so beschreibt Luciano Berio „Requies” aus dem Jahr 1984, das seiner ein Jahr zuvor verstorbenen Ehefrau – der Sängerin und Komponistin Cathy Berberian – gewidmet ist. Endlich frei: 1790 stirbt Haydns Arbeitgeber, Fürst Nikolaus I. Esterházy. Nachdem ihn dessen Sohn in den Ruhestand abgeschoben hat, vereinbart der Freelancer mit dem Impresario Johann Peter Salomon die Aufführung von sechs neuen Sinfonien bei dessen Abonnementskonzerten in London. Die Sinfonie Nr. 93 entsteht im Frühjahr 1791 und wird im Februar 1792 bei der Eröffnung der „Salomon Concerts” mit großem Erfolg uraufgeführt. Drei Monate später endet die Konzertreihe mit Haydns Sinfonie Nr. 97. Im mitteleuropäischen Fin de Siècle ist die Welt noch in Ordnung: Der Österreicher Franz Schreker konzipiert sein „Intermezzo” um 1900 im Alter von 22 Jahren, nimmt damit an einem Kompositionswettbewerb für ein „kleines charakteristisches Orchesterstück für Streichinstrumente“ teil und gewinnt – aufgrund der Stimmführung und des „damit verbundenen Wohlklangs“ – den ersten Preis.

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