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Matthaeus Kostner / Flavio Senoner - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Vom 29. Oktober bis 12. November zeigt das Kunstforum Unterland in Neumarkt die Doppelausstellung Matthaeus Kostner / Flavio Senoner. Die beiden Grödner Künstler werden hierbei die Räume der Galerie mit ihren Arbeiten (Fotografie und Skulptur) bespielen und einzelne Werke in Ergänzung beziehungsweise in Kontrast setzen.

Matthaeus Kostner ist Absolvent der Kunstschule in St. Ulrich, es folgten eine Ausbildung in einer Bildhauerwerkstatt und Kurse an der Sommerakademie in Salzburg. Mittlerweile befasst sich der Künstler schwerpunktmäßig mit Fotografie, wobei er sowohl technische als auch konzeptionelle Ansätze auf originelle Art und Weise vermischt. Die in der Ausstellung gezeigten Bilder beruhen auf persönlichen Reiseerlebnissen des Fotografen, der tagebuchgleich das in der Ferne Gesehene festgehalten hat. In der Folge werden alle an einem Tag entstandenen Fotos übereinander gelagert, sodass ein abstraktes Bild entsteht. Nur wer sich Zeit zum genauen Beobachten nimmt, dem werden sich langsam Informationen aus einzelnen Bildebenen eröffnen, die Fotos ermöglichen uns eine Reise ins Werk, wobei wir die Chance haben, immer neue Details zu entdecken.

Flavio Senoner studierte an den Kunstakademien in Florenz, London und Mailand und lebt und arbeitet mittlerweile wieder in St. Ulrich. Holz und Gips sind die Materia prima für seine Arbeiten, die er mit Struktur und Rhythmus versieht. Die strenge Ordnung dieser Wand- und Raumskulpturen ist aber kein Selbstzweck sondern vermittelt vielmehr Bewegung, Plastizität und Dreidimensionalität. Flavio Senoner arbeitet intuitiv, arrangiert die Komposition aber immer wieder neu, bis er das Gefühl hat, dass die Arbeiten sich im harmonischen Gleichgewicht befinden. Seine Farbpalette ist reduziert, Schwarz und Weiß, Hell und Dunkel reichen dem Künstler, um seine Absichten zu verdeutlichen und umzusetzen.

Die gemeinsame Schnittmenge bei den Arbeiten von Matthaeus Kostner und Flavio Senoner liegt in deren rhythmischem Aufbau, sie konterkarieren sich aber auch auf Grund ihrer strengen Geometrie beziehungsweise wegen ihrer prosaischen Aura. Eine spannende Ausgangssituation also für einen künstlerischen Dialog.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 01 Nov. 2022 bis 12 Nov. 2022

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Die Ausstellung setzt sich fort mit Rauminstallationen, die Vaccaris Interesse an den Spuren menschlicher Gegenwart adressieren. Diese finden ihren Niederschlag in öffentlichen urbanen Räumen ebenso wie in den gesellschaftlichen Dynamiken temporärer Gemeinschaften. Neben dem 1972 auf der Biennale in Venedig vorgestellten, ikonischen Projekt Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio und dem hieraus entwickelten, ambitionierten Werk Photomatic d’Italia (1972–1975), das unter Einbeziehung von Fotoautomaten in öffentlichen Räumen in ganz Italien entstand, spüren auch die beiden Arbeiten Esposizione in tempo reale n. 21, Bar Code – Code Bar (1993) und Mini cinema (2003) Aspekten von sozialer Interaktion, kollektivem Verhalten und Momenten spontaner Begegnungen nach. 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Juni 1936 in Modena geboren und absolvierte zunächst eine wissenschaftliche Ausbildung im Bereich der Physik. Nach künstlerischen Anfängen als visueller Dichter gestaltete er 1969 seine erste Esposizione in tempo reale, in der er das für seine spätere künstlerische Praxis zentrale Konzept der „Ausstellung in Echtzeit“ einführte. Wenngleich sein Schaffen unterschiedliche Herangehensweisen umfasst, wird es doch häufig aus dem Blickwinkel des konzeptuellen Realismus betrachtet. Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio gehört zu seinen bekanntesten Arbeiten und war 1972 in einem eigenen Raum im Hauptpavillon der Biennale von Venedig zu sehen; in den Jahren 1980 und 1993 bespielte Vaccari dort erneut separate Räume. Neben seiner künstlerischen Arbeit begründete Vaccari ebenfalls eine einflussreiche theoretische Tätigkeit und publizierte wegweisende Texte wie Duchamp e l’occultamento del lavoro (1978) und Fotografia e inconscio tecnologico (1979). Seine Werke wurden international in bedeutenden Ausstellungen und Institutionen präsentiert, so etwa auf der Gwangju Biennale in Südkorea, in der Kunsthalle Basel, im Musée de l’Elysée in Lausanne, im Mostyn in Wales, in der Fondazione Morra Greco in Neapel und auf der Mailänder Triennale. Franco Vaccari verstarb 2025.

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