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Pionierinnen der Bergfotografie. Gertrude Bell - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es für Frauen nicht leicht, ein Geschäft zu führen, ein Handwerk auszuüben oder gar Alpinistin zu sein. Die Fotografie galt – ob der „Gefährlichkeit“ wegen der chemischen Prozesse und des Gewichts der Ausrüstung – als Männersache, ebenso wie das Besteigen von Bergen. So findet man am Beginn des Alpinismus und der Bergfotografie hauptsächlich selbstbewusste, finanziell unabhängige Frauen aus gutbürgerlichen oder adeligen Kreisen, die Alpinistinnen und Fotografinnen waren. Ihre alpinen Erlebnisse in Bildern veröffentlichten sie oft unter Pseudonymen, dem Namen ihrer Männer. Viele Fotografinnen arbeiteten in den Labors der Männer, wie Martha Attinger in Neuenburg in der Schweiz, Hanni Bernhard oder Rose Marie Schudel-Ingold versanken in der Anonymität bis auf manche Annonce für ihr Handwerk in regionalen Zeitungen.

Die wohl erste bekannte Bergfotografin war Franziska Möllinger (1817–1880) aus Trier, die 1836 als junge Dame mit ihrer Familie nach Solothurn kam. Sie erstellte bereits 1844 Daguerreotypien des Berner Oberlandes und vertrieb sie als Lithografien. Eine der ersten Bergfotografinnen, die sich alpinistisch wie künstlerisch mit Vittorio Sella messen konnten, war Baronesse Giulia de Rolland (1842–1929), die 1893 bei der Ausstellung von Bergfotos, an der auch Vittorio Sella teilnahm (Goldmedaille), eine Bronzemedaille erhielt und in den Publikationen des CAI genannt wurde. Ihre Fotos allerdings sind verschollen. Viele der frühen Alpinistinnen, wie Amelia Edwards (1873: „Untrodden Peaks and Unfrequented Valleys“), Elizabeth Fox Tuckett (1871: „Zigzagging amongst Dolomites“) und Hermine Tauscher-Geduly (1843–1923) illustrierten ihre umfangreichen Berichte über ihre Bergtouren mit selbst gemachten Fotografien. Die Aufzählung aller Alpinistinnen der Zeit zwischen 1865 und 1914, die als Ehefrauen von Fotografen das Fotohandwerk betrieben und Alpinistinnen waren, würde diese Ausstellung sprengen. Vier wurden für diese Ausstellung ausgewählt, wobei Elizabeth Whitshed Main als hervorragende Fotografin, Alpinistin und „Begründerin“ des Winteralpinismus generell und des Wintertourismus im Engadin einen besonderen Platz einnimmt. Mit Gertrude Bell, Eleonore Noll-Hasenclever und Una Cameron werden drei weitere Alpinistinnen, Reiseschriftstellerinnen und Frauenrechtlerinnen mit ihren Werken vorgestellt.

Das Leben und Werk dieser vier Pionierinnen der Bergfotografie wird abwechselnd ausgestellt.

Gertrude Bell
(Gertrude Margaret Lowthian Bell)

1868 in Washington Hall (County Durham, Vereinigtes Königreich) – 1926 in Bagdad (Irak)

Alpinistin, Archäologin und Diplomatin

Aus einer britischen Industriellenfamilie stammend kam Gertrude Bell um 1901 in die Schweiz, begeisterte sich für das Bergsteigen und wurde zu einer der besten und mutigsten Alpinistinnen der Zeit um 1900. Sie bestieg das Matterhorn und die Engelhörner – eine der von ihr erstbestiegenen Spitzen trägt den Namen Gertrudespitze. Die wegen eines Wetterumsturzes abgebrochene Besteigung des Finsteraarhorns mit nächtlicher Biwakierung in der Ostwand machte sie zu einer alpinistischen Berühmtheit.

Sie bereiste verschiedene Male die Türkei, Kurdistan und den Mittleren Osten, erforschte als Archäologin die versunkene Kultur Mesopotamiens und war vor und nach dem Ersten Weltkrieg eine wichtige Diplomatin in royalen Diensten, die in der Gründung des Irak eine große Rolle spielte. Aufgrund dieser Verdienste gilt sie auch als weibliches Pendant zu Lawrence von Arabien.

Bell fotografierte ihre alpinen Abenteuer, die sie mit ihren Führern Heinrich und Ulrich Fuhrer 1901/02 in der Schweiz unternahm, und begeisterte sich auch für die Bergwelt des Nahen Ostens (Kurdistan, Libanon), die sie ebenfalls fotografisch festhielt.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 23 Sep. 2025 bis 09 Nov. 2025

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