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Francesco del Conte: Skyglow - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Als Skyglow wird das Leuchten des Nachthimmels bezeichnet, das, verursacht durch künstliche Lichter, der Grund für das Verschwinden der Sterne aus dem Leben von Milliarden von Menschen ist. Der englische Begriff gibt der Einzelausstellung von Francesco Del Conte den Titel, die im Foto Forum vom 16. Januar bis 24. Februar 2024 präsentiert wird und zwei neue Fotoserien umfasst. Die erste folgt dem Titel der Ausstellung und besteht aus 16 Aufnahmen des Sternenhimmels, aufgenommen an vier verschiedenen Standorten mit unterschiedlicher Beschaffenheit der Dunkelheit: im Naturpark Vedrette di Ries-Aurina (BZ), in Colle dell’Agnello im Val Varaita (CN) sowie in den Städten Bozen und Turin. Der zweite Korpus unveröffentlichter Werke trägt den Titel Photo Optical Measuring Tools und besteht aus acht Stillleben von fotooptischen Messinstrumenten aus der Sammlung des Astronomie- und Weltraummuseums von Pino Torinese. Die Ausstellung bewegt sich an der Grenze zwischen zeitgenössischer Kunst, Astronomie und Umweltwissenschaften und hinterfragt das fotografische Medium, indem in einer Doppelveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Planetarium Südtirol die Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf die Himmelsbeobachtung und die menschliche, tierische und pflanzliche Physiologie untersucht werden.

Del Conte war schon immer von den grundlegenden Qualitäten der Kamera als Instrument zur Beobachtung und Aufzeichnung von Licht und optischen Phänomenen fasziniert: in diesem Fall dem von den Sternen und der anthropogenen Leuchtkraft der Nacht emittierten Licht. Darüber hinaus wirft der Versuch, Fotografie auf möglichst objektive und analytische Weise zu verwenden, indem Bilder gemäß strengen fotografischen Parametern sowohl bei der Aufnahme als auch in der Dunkelkammer erstellt werden, die Frage nach der Urheberschaft des Künstlers auf. Unter Bezugnahme auf das vorromantische Konzept des Artifex, also eines Künstlers, der bei der Erschaffung eines Werks technische Fertigkeit und Idee auf gleiche Ebene stellt, verfolgt Del Conte autonom alle Arbeitsphasen, die für Skyglow relevant waren: die Konzeption des Projekts, die Erforschung und das Erlernen der Techniken der Astrofotografie, die Durchführung der Aufnahmen, die Entwicklung der Filme und schließlich den Druck. Hunderte von Arbeitsstunden wurden in der Dunkelkammer und bei den langen Fotositzungen verbracht, während derer die Instrumente für die Astrofotografie montiert und kalibriert wurden, auf die richtigen Wetterbedingungen gewartet wurde und die 45-minütigen Belichtungen für jedes Bild durchgeführt wurden. Die künstlerische und handwerkliche Praxis von Del Conte ist daher, im Zeitalter der digitalen Fotografie und des digitalen Drucks, eine Hommage an die Technik, die Langsamkeit, die Akzeptanz des Scheiterns.

Das im Titel angekündigte ökologische Thema wird visuell durch acht Diptychen eingeführt. Diese zeigen Himmelsabschnitte von vier verschiedenen Orten – zwei alpinen und zwei städtischen – mit unterschiedlichen Darstellungen. Auf der einen Seite stehen scharfe Sterne auf schwarzem Hintergrund, auf der anderen eine deutlich blassere Version in Grau-Weiß-Tönen. Das Thema der Ursachen und Folgen der Lichtverschmutzung soll in zwei Veranstaltungen vertieft werden, die am 18. Januar um 18 Uhr auf Italienisch und am 2. Februar zur gleichen Zeit auf Deutsch im Foto Forum stattfinden und von den Astrophysikerinnen David Gruber, Direktor des Naturwissenschaftlichen Museums Südtirols und des Planetariums Südtirol, und Sabrina Bernhard, Mitarbeiterin des Planetariums geleitet werden. Die Doppelveranstaltung trägt den Titel Nachtlicht Bühne, genannt nach dem
auch in Südtirol aktiven europäischen Projekt, und endet mit einem kurzen Ausflug, bei dem dem Publikum die Hauptlichtquellen gezeigt werden, die für das urbane Skyglow verantwortlich sind.

Eine weitere Zusammenarbeit besteht mit Stephanie Wolters, einer astronomiebegeisterten Fotografin und Präsidentin der Max-Valier-Astronomenvereinigung, deren zwei Bilder, aufgenommen vom Observatorium in Steinegg, ausgestellt werden. Das Observatorium und das Planetarium Südtirol befinden sich zwischen Collepietra und San Valentino in Campo, und gehören zu den ersten Astro-Dörfern Europas, beispielhaft im Einsatz eines neuen, die Dunkelheit der Nacht respektierenden LED-Beleuchtungssystems. Die Ausstellung
endet am 24. Februar mit einer Führung durch das Planetarium und das Observatorium.
Nachtlicht-Bühne feat. Planetarium South Tyrol:
Südtirol leuchtet – Lichtverschmutzung wird ein immer größeres Thema, für Menschen, Tiere und Umwelt. Im Rahmen der Ausstellung Skyglow (Francesco del Conte) zu diesem Thema berichten David Gruber (Direktor des Naturmuseums) und Sabrina Bernhard (wissenschaftliche Mitarbeiterin im Planetarium) zur aktuellen Situation und über ihr laufendes Forschungsprojekt zum Thema Lichtverschmutzung in Südtirol.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 17 Jan. 2024 bis 24 Feb. 2024

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