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100 Jahre, 100 Werke, 100 Geschichten - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Seit ihrer Gründung 1922 hat die Associazione Artisti ihren Sitz in Bozen. Seitdem ist sie ein Anlaufpunkt in der Stadt für Künstler*innen, Bürger*innen und alle Kunstinteressierten. Im Jahr 2022 feiert sie ihr 100-jähriges Bestehen.

Der Verein hat sich bereits bei seiner Gründung zwei Ziele gesetzt: Auf der einen Seite steht die Ausbildung. Die Associazione bietet für alle Interessierten Kurse an, in denen man auf verschiedenen Niveaus künstlerische Techniken erlernen oder verfeinern kann. Diese Kurse in Bildkomposition und den verschiedenen Techniken wie Öl-, Aquarell-, experimenteller Malerei und Grafik sind stets gefragt und gut besucht. Sie haben bereits vielen Künstler*innen die Basis für eine künstlerische Karriere gegeben. Das Lehrpersonal kommt überwiegend aus den Akademien der Bildenden Künste. Auf der anderen Seite unterstützt der Verein die Ausstellungstätigkeiten seiner Künstler*innen – auch mit Organisation und Aufbau. So ist die Associazione in der Organisation zahlreicher Gruppen- und Einzelausstellungen ihrer Mitglieder aktiv. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen in der Region sind auch wichtige Partnerschaften mit öffentlichen Einrichtungen entstanden. Seit seinem Bestehen hat der Verein verschiedene Veranstaltungsreihen ins Leben gerufen, die für alle Interessierten offen sind. Diese regelmäßigen Veranstaltungen sind zu einer festen Instanz geworden, die freudig erwartet und gut besucht werden. Auch das Projekt Artoteca-Artothek ist hier zu nennen.

In den 50er Jahren wurde der Verband zunächst unter dem Namen S.I.A.B.A. (Sindacato Italiano Artisti belle Arti) gegründet und nahm dann als F.I.D.A. (Federazione Italiana degli Artisti) seine Tätigkeit auf. Im Jahr 1985 trat eine neue, noch heute gültige Satzung in Kraft, die dem Verein auch seinen jetzigen Namen gab. Es wurde festgelegt, dass der Verein die Künstler der drei Sprachgruppen der Provinz – italienisch, deutsch und ladinisch – zusammenführen und ihnen die Möglichkeit zur Weiterbildung bieten soll. Gleichzeitig wurde die Gemeinnützigkeit des Vereins festgelegt und interne Strukturen optimiert. Auch war nun festgehalten, dass er seine Aktivitäten dank des freiwilligen Engagements seiner Mitglieder ausübt, die mit ihren jeweiligen Fähigkeiten bei der Organisation und dem Aufbau von Ausstellungen oder anderen Veranstaltungen mitarbeiten. Von 1977 bis 1983, bis zum Beginn der Renovierung des Gebäudes, hat der Verein, um ein Beispiel unter vielen zu nennen, die Städtische Galerie der Gemeinde Bozen an dem Dominikanerplatz betreut. Die Galerie ist seit jeher ein Bezugspunkt innerhalb des Landes für Künstler, die mit der italienischen Kulturwelt in Südtirol in Dialog treten. Sie zeigt auch heute noch allen Interessierten ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen. Seit Jahren zeigt die Associazione Artisti dort regelmäßig während der Sommermonate wichtige Themenausstellungen. Außerdem verwaltet sie einen großen Ausstellungsraum in der Galerie in der Bindergasse 4 in Bozen, wo sie einen reichhaltigen jährlichen Ausstellungskalender für ihre Mitglieder plant. Aktuell erarbeitet der Verein Kooperationen mit “Gastkünstlern” aus verschiedenen Orten und anderen Künstlervereinigungen, um mit ihnen in einen konstruktiven Dialog zu treten.

Die Associazione legt besonderen Wert auf den freien Ausdruck aller künstlerischen Ausdrucksformen, in all ihren inhaltlichen und technischen Spielarten. Mit stetigem Interesse am Neuen bietet sie ihren Künstler*innen die Möglichkeit, sich den aktuellen Tendenzen der zeitgenössischen Kunst zuzuwenden, indem sie sich für neue Trends und Strömungen öffnet und mit dem Wandel des Geschmacks, der Ästhetik und den aktuellsten Techniken Schritt hält. Ihre Künstler*innen sowie ihre organisatorische, ausbildende und konzeptionelle Tätigkeit ist in einem breiten Spektrum angesiedelt. Die Associazione Artisti ist eine wichtige kulturelle Instanz im lokalen Panorama, die im Bildungsbereich, bei der Organisation von Ausstellungen und bei der Konzeption von Projekten mitwirkt. Der Verband arbeitet immer mit einem Blick auf die Besonderheiten des Landes Südtirol, aus der er große Kraft und unzählige Anregungen schöpft.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 19 Juli 2022 bis 19 Aug. 2022

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    Eröffnung 21. November, 19:00 Uhr Tanzperformance von Susanna Recchia für Okwui Enwezor 20:00 Uhr Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Francesca Recchia (*1975, Avezzano, Italien) mit Emma Snædis Recchia (*2020, Morges, Schweiz) Mit Arbeiten von Stefano Graziani (*1971, Bologna, Italien), Lorenzo Tugnoli (*1979, Lugo, Italien), Aziz Hazara (*1992, Wardak, Afghanistan) Videogespräche: Francesca Recchia mit Aufnahmen von Sandi Hilal (*1973, Beit Sahour, Palästina) und Alessandro Petti (*1973, Pescara, Italien), [Gründer von Decolonising Architecture Art Research, 2007]; Ram Bhat (*1981, Neu-Delhi, Indien), Ekta Mittal (*1978, Indien), [Gründer von Maara, 2008]; Sanjay Kak (*1958, Pune, Indien); Amanullah Mojadidi (*1971, Jacksonville, USA); Jayaraj Sundaresan (*1972, Thrissur, Indien) Bemalte Steine und Muscheln: Emma Snædis Recchia (*2020, Morges, Schweiz) Taktiles Buch: Norwegian Afghanistan Committee (*2025, Kabul) Aufkleber: Anonymous Witness (Afghanistan) Das Programm von Ar/Ge Kunst wird kuratiert von Zasha Colah und Francesca Verga. Die Ausstellung Das Land des Übermorgen erkundet die Möglichkeit, sich Zukünfte vorzustellen, die nicht unmittelbar bevorstehen, und tut dies an der Seite von jenen, die ihre Protagonist*innen sein werden. In der kuratorischen Vision Francesca Recchias wird sie zu einem Spielfeld von Beziehungen, zu einer politischen und menschlichen Praxis mit langem Atem, zu einem Geflecht aus Zuneigung und Verantwortung, das sich mit der Zeit weiterentwickelt, ähnlich wie ein Gewebe, das still, aber stetig wächst. Den Titel verfasste Recchia zusammen mit ihrer vierjährigen Nichte Emma Snædis Recchia, die die Ausstellung ko-kuratiert hat. Er spielt auf eine andere Zeit an, weder auf die Gegenwart noch auf eine utopische Zukunft, sondern auf den Zeitraum des „Übermorgen“: einen Horizont, in dem Verantwortung gegenüber anderen kultiviert wird wie ein in der Erde ruhendes Samenkorn, das unsichtbar ist und doch lebendig.
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