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Event-Informationen
Nicht nur als Maler sondern ebenso als Dichter hat Luis Stefan Stecher seit Jahrzehnten einen weit über den regionalen Raum hinaus wirkenden Bekanntheitsgrad erlangt.
Der Bozner Stadtteil Neugries (Europa Neustift) ist heute das am dichtesten besiedelte Viertel von Bozen. Die Ausstellung von Ansichtskarten aus der Sammlung Gaetano Sessa der Stiftung Bozner Schlösser, ergänzt durch Leihgaben von Privatarchiven und Vereinen aus der Stadt, möchte die Geschichte des Bozner Stadtviertels Neugries nachzeichnen.
Besonderes Interesse erwecken die Bilder der alten Bauernhöfe, die den Bozner Talkessel ursprünglich geprägt haben, und die exklusiv für die Ausstellung in Mariaheim von deren Besitzern zur Verfügung gestellt wurden. Die zahlreichen Höfe und rund 8 ha Weinberg, die einst das historische Anwesen von Maria Heim umgaben, mussten zum Teil dem Bau des Rione Littorio in der faschistischen Epoche und der Nachkriegszeitbauten weichen.
Die Eröffnung der Messe in der Romstraße, der Bau einer Eishalle, Wohnhäuser, Schulen, Kinosäle und weitere Einrichtungen vervollständigten schließlich das heutige Stadtbild. Eine Bilderreise - und nicht nur - vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, die uns zum Nachdenken anregt.
Demokratie ist Versprechen, Prozess, Spannung. Es ist ein Wort, das ständig beschworen, aber nie endgültig verwirklicht wird. Der Titel der Ausstellung—Democracy is coming—greift den berühmten Song von Leonard Cohen aus dem Jahr 1992 auf und verwandelt ihn in eine Aussage, die zwischen Hoffnung, Ironie und Frage schwebt. Wenn die Demokratie „kommt“, dann ist sie noch nicht da: Woher kommt sie? Und vor allem: Was macht sie real?
Die künstlerische Praxis von Wolfgang Zingerle ist geprägt von langwierigen, experimentellen Prozessen und Versuchsanordnungen, deren Offenheit und methodische Struktur an wissenschaftliche Forschung erinnern. Im Zentrum seines Interesses steht das „Fluide“: Zustände von Materie, die unter Einwirkung äußerer Kräfte kontinuierlich transformiert werden und erst im Verlauf ihrer Prozessualität Stabilität erlangen. Zingerle macht naturwissenschaftlich beschreibbare Dynamiken sichtbar und übersetzt sie in eine eigenständige visuelle Logik, in der Kontrolle und Zufall sowie Intention und Materialeigengesetzlichkeit miteinander verwoben sind. Obwohl die Malerei den formalen Ausgangspunkt bildet, wird sie konsequent erweitert, während traditionelle Bildbegriffe bewusst aufgelöst und hinterfragt werden.
Die Werke entfalten eine unmittelbare sinnliche Präsenz und verhandeln Wahrnehmung als instabilen, zeitgebundenen Prozess, wobei sie die Grenzen des Darstellbaren markieren. Sie lassen sich als Untersuchungen zu Transformation, Materialität und den Bedingungen von Sichtbarkeit lesen, in denen ästhetische Erfahrung und erkenntnistheoretische Fragestellungen untrennbar ineinandergreifen.
Wolfgang Zingerle, geboren in Bruneck, studierte in Gröden, Wien und Berlin und schloss 2000 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Bologna ab. Seine künstlerische Praxis ist von großer medialer Vielfalt geprägt – von Malerei und Glaskunst über skulpturale Arbeiten bis hin zu Graffiti, Land-Art und Projekten im sozialen Kontext.
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