Eine optische und interaktive Auseinandersetzung mit dem Thema Spiel, in, mit und um Gegenwartskunst.
Walter Battisti, Walter Blaas/Werner Wallnöfer (Double uu), Armin Blasbichler, Francesco Bocchini, Julia Bornefeld, Arnold Mario Dall’O, Aron Demetz, Hannes Egger/Denis Isaia, Ulrich Egger, Michael Fliri, Irene Hopfgartner, Hubert Kostner, Cornelia Lochmann, Moradavaga (Eccli, Leitão), Judith Neunhaeuserer, Laurina Paperina, Massimiliano Pelletti, Christian Piffrader, Antonio Riello, Markus Vallazza, Andreas Zingerle, Walking Chair.
Kuratiert von Lisa Trockner
Das Leben ist ein Spiel, und wer es recht zu spielen weiß, gelangt ans große Ziel ... sang die Jugend der Wandervogelbewegung bereits Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Der Leitsatz, spielerisch das Leben zu meistern, ist heute mehr denn je bezeichnend. Im Zuge der Digitalisierung haben sich neue Formen des Spielens entwickelt und sind tief in nahezu allen gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen vorgedrungen und sind längst kein Kinderspiel, sondern Marktstrategie: Gamification ist in Wirtschaft und Forschung der Gegenwart Antriebsmotor. Unternehmen setzen auf spielerische Konzepte, wie Punktesysteme, um Mitarbeiter zu motivieren und um für Kunden attraktiv zu bleiben. Im Bereich Kultur sind Urban Games Festivals die Hotspots größerer Ballungsgebiete. Die Kirche öffnet ihre Pforten und lädt zum Balancieren auf Hochseilen, um durch spielerischen Zugang zu fesseln. In der Psychologie ist spielerische Konfliktbewältigung als Therapieform angekommen, und sogar die einst eiserne Leitregel „mit Essen spielt man nicht“ wird durch Food-konzepte relativiert.