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Farben auf Reise - Mili Schmalzl - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Farben auf Reise – Mili Schmalzl
Losgehen, um Freiheit zu finden. Vom eigenen Zuhause weggehen, um Neues über sich selbst zu erfahren. Was ist die Kunst, wenn nicht konstante Veränderung? Die Reise wird zu einem Symbol der Entwicklung, der Bewegung. Dieses Nicht-Stehenbleiben ist bezeichnend für die künstlerische Aktivität von Mili Schmalzl. In ihr Schaffen hat sie immer Courage bewiesen, neue Techniken auszuprobieren, ohne Angst, das zu verlieren, was sie hatte und ohne eine Form als absolut erhalten zu wollen. Ihre Kunst ist ein konstanter Prozess; zwischen Skizzen, abgeschlossenen Arbeiten und Arbeiten, die vielleicht nicht ganz abgeschlossen sind, erkennt man eine feine Hand, die mehr zu Experimenten von Farben und bewegten Formen geneigt ist, als zu einem fertigen und abgeschlossenen Konzept. Bei den Werken von Mili Schmalzl entsteht der Eindruck, dass das Bild noch weiter reichen würde und man wird angeregt, über den Rahmen hinauszudenken. Die Seite ist zu klein für diese wandernde Farben, die darum den Platz in unseren Köpfen beanspruchen. Auch zwischen den Farben selbst ist Bewegung. Sie reiben sich aneinander, mischen sich mit der Oberfläche oder verdecken, was darunter liegt.
Sprechen wir auch über die Schwierigkeit, Freiheit im Ausdruck zu erreichen. Vor allem wenn wir bedenken, in welcher Zeit Mili Schmalzl aufgewachsen ist. Beim Lesen der Biografie erfährt man von mutigen und starken Momenten der Künstlerin, um ein Leben nach ihrer Leidenschaft führen zu können. Beispielsweise liest man, sie habe absichtlich eine Arbeit falsch zugeschnitten, die sie für die Abschlussprüfung als Schneiderin abgeben musste. Dieser Akt ist als Rebellion zu lesen, da sie diese Ausbildung nicht hätte machen wollen. Jedoch richtete sich die Gesellschaft in Gröden damals noch nach dem Klerus und der Priester hatte eigens die Eltern Mili Schmalzls aufgesucht, um ihnen einzureden, das Mädchen nicht an die Kunstschule zu schicken. Als der Vater jedoch ihre Verzweiflung bemerkte, schickte er das Mädchen zum Vergolder Christian Delago um die Grundlagen der Malerei zu erlernen. Später verließ sie das Grödnertal und besuchte erst die Kunstschule Beato Angelico in Mailand und später zwischen 1941 und 1943 die Akademie in Stuttgart. Aber die Kriegsjahre verhinderten die Fortführung der Ausbildung. der jungen Künstlerin die Möglichkeit genommen, sich weiterzubilden.
Obwohl einige Jahre zuvor sie nicht die Kunstschule hatte besuchen dürfen, hat Schmalzl bei der Rückkehr gerade dort eine Lehrstelle für Malerei bekommen, welche sie bis zu ihrer Pension innehatte. Diese Arbeit gab ihr viel Genugtuung. Ihre Schüler erzählen uns, dass sie eine geschätzte Lehrerin war, und dass die Schüler sie gern mochten. Für sie war es interessant, die neuen Techniken zu erlernen, welche Mili Schmalzl in ihrem Atelier beim Ladinia herrichtete. Nicht nur durch die Schule, aber auch durch ihre Präsenz im Vorstand des “Kreis der Kunstschaffenden” bekam sie Impulse für neue Kunst und steuerte selbst ihren Beitrag für andere bei. Im Buch 100 Jahre Kreis für Kunst und Kultur St. Ulrich liest man von einer rebellischen Zeit und von Veränderung. Im Jahre 1953 kam im Verein eine Diskrepanz auf zwischen jenen, welche gerne der Kunst mehr Raum gegeben hätten und jene, welche den Verein gern in eine traditionelle Richtung des Kunsthandwerks weitergeführt hätten. Es ist vermutlich ein euphorischer und dramatischer Moment gewesen, als der gesamte Vorstand den Rücktritt wegen dieser Konflikte ankündigte. Aus diesem Kontext heraus schließen sich manche der ehemaligen Mitglieder, wie auch Mili Schmalzl, zu einem neuen Verein mit innovativen Visionen zusammen, der den Namen „Ruscel“ erhält.
Heute betrachten wir die Bilder und Skizzen von Mili Schmalzl und können uns in ihren Linien und Farbspuren verlieren. Die Welt, die wir kennen, zerfließt und einzelne Elemente vermischen sich mit ihrer Umgebung und werden eins, gehen eine Symbiose ein, werden eine Utopie oder eine Realität, die unserem Innenleben näher ist, als das, was wir mit den Augen sehen. Die Kunst ist schön, wenn sie das ist: Ein Tor zu einem Garten aus Bildern, die nur in unseren Köpfen möglich werden. Die Reise als Symbol wurde auch daher ausgewählt. So öffnet sich uns durch die Kunst eine Welt, die nur durch Vorstellung erlebbar ist. Gerade so, wie es tatsächlich passiert, wenn wir auf Reisen sind. Wir lernen uns selbst kennen, durch Landschaften, die wir zu verstehen versuchen, da wir sie noch nicht kennen. So auch Mili Schmalzl. Wenn sie unterwegs war, auf Reisen, in den Ferien oder für Zeichen- und Malereikurse, nahm sie immer ihre Malmaterialien mit. So kam sie nicht nur mit neuen Bildern und Skizzen zurück, sondern häufig auch mit neuen Techniken, Studien und Formen.
In der Ausstellung wird eine limitierte Anzahl der Werke aus dem künstlerischen Schaffen von Mili Schmalzl präsentiert. Da in ihrem Oeuvre verschiedenste Stile, Zyklen und unterschiedliche Projekte zu finden sind, zeigt die Ausstellung einige von ihren letzten abstrakten Bildern und Skizzen, sowie Landschaften, Häuser und Bäume und eine Auswahl an Experimenten der Collage.
Um einer Frau zu gedenken, die für die künstlerische Entwicklung des Tals sehr wichtig war, wollen wir sie mit dieser persönlichen Ausstellung anerkennen und ehren. Es ist auch richtig, in diesem Kontext und an einem Ort für Kultur von und für junge Menschen die Wurzeln zu zeigen, auf die sich unsere Kreativität und Freiheit beziehen kann, um die Verantwortung zu demonstrieren, die wir in unserer Zeit für die kommenden Generationen haben.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 09 März 2024 bis 31 März 2024

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    BERGWELTEN
 Ewa Jönsson Hörtnagl Paesaggi montani La pittura di Ewa Jönsson Hörtnagl si inserisce in una lunga tradizione storico-artistica di cartografia della memoria e dell’esperienza vissuta, in un mondo segnato dalla transitorietà.
Bergwelten è una serie di opere che si fonda sugli stessi presupposti dell’intero corpus dell’artista. Si tratta di una sequenza di paesaggi che mettono in evidenza il lavoro di scavo, la penetrazione di diversi strati, alla ricerca di uno o più nuclei centrali.
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L’artista lavora in modo consapevolmente sobrio e con uno sguardo rigoroso. Il metodo di stratificazione rende il tempo tangibile. La cromia spesso rugginosa e terrosa lo sottolinea ulteriormente: essa rappresenta calore e vita, ma è anche segnale di una stasi o la marcatura di un punto di svolta, di un processo di decomposizione. In questo modo i dipinti diventano testimonianze dell’inarrestabile scorrere del tempo. Memoria ed esperienza non solo sbiadiscono nella loro forma originaria, ma si trasformano, mutando forma e carattere.
Quando abbiamo il privilegio di poter visitare per un certo tempo la sfera della memoria di un altro, nasce naturalmente il desiderio di rendere vive le nostre stesse memorie. Forse l’osservatore inizia a esaminare i reperti che affiorano come tracce sulla superficie, interpretandoli per sé come segni carichi di significato. In questo modo si può cominciare a “leggere” i dipinti, nei quali i segni formano un linguaggio senza parole, colmo di informazioni, emozioni e misteri. Una poesia silenziosa che reclama tempo per sé, se si è disposti a lasciarsi coinvolgere. Johanna Gredfors Ottesen, critica d'arte Ewa Jönsson Hörtnagl,
nata nel 1950 a Helsingborg, Svezia. Ha studiato pittura, grafica e fotografia presso l’Accademia di Arti Applicate di Vienna e successivamente pittura con il Prof. Oswald Oberhuber.
Vive e lavora in Svezia e in Tirolo come pittrice, grafica e designer, e realizza realizza progetti artistici in spazi pubblici.
Le sue opere sono state esposte in numerose mostre personali e collettive internazionali, fiere d’arte, gallerie e spazi espositivi.
Ewa Jönsson Hörtnagl ha lavorato anche per il teatro e il cinema come scenografa e costumista ed è curatrice dei libri fotografici "to be a man" e "Unforgettable - Unforgotten" di Erich Hörtnagl.
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    Ein Boot, signalrot, treibend auf der stillen Wasserfläche des Pragser Wildsees – ein starkes Bild, das berührt und aufrüttelt. Mit dem sozialen Kunstprojekt „Rotes Boot“setzen der Südtiroler Künstlerbund und der Verein Erlebnis Pragser Wildsee in Zusammenarbeit mit dem Landesbeirat für Chancengleichheit ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Das Projekt war bereits an mehreren Stationen zu sehen und wird nun zum siebten Mal an einem neuen Ausstellungsort präsentiert. 18 Künstler:innen positionieren sich mit eindrucksvollen Interventionen rund um dieses Mahnmal und rufen zu gesellschaftlicher Verantwortung, Solidarität und Schutz auf. Der Erlös eines limitierten Kunstpostkarten-Sets (18 Motive, Auflage 1.500) kommt vollständig einem Gewaltopfer zugute. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 04.03. unter: info@kuenstlerbund.org

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